Kapitel I - Der Schwarze Zirkus


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Mitte: Maoyasuke Dhao aus dem Hause Daichi

Es begibt sich, dass an der Zauberschule zu Enringami der Onmyóji-Geselle Maoyasuke Dhao aus dem Haus Daichi einige ungewöhnliche Menschen kennen lernt und sich mit ihnen anfreundet. Es handelt sich um Yukiko aus dem Haus Daichi, einem Mitglied der Tsaigon-Gilde, Mamuro aus dem Haus Takeo, einem Waldläufer sowie Kisara von Haus Naoki, einer Nomadin der Stämme der Weite. Yukiko arbeitet unter Kitsune Xie, dem Onkel Dhaos an dem Aufbau der Tsaigon-Niederlassung Enringami. Mamuro schmiedet Rachepläne gegen den maskierten Ku-On, der im Frühjahr sein Heimatdorf niederbrennen ließ. Kisara hingegen will mittels Studium der magischen Künste an Ansehen gewinnen, um entgegen der Pläne ihrer Familie eine Heirat mit dem schönen Stammeskrieger {Name} zu erwirken.

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Yukikos 'Oheim' Xie ist ein fähiger Geschäftsmann, aber hat sich mit dem Aufbau der Tsaigon-Niederlassung derzeit etwas übernommen.

Während Dhaos Onmyóji-Meister Daichi Eyuke Ki "Einauge" bei einem Brandattentat zu Tode kommt, können Yukiko, Mamuro und Kisara ihren schwer verletzten Freund Dhao retten. Dhao offenbart ihnen, dass Meister Ki an einem speziellen Oni forschte, der besonders gefährlich sei und dem die Sterne in der heutigen Zeit nach Langem wieder günstig stünden. Andere Meister der Schule teilten die Einschätzung Meister Kis nicht. Aber die Vergangenheit Mamuros und Yukikos scheint mit dem Auftreten eines maskierten Ronin sowie des Schwarzen Zirkus die alten Prophezeiungen zu bestätigen, die Meister Ki studierte. Dhao konnte außerdem einen wie ein Ninja gekleideten Mann erkennen mit zwei gekreuzten Tantos über einem kreisförmigen Symbol auf die Brust gestickt. Da die Vergangenheit von Yukiko und Mamuro betroffen ist und Kisara eine Chance wittert, ohne langwierige Studien an Ruhm und Ehre zu kommen, wollen die drei Dhao bei weiteren Nachforschungen betreffs Meister Kis Vermutungen helfen.
Obwohl die aus dem Feuer geretteten Ersparnisse Meister Kis nicht sehr weit reichen, gelingt es Yukiko und Kisara, eine Überfahrt nach Nan Kusei zu organisieren - auf der Blauen Makrele, einem Schiff, das mitsamt Besatzung zugegebenerweise nicht den besten Eindruck macht. In Nan Kusei findet nämlich vom Tag des Familienfestes an, dem ersten Tag des Heimmondes, ein großes Zusammentreffen der Fahrenden statt unter Begleitung von allgemeinen Festlichkeiten. Wenn dort nicht jemand etwas über den Schwarzen Zirkus weiß, wo sonst?

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Die 'Blaue Makrele (青鯖 Aoi saba)'', Wanten dazudenken

Die Überfahrt bietet einige Überraschungen: Während Kisara seekrank in ihrer Matte liegt, lernen Mamuro und Yukiko den östlichen Barbaren Lkhagvasüren und den Gaukler Ryu kennen sowie einen älteren Mann namens Shun, der mit einem angeblich Kami-beseelten Stiefel-Olm unterwegs ist. In einem Sturm retten die ersteren vier unter mutigem Eingang beträchtlicher Risiken zwei Seeleute aus den Wanten, wofür sie vom Kapitän höchstpersönlich mit Ume und einem geschuldeten Gefallen belohnt werden. Vor Nan Kusei liegt drohend ein größeres Shin-Schiff. Am Fastentag des Regenmonds, dem Tag der Ankunft, erkunden die vier Reisenden die Stadt (Kisara erholt sich derweil langsam). Lkhagvasüren beobachtet den erstaunlichen Ebisu-Tempel samt einer Prozession, Yukiko erkundet zunächst passiv exotische Waren auf den Märkten, Ryu macht u.a. den Festplatz ausfindig und Mamuro bringt die Unterkunft Herrn Shuns in Erfahrung. Als sie abends zusammenkommen, bemerken sie einen Überfall. Zwei Räuber der Bande "Gewundene Schlange" werden in die Flucht geschlagen, der dritte gefangen genommen und später dem Inari-Tempel übergeben. Der stark betrunkene, nicht mehr ganz junge Überfallene lädt seine Retter nach Hause ein, was diese annehmen.

Am nächsten morgen reden Yukiko, Lkhagvasüren und Mamuro mit Isantsuri Rán von Haus Megumi, den sie vor dem Überfall der Gewundenen Schlange retteten. Er zeigt sich dankbar und bietet weiterhin seine Gastfreundschaft an, erzählt von seiner Vergangenheit als Samurai und später Händler und vom Tod seiner Ehefrau und Söhne. Seine alte Haushälterin Mariko versorgt die drei und äußert Sorge über das geistige Leiden ihres Herren, bissbilligt jedoch dass dieser sich an seine Retter wendet damit sie seine Jugendliebe Kailinh, eine Akrobatin und Fahrende mit grünen Augen, auf dem Gauklerfest suchen. Ryu zeigt sich nicht und ein Rundgang Mamuros offenbart den Mord an Ryu durch eine Racheaktion der Flüchtigen aus dem abendlichen Kampf. Yukiko schwört betroffen Rache falls jemand der Gewundenen Schlange ihr nochmals über den Weg laufen sollte. Erkundigungen nach Kailinh auf dem Fest bringen die drei zur verschrobenen Wahrsagerin und Alchimistin Roi Momoka, die zusammen mit ihrer (dämonischen?) Eule Shika, welche ihr Aussehen wandeln kann, in einem mit Fabelwesen geschmückten Wagen residiert, in dem sie an seltsamen Gebräuen kocht. Es erweist sich als schwierig ein Gespräch mit ihr zu beginnen, zumal die Gaukler hier ihren privaten Ruhebereich haben. Nach Schleicherkundung von Mamuro und Yukiko und Werbung von Zuhörern für Jó gelingt der Kontakt, dabei lässt Momoka dunkle Andeutungen fallen und weist auf Kailinh als eine der wenigen, die dem Schwarzen Zirkus einmal begegneten. Die drei Detektive lassen nicht locker und finden auf dem Festplatz dabei ein illegales Wettkampfzelt, einen diebischen Sechzehnjährigen, eine grünäugige Reiterin die Kinder unterweist und ihren ernsten und pflichtbewussten Mann, eine Schauspieler-Prinzessin und ihre mit einem Elwen liierte Katsumi-Freundin, lauschen den Sagen des Geschichtenerzählers Jó und besuchen in der Minggasse eine sich als Kailinh ausgebende verwahrloste Frau mit sieben Kindern. Ronin Rán will keine Ähnlichkeit mit der Kailinh seiner Erinnerung entdecken. Irgendjemand jedoch scheint die Nachforschungen zu torpedieren: Ein Händler bietet ihnen einen lukrativen Auftrag an, der sie weitab ins Gebirge führen würde, die Charaktere erhalten eine schriftliche Nachricht, von ihrer Suche abzulassen und ihre Fragen würden ihnen kein Glück bringen (was sie sich vom Geschichtenerzähler übersetzen lassen, Schriftbild eckig und etwas schlampig), und selbst ihre Habseligkeiten im Zimmer in Ráns Anwesen werden durchwühlt. Eine Befragung der Haushälterin ergibt kein eindeutiges Ergebnis über deren Verwicklung, Yukiko vergleicht heimlich Dokumente und findet ein anderes Schriftbild Marikos als auf dem Drohbrief.
Wir schreiben den Beginn der achten Abendstunde des Tages des Familienfests, Heimmond 12. Shóji.

Mi, 31.10.2012

Der Mönch Feng schließt sich der Gruppe an. Sein Abt ist der Bruder von Dhaos Meister und will dessen Tod aufklären - die Pflichten seines Ordens schränken ihn aber ein, so dass er nur den jungen Kampfmönch Feng entsenden kann. Am zweiten Tag des Zirkusfestes stellt die Gruppe Otte Oteo, den Verwalter Isantsuri Ráns. Er gibt zu dass er hinter den Störversuchen bei der Suche nach Kailinh steckt. Er befürchtete dass er nach dem Tod seines Herrn weniger bekommen würde falls Rán doch eine Erbin besitzt. Beim Durchwühlen der Ausrüstung ließ er ein Gift in den Proviant der Gruppe injizieren, was Lkhagvasüren vorerst ausschaltet. Die Gruppe beschließt dennoch, Oteos Umtriebe vorerst nicht an Rán zu verraten.
Die Gruppe freundet sich mit den nun angekommenen Kinder Inaris an, die Tochter Kailinh namens Shuko gibt sich allerdings abweisend. Die Zirkustruppe der Kinder Inaris nimmt Ausgestoßene und Waisenkinder bei sich auf und zieht zuweilen selbst duch abgelegene Provinzen des Reiches. Anführerin ist die Inari-Priesterin Omira, die von der Begegnung Kailinhs mit dem Schwarzen Zirkus nahe dem verwunschenen Wald Hán in der Tsuyoshi-Provinz mit düsteren Worten berichtet - Kailinh habe sich davon nie erholt und sei Jahre später daran gestorben.
Am Nachmittag erreicht Omira außer Atem Isantsuris Haus, um die Abholung der vermissten 12-jährigen Zwillinge Riko und Zhen zu erbitten. Die Gauklertruppe sei gerade beim Theater gebunden und sie traue der Gruppe besser zu, mit einer eventuellen Gefahr fertig zu werden. Omira selbst hat einen kranken Knöchel und kann selbst die Wanderung nicht übernehmen: Die Zwillinge besuchten ein abgelegenes Anwesen der Magierfamilie Li-Fa nahe dem Bronzenen Berg. Die Gruppe wandert den fünfstündigen Weg, übernachtet einmal unter Mamuros kundiger Leitung im Freien, doch am Anwesen - einem nun etwas verwilderten Hof - finden sie nur die Ponys die die Zwillinge ihrer Gauklergruppe 'entführten', unzählige Spuren und im Keller einen verstaubten, mannsgroßen magischen Spiegel. Die Gruppe beschließt einem Pfad weiter in Richtung Bronzenen Berg zu folgen...

So, 11.11.2012

Lkhagvasüren hat sich vom Gift erholt und eilig die Gruppe eingeholt, um bei der Suche nach den Zwillingen zu helfen. Die Gruppe trifft auf den Hängen eines flachen Tals vor dem Bronzenen Berg die Schäfer Goma und Yomi, die gerade vom reisenden Zaubergesellen Kiyoshi befragt werden. Die Schäfer stammen aus einem nahen Dorf und berichten von ungewöhnlich aggressiven Wölfen, die ihre Schäferhunde anfielen und vor Menschen die Scheu verloren haben - vermutlich weil sie Untotenfleisch fraßen. Kiyoshi will mit dem Rest der Gruppe reisen, da sein Meister seit einiger Zeit ebenfalls den drohenden Oni erforsche. Am Fuß des Berges wird die Gruppe von einem Grauwolfrudel, angeführt von einer einäugigen Wölfin, angegriffen und schwer verletzt. Die Wölfin und nicht wenige ihrer Artgenossen bezahlen ihre Wildheit mit dem Leben und werden auf Yukikos Wunsch hin verbrannt, der Rest flieht. Eines der Ponys stirbt. Mamuro wird schwer verletzt aber von Kiyoshi mit Magie aus dem Koma zurückgeholt.
Die Gruppe erkundet den alten Karrenweg am Berghang und findet vor einem Höhleneingang Mitglieder des Enyoshi-Räuberclans der Purpurnen Sterne. Sie halten das Magierehepaar gefangen und gehen mit diesen in den Berg. Die Gruppe erholt sich zunächst und Kiyoshi kundschaftet in Mäusegestalt teils in der 3. und teils der 4. Stunde nach Mitternacht einen alten Tempelkomplex hinter dem Höhleneingang aus, nachdem er die schon von Yukiko dahinter vorgefundene Schlucht durchquerte. In der Schlucht überwältigt nach seiner Rückkehr eine Kommandotruppe aus Feng, Yukiko und Mamuro den Räuberposten. Dabei ertönen auf einmal aus dem Dunklen Maharadjanische Stimmen, Hufgeklapper kommt auf, ein Süd-Maharadjani erscheint hinter der Truppe - der kurz darauf mit Pfeil in der Brust zu Boden sinkt - und Feuer wallt über den Vortempeltreppen auf. Die drei fliehen. Die Erscheinungen verschwinden auf magische Weise. Es gelingt Feng bei seiner Flucht den Gefangenen mitzunehmen. Von diesem lässt sich ohne Gewalt jedoch nur einiges Grundsätzliches erfahren, den genauen Grund für die Entführung durch die Räuber verrät er nicht. Der Mönch Feng bleibt beim Gefangenen zurück, während der Rest sich während der frühen fünften Morgenstunde abermals zur Schlucht hin aufmacht. Erster Feuertag des Heimmonds.

So, 18.11.2012

Die Gruppe erkundet den großen Schlangenraum, der eine künstlich unterteilte Höhle zu sein scheint. Deren Räume werden zu Lagerungszwecken, als Stall und Vorratsdepot benutzt. Es finden sich zudem ein Schrein, der alten Echsenkami gewidmet ist, sowie ein Abschnitt in dem die Räuber werkeln. Durch Lauschen: Die Räuber erwarten in nächster Zeit Verstärkung und sie hämmern an einem Geschütz mit dem sie "den Drachen" erledigen und seinen Schatz stehlen wollen. Mamuro glaubt nicht dass der Räuberhauptmann seinen Kumpanen die ganze Wahrheit bei der Geschichte sagt. Während der Erkundung wird die Gruppe von mehreren, einzeln auftauchenden Maharadjanischen Geistern geplagt, deren nacherlebten Tod die Gruppe mitansieht - Sie erscheinen nach ihrem Tod neu und werden dann der Gruppe als scheinbare Feinde gefährlich, wovon man sie nicht abbringen kann.
Oberhalb des Schlangenraums befindet sich eine große Höhle mit unterirdischen Bächen, Seen und einem gewaltigen im Berg klaffenden Riss. Eine weiterführende Treppe sowie ein Raum mit einem konservierten, dreischritthohen Krokodilmenschen sind durch Magie gesichert. An der Treppe finden die Charaktere eine Kinderzeichnung. Eine zwischen glitzernden Tropfsteinen kauernde Geisterhexe verflucht Kiyoshi "ewig zu sterben", währenddem dieser ihr ihren Stab entreißt - der Stab jedoch verschwindet wie alle geisterhaften Gegenstände zuvor. Kiyoshi verspürt Schmerzen am Herz und es scheint ihm stetig schlechter zu gehen. Mamuro findet durch einen sehr glücklichen Zufall das gut versteckte Tagebuch eines geisterlichen Geschichtsschreibers - jedoch die vergilbte, reale Variante!

Nov/Dez 2012

Die wegen des Fluches unter Zeitdruck geratene Gruppe begegnet Arugi Genosuke Shoujo Matsuhou Shuji dem Berggott, der in für ihn ungewohnter menschlicher Gestalt auftritt. Er bittet sie um die Lösung seines Problems: Sein Amulett mit einem Teil seiner Macht befindet sich im Besitz von Li Ka dem Drachen. Er hält den Fluch auf Kiyoshis auf und verspricht, ihn und Lkhagvasüren zu heilen, falls die "sterblichen Menschen" ihm das Amulett wieder beschaffen können.
Da die Räuber gerade wegen dem Verschwinden ihres Postens in Aufruhr sind, gelingt es, an ihnen vorbei zu schleichen und in die Drachenhöhle zu kommen. Li Ka entpuppt sich als gewaltiger, schrecklich entstellter und geistig gestörter Chimärendrache, an dem in seiner Kindheit experimentiert wurde. Dennoch gelingt es Yukiko und Kiyoshi, friedlichen Kontakt mit ihm aufzunehmen und das Amulett gegen die Zusicherung auf einen Zugang zum "Sternenhimmel" einzutauschen. Mamuro entdeckt derweil eine Seitenhöhle, in der der Räuberhauptmann das gestohlene Jade-Gospiel des Shomyo versteckte. Ist er etwa der "Meisterdieb aller Meisterdiebe" aus einer Erzählung des Geschichtenerzählers?
Als das Amulett an Arugi zurückgebracht wird, hebt dieser Fluch und Wundfieber auf und segnet die Gruppe.

Als die Räuber das nächste Mal die magisch gesicherte Treppe aufsuchen, folgt Yukiko ihnen und erlauscht das Losungswort "Große Mutter". Daraufhin kann sich die Gruppe auch in den oberen Bereichen umsehen. Unter anderem entdecken sie einen geheimen Lagerraum von merkwürdigen Pulvern und Kugeln, der durch eine belebte magische Steinschlange bewacht wird. Nach weiterer Erkundung der Beschwörungsräume, Laboratorien und Privaträume dieser Zuflucht spüren sie die den Räubern entwischten Kinder und das in Kröten verwandelte Magierehepaar auf. Durch krötische Kommunikation kann die Gruppe helfen, die Magier zurückzuverwandeln. Li Fa schlägt nach längeren gegenseitigen Erklärungen (dabei wird das Geheimnis der Wasserkami, der Geistergruppe, durch das Tagebuch und fragmentarische Wissen Li Fas vollständig gelüftet) ein Ritual vor, die Geister auf die Räuber zu hetzen und sie dabei gleichzeitig zu erlösen. Jedoch dauert das Ritual eine Weile. Die Gruppe bereitet eine Verteidigungslinie gegen die Räuber vor, jedoch gehen diese auf vorgetäuschten "Geisterspuk" nicht auf den Leim. Es folgt ein erbittertes Gefecht, in dem die magische Schlange dem Räuberhauptmann entgegengestellt werden kann. Lkhagvasüren stellt sich einem muskulösen Schrank mit Vorschlaghammer entgegen und wird nach blutigem Kampf knapp von diesem ohnmächtig geschlagen und dann von Kiyoshi gerettet. Yukiko versucht einen mit Sichelkette bewaffneten Widersacher vom Steinschrank mit dem Bogen zu bekämpfen, doch auch ihr Räuber erweist sich als erfahrener Gegner. Gerade noch rechtzeitig erscheinen die Geister und erwürgen die Räuber, womit der tausend Jahre alte Spuk beendet scheint. Die Magierfamilie - und später auch die Kinder Inaris bei der Rückkehr der Zwillinge - sind überglücklich. Sogar Shuko erklärt sich widerstrebend - wenn auch unter Unsicherheit oder gar Angst - bereit, ihren Vater nun treffen zu wollen. Li Fa übergibt der Gruppe sein Gold und einige Heiltränke. Worauf die Gemeinschaft nach einer Nacht sehr tiefen Schlafes bei Rân (da teils schwer verwundet und nach langer Wachzeit) in Nan Kusei auf Einkaufstour geht und auch teils ihre eigenen Beutestücke verkauft oder eintauscht. Erster Wassertag des Heimmonds und vierter Tag des Zirkusfestes.

Kiyoshi soll im Auftrag Yukikos die Alchemiegilde erforschen, da sie sich für das Rezept des magischen Versteinerungsgiftes Li Fas interessiert. Sie will es diesem aber nicht entwenden - die Alchemiegilde schätzt sie als reich genug ein. Zwar ist allein die Große Halle für Kiyoshi zugänglich, wo tagsüber Verkaufsstände für Besucher geöffnet sind:

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Ein Alchemie-Stand innerhalb der Großen Halle der Alchimistengilde

Yukiko spendiert aber derweil einem Alchemieschüler, den sie im "Zum bittersüßen Lotus" vorfindet, ein paar Runden Sake und entlockt ihm den Grundriss des Gildenhauses. Dieses liegt am Rande der Altstadt - aber die wesentlichen Teile im Keller, um bei Explosionen die Umgebung zu schützen. Daher führt die Treppe von außen herunter ins Innere. Nur die Große Halle (ebenfalls im Keller) ist tagsüber für Besuch geöffnet. Die zur Entlüftung nötigen Fenster liegen hoch in den Wänden der Laboratorien. Im Erdgeschoß befinden sich darüber noch Verwaltungsräume und die privaten Kammern von hochstehenden Gildenmitgliedern. Die Räume weisen laut des Schülers unterschiedliche Grade von alchimistischen und magischen Sicherungen auf, während von Wachen (außer der Stadtwache die draußen häufiger mal vorbeikommt) nichts bekannt ist - es sollte also zumindest möglich sein, nachts ins Gebäude einzusteigen und sich mal umzuschauen.

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Yukiko meldet sich als Alchemiegehilfin um einen unauffälligen Zugang zur Gilde zu bekommen. Im Laufe der Arbeit bei ihrem exzentrischen und schwerhörigen Meister findet Yukiko Gefallen an der Alchimie und hilft nun ihrem Meister sogar mit einigem Eifer und Gewitztheit. Kiyoshi studiert währenddessen, Mamuro arbeitet für die Alchemiegilde und bildet sich in Pflanzenkunde. In Folge von Yukikos Aushilfe bietet der schwerhörige Meister an, sie bei einer Karriere in der Gilde zu unterstützen. Yukiko belauscht ein Gespräch des Gildenrates der Alchimie, die Festung Igaraki sei an die Rebellen des Toten Königs gefallen und eine geheime Order zur Herstellung von Drachenfeuer ergeht.
Nach einem Mond (Anfang Schwarzmond) führt Yukiko mit Kiyoshi einen Zugriff durch und erbeutet wertvolle Alchimika, darunter diverse Gifte, ohne erwischt zu werden. Kiyoshi nimmt u.a. einen alraunigen Homunkulus mit und will diesen sogleich in einem Ritual unter eigene Kontrolle bringen. Dieses scheitert jedoch im Morgengrauen und durch die magischen, schrecklichen Schreie des Homunkulus verrät Kiyoshi sich. Zunächst gelingt ihm die Flucht, jedoch wird er bei einer Stadtmauerpforte von der Tsaigongilde Nan Kuseis aufgegriffen und gefangen gesetzt. Yukiko bringt ihn durch ihren Einfluss wieder frei und die Gruppe verlässt zunächst lieber die Stadt und zieht zum alten Tempel Li Fas am Bronzenen Berg. Der Einbruch wird als Anschlag der Rebellen wahrgenommen. In der Stadt wird derweil allgemein verkündet, dass Igaraki fiel und außerdem eine Armee des Toten Königs gen Nan Kusei marschiert. Eine Generalmobilmachung beginnt, im Zuge derer Isantsuri Rán seine Rehabilitierung angeboten wird wenn er trotz seines Alters in der Armee mitkämpft. Er nimmt trotz Yukikos Bedenken an.


Auf dem Weg zum Bronzenen Berg stattet unsere Gruppe einen Besuch auf Li Fas Anwesen ab. Von seiner Frau erfahren die Helden, dass er aufgebrochen sei, um mit Li Ka zu verhandeln. Dieser Drache mit seinem wankelmütigen Geist ist den Helden nur allzu gut in Erinnerung geblieben, denn bei ihrer letzten Begegnung konnten Sie nur knapp dem Tod entkommen. Außerdem bittet die besorgte Frau von Li Fa die Helden darum Li Fa von weiteren gefährlichen Unternehmungen abzuhalten. Nach einer ruhigen Nacht und der guten Bewirtung brechen die Helden auf zum Bronzenen Berg. Auf der Reise verletzt sich leider eines der Lasttiere, jedoch erreichen die Helden unversehrt die bekannte Behausung in der Höhle.
Sie haben Glück, denn Li Fa ist unversehrt zurückgekehrt. Nachdem Sie von ihm erfahren haben, dass er mit Hilfe einer Schriftrolle den mächtigen Hüter des Berges besänftigen konnte, beschließen sie den Lindwurm um Hilfe einzuholen, um ihn gegen den Kampf des toten Königs und seiner Armee, die auf Nan Kusei zusteuert, einzusetzen. Ein Riskantes Unternehmen, doch sollte die Mission erfolgreich sein, wäre es ein entscheidender Schlag gegen die Streitkräfte des Feindes.
Nun machen die Helden sich auf zum letzten bekannten Standort von Li Ka. Da die Helden, die sichere Route von zwei Möglichkeiten gewählt haben verläuft die Reise recht unbeschwert nur etwas länger. Auf diesem Weg durchstreifen Sie ein altes Fischerdorf, wo Sie letztendlich freundlich empfangen werden und von sonderbaren Vorkommnissen im nächstgelegenen Dorf erfahren.
Dort angekommen finden sie eine Gebetsstätte des Kitsune vor. Aus einem Baum herausgeschnitzten altarähnlichen Bereich der von einem hölzernen Fuchsrelief gekrönt ist. Kiyoshi gesellt sich sofort neben einen betenden Bewohner des Dorfes und fängt an zu beten auch Mamuro tut’s ihm gleich nur Yukiko sieht nicht ein wieso sie zu einem Fuchs beten soll. Erst nachdem auf wunderliche Weise der Kitsune im heiligen Baum über ihnen auftaucht und gesprochen hat, sieht sich Yukiko geneigt ein wenig Respekt zu zeigen. Von dem offensichtlichen Kami der Kitsune erfahren sie, dass sich Li Ka in der Obhut der Kitsune befindet und gibt den Helden ein Ultimatum bis Morgen über das Schicksal des Drachen zu entscheiden.
Doch bevor Sie sich auf die Suche begeben, denn den Standort Li Kas erfahren die Helden nicht, lernen Sie die Gastfreundschaft des Dorfes kennen und können sich von den Strapazen der Reise erholen.
Noch am selben Abend stellen Yukiko und Kiyoshi ein paar Nachforschungen an. Yukiko misstraut den Kitsune und erfährt von einer älteren Dorfbewohnerin, die nicht so stark dem Kitsune - Glauben angehört, welcher Zusammenhang zwischen dem Dorf und den Kitsune herrscht. Scheinbar verhalten die Kitsune sich so lange friedlich bis ihnen Leid angetan wird und wehren sich darauf auf sehr listige und boshafte Art und Weise. Kiyoshi möchte ebenfalls mehr über die Kitsune erfahren und spricht mit einem sehr gebetstreuen, doch scheinbar verrückten Bewohner des Dorfes. Erst durch einige Umwege und etwas Spiel- und Schulunterricht der Dorfkinder, erfährt er, dass der Verrückte nicht immer verrückt war und irgendeine Gefahr aus den blauen Bergen droht, insbesondere einen Berg oder eine Formation mit dem Namen großer Kopf.
Auch vom Dorfmönch erfahren Sie vom blauen Berg, jedoch irgendetwas verheimlicht er der Gruppe. Trotz diesen recht spärlichen Informationen begeben die Gefährten sich nun zügig auf den Weg zum Heiligen Baum, da das Ultimatum jederzeit ablaufen kann.


Der Kitsune erwartet sie dort schon und führt die Gefährten zu einer Senke, einer kleinen Waldlichtung, wo sie Li Ka wiedersehen. Gleichzeitig stellt der Kitsune sich (Irin) und drei weitere Fuchsgötter (Die schöne O-Kitsune-Sama-Ubarakure, den weisen O-Kitsune-Sama-Manjidani sowie die kleine Kiri) vor. Die Gruppe bereitet Li Ka auf den Krieg gegen die angreifende Armee vor, indem sie dieser eine Verbindung mit den Echsen die Li Ka quälten andichtet. Die Kitsune verlangen für eine Begleitung Kiris, die Li Kas gröbste Anfälle zu lindern vermag, dass die Gruppe sich zunächst um eine Störung der Harmonie nahe der Grenze des heiligen Gebiets der Kitsune kümmert. Die Dorfbewohner berichten als die Gruppe dort sich erkundigt, von Sichtungen zwielichtiger Gestalten am Blauen Kopf und einem abgelegenen Bishamon-Tempel auf der anderen Bergseite.
Die Gefährten machen sich auf und erreichen den Berg und eine von drei Enyoshi-Räubern besetzte Deastash-Ruine am Abend. Es gelingt ihnen, die Wegelagerer in einem kurzen, aber erbitterten Gefecht zu töten. Jedoch finden sie beim Räuberlager eine ermordete Botin des Zirkels des Sternenlotus, die dem in Bedrängnis geratenen Tempel Verstärkung rufen sollte.
Nachdem Lkhagvasüren und Mamuro einer weiteren Person des Nachts hinterher hetzen, entzündet Kiyoshi aus Versehen einen kleinen Flächenbrand. Dadurch finden sie ein herbeigereister Elw sowie der Zaubergeselle Yamato. Nachdem fast ein Mißverständnis zu einem weiteren Kampf führt, erklären sich die Neuankömmlinge als Verstärkung des Zirkels für den Tempel (Elw), nachdem von diesem zu lange keine Nachrichten mehr kamen bzw. als der Gruppe wegen der Sternkonstellation Hinterherreisender (Yamato). Nachdem alle zusammen übernachten, beschließen sie am Morgen den Tempel gemeinsam aufzusuchen.
Dieser erweist sich als von aus den nahegelegenen Gräbern zurückgekehrten Untoten belagert. Mittels eines umsichtigen Einsatzes, bei dem auch Yukikos Totenangst zu Schwierigkeiten führt, gelingt das Eindringen in den Tempel, wo alle vier Mönche und Priesterinnen durch zwei Vampire getötet aufgefunden werden. Eine Vampirin war mittels Pflock bereits vernichtet, ein Vampir entdeckt den in die Katakomben aufklärenden Elw nicht.Im Laufe des Tages stößt Mamuro zur Gruppe, der im Gegensatz zu Lkhagvasüren die Verfolung abbrach um den anderen zu helfen.
Nach einem Einsatz unter Beteiligung aller Gefährten verlässt die Gruppe unter Schwierigkeiten das Areal, wobei Kiyoshi verletzt wird. Sie stecken im Rückzug den Tempel in Brand. Ein reisender Bushi taucht ebenfalls auf, dem von der Gruppe zunächst bedeutet wird, dem Tal fernzubleiben. In der Nacht ziehen die Gefährten sich wieder zur Ruine zurück, der Bushi sucht sie auf und schließt sich an. Am nächsten Morgen ist der Tempel völlig niedergebrannt und die Untoten erscheinen stark dezimiert. Jedoch berichtet der Elw von einem Loch in der Asche, das vom vermutlichen Entkommen des Vampirs künde. Die Gruppe kehrt zum begeisterten Dorf und am nächsten Morgen den Kitsune zurück, die sich bis auf Kiri nicht zeigen und ihren Auftrag als unvollendet ansehen. Yukiko und Kiyoshi wecken Li Ka und entlocken ihm, dass man Vampire mit Drachenfeuer bekämpfen könne. Im Laufe des Gespräches kann Kiri den die Pferde der Charaktere witternden Li Ka nicht mehr völlig besänftigen und der Drache brennt eine große Kiefer nieder. Yukiko entzündet am Drachenfeuer eine Lampe, in der Hoffnung dass sie auf diese Art eine Waffe gegen den Vampir erhält.
Wir schreiben den Morgen des ersten Sonnentages des Schwarzmondes, 12. Shóji. Noch neun Tage, bis die Reichsarmee von Nan Kusei aus aufbrechen will. Nachdem Li Ka Nan Kusei erreicht, plant die Gruppe zusammen mit dem zuständigen Shushin (Oberst) namens Goru zahlreiche Details bezüglich Unterbringung und Einsatz Li Kas.

Während der Vorbereitungen auf die Schlacht kommt es zu einigen Vorfällen: Kiri wird durch Milch von Li Ka weggelockt, der daraufhin beinahe Amok läuft, wobei das Einschreiten der Gruppe die Situation gerade noch beruhigt. Li Ka erkrankt an Paralyse, die er sich beim Verzehr der Untoten zuzog. Kiyoshi untersucht misstrauisch die Aktivitäten der Bonzen der 'Verwaltung Nan Kuseis für medizinische Angelegenheiten', die die Gelegenheit seiner Ahnung nach möglicherweise ausnutzen um Versuche an Li Ka durchzuführen. Das Gegenmittel - eine Essenz der Drachenlilie - kann eine Kundschaftertruppe zusammen mit Mamuro besorgen; jedoch werden sie dabei von Ninja überfallen und behindert. Dank Mamuros Mut überleben den Hinterhalt der Meisterwaldläufer Fujin und die meisten der Kundschafter.
Am Tag der Heerschau bewundert die Gruppe das gewaltige Heeraufgebot und die aufwändigen Festlichkeiten der Stadt Nan Kusei - eine besondere Attraktion ist der zuhilfe gereiste General Hamato aus dem Land der Tsuyoshi, einer der derzeit höchsten Anführer des Hauses Tsuyoshi. Als Li Ka sich der Menge zeigen soll, bekommt er Lampenfieber. Nur mit gutem Zureden bringen die Charaktere ihn auf die Übungsfläche und sie überspielen einen peinlichen Moment von Li Kas Schwäche. Ein Nachtwind - wahrscheinlich ein Gestaltwandler des Feindes - greift Kiri an und wird von Mamuro mit der Schleuder abgehalten, worauf der große Vogel flieht. Am Ende ist die Vorstellung ein großer Erfolg. Die Drachenrüstung wird später zum Glück noch um einen 'Kirischutzhelm' ergänzt.
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Westblick auf Reisfelder nahe des Itaku-Flusses, rechts von hier liegt der Hügel auf dem das Nan-Kusei-Heer sich aufstellt.

Eine Präparation mit Waffenbalsam in der Nacht vor der Schlacht lässt Mamuros Speer in weißem Feuer erglühen. Am frühen Morgen regnet es, Gishomyo-sama hält noch im Dunkeln eine flammende Rede bei der die Charaktere ihr Regiment zusätzlich anfeuern. Kiyoshi bittet Isantsuri erfolgreich, einen jungen Soldaten nach hinten in den Tross zu versetzen. Isantsuri reitet mit dem Regimentsbanner, einem wichtigen Sammelpunkt für die Truppe. Auch Li Ka bekommt militärische Wimpel.
Während der Schlacht in den ersten Sonnenstrahlen (im Osten ist der Himmel klar) herrscht enormes Geschützfeuer und Pfeilhagel. Die Rebellen nutzen die sumpfige Landschaft der Flussufer des Itakuflusses und die kleinen Wäldchen und Gebüsche überall dort, während das Nan-Kusei-Heer seine bessere militärische Formierung zur Geltung bringt. Viele Soldaten auf beiden Seiten fallen bereits vor dem ersten nahen Kontakt der Heere. Auch Yamato bekommt einen üblen Pfeil in die Schulter. Li Ka wird förmlich von Pfeilen gespickt.
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Der Itaku-Fluss am Abend des Vortages der Schlacht. Überall im Schilf und in den Bäumen postierten sich feindliche Bogenschützen, von denen manche durch Seefeuerbeschuss einen grausigen Tod erlitten. Auf dem Fluss halten Kanus die feindliche Truppe mobil. Selbst einige Geschütze haben die Rebellen im Sumpfland aufgestellt.

Durch Li Kas furchteinflößende Gewalt und den forschen Regimentkommandanten Gishomyo-sama dringt das 21. Regiment sehr weit in die feindlichen Reihen vor. Bald zieht sich das restliche befreundete Heer wieder zurück, allerdings will Gishomyo-sama nicht zurückweichen. Li Ka wird von einem gewaltigen Steinbrocken gestreift und verletzt, nur einige Splitter seiner riesigen Rüstung treffen Mamuro hart und werfen ihn zu Boden. Yamato befreit Isantsuri Ran von einem feindlichen Zauberer und schlägt eine ihn angreifende Bauersfrau nieder. Mamuro rettet eine Frau indem er sie unter Li Ka hervorzieht, welcher überall am Feind große Zerstörungen anrichtet. Später tötet Mamuro einen vermummten Shuriken-Werfer und kurz darauf dessen Geliebte, die Mamuro in blindem Rachewahn angreift. Kiyoshi schlägt sich in durch die feindlichen Reihen bis zum Kommandeur durch und versucht einen Rückzug zu erwirken. Gishoymo weigert sich, wird aber fast im gleichen Moment vom Pferd geschlagen. Isantsuri übernimmt und reitet zum Hornträger, jedoch treffen ihn gleich mehrere Pfeile hart in den Rücken. Während Kiyoshi an seiner statt zum Hornträger eilt, vermutet Yamato zutreffenderweise dass Isantsuri noch schwer verletzt lebt, schwingt sich tollkühn auf dessen Pferd und setzt es quasi einhändig tatsächlich in Trab um den Samurai zu retten. Kiyoshi erwirkt das Rückzugssignal, allerdings: Li Ka befindet sich nun in blinder Kampfeswut. Kiyoshi selbst wird von Li Ka dabei leicht verletzt, Mamuro bringt sich ebenfalls in Gefahr um Li Ka zum Rückzug zu bringen. Um Haaresbreite entgeht Li Ka dadurch einem potentiell tödlichen Ballistenspeertreffer und der Aufschluss zu den eigenen Reihen gelingt, da der Feindesring um Li Ka und die Charaktere herum ermattet und zerstreut ist. Gegen Mittag formieren sich beide Heere neu und das eigene Heer zieht sich zunächst zum Heermeisterhügel zurück. Beide Heere ließen beträchtliche Verluste auf dem Feld, sind aber noch einsatzfähig und es zeichnet sich noch längst keine Entscheidung ab. Da das Nan-Kusei-Heer die größere Feuerkraft schwerer Geschütze hat, startet es ein intensives Zermürbungsfeuer (unter anderem mit Seefeuerkugeln) während auf den Anhöhen die Verletzten versorgt werden. Bei der Suche nach einem Feldscher begegnet die Gruppe Lkhagvasüren, der bis jetzt ebenfalls überlebt hat.

Im Laufe des Tages bombardiert die kaiserliche Armee mit Seefeuer und schweren Geschützen die im Sumpf gelegenen Feindstellungen und verwüstet geradezu das Land am Flussufer. Kiyoshi und Yamato halten am Abend eine religiöse Ansprache, die sie mit Magie sehr beeindruckend gestalten. Sie bewirken großes Aufsehen und können die eigenen Leute begeistern. In der nächtlichen Dunkelheit nimmt die Gruppe an einer Kundschaftermission zum Flussufer hin teil, nur Yukiko bleibt bei Li Ka. Der Feind erweckt jedoch die Gefallenen zu einer gewaltigen Untotenarmee, aus deren Reihen die Charaktere nur unter größter Bedrängnis und haarscharf entkommen. Kiyoshi und Yamato werden zeitweise von Untoten überwältigt, Kiyoshi kämpft unter Wasser mit der stahlharten Umklammerung eines Leichnams, Yamato entkommt drei an ihm zerrenden Untoten nur indem er sich aus seiner Kleidung schneidet. Mamuro hilft den beiden, danach eilt er voraus um das Heer so schnell wie möglich zu warnen. Die schwere Kavallerie mit General Hamato und dem Shomyo und seiner Leibgarde prescht daraufhin vor, während die restliche Armee sich viel langsamer aufstellt und versucht, ihnen nachzumarschieren. Kiyoshi hält eine größere Untotenfront mit einem Lichtzauber zurück. Yukiko befehligt eine Kompanie mit dem Drachen, stürzt jedoch selbst von ihrem scheuenden Pferd. Unter den Fußtruppen breitet sich Panik aus. Die Kavallerie hat eine gewaltige Schneise in die lebenden Toten geritten, stockt nun jedoch unter der Attacke der feindlichen Elite - einem Ninjaverband -, und der schieren Zahl der Untoten. Beinahe gelingt es den heldenhaften Charakteren, mit Li Ka zu General Hamato und zum Shomyo durchzudringen. Dann jedoch bebt die Erde und ein gepanzerter Riesen-Skarabda bohrt sich aus dem Boden. Beim Anblick dieses Ungetüms und der schlimmen Situation beschließt die Gruppe den Rückzug - bis auf Mamuro der, nur noch mit Tanto bewaffnet, allein darauf drängt anzugreifen und sich dann zögernd dem Rückzug anschließt. Da so Li Kas Angriff ausbleibt, stürzt sich das Monstrum auf die heldenhaft kämpfenden Samurai und hohen Offiziere der Armee und begräbt sie unter sich. Die kaiserliche Armee geht in eine heillose Flucht zu den Stadtmauern über. Der Feind erbeutet sogar die unversehrt stehen gelassenen Geschütze.
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Während Kiyoshi schwer verletzt noch Isantsuri Ran heilt und dann nach Nan Kusei getragen wird, flieht der Rest der Gruppe westwärts über die nächtlichen Felder Richtung Wald, wobei sie sich auf einem verlassenen Bauernhof mit Proviant und Wasser versorgen und im offenen Wald nächtigen. Am nächsten Tag wird Kiyoshi von Ran über die (schlechte) Lage informiert, und dass einige verbliebene Entscheidungsträger den 'Drachenführern' möglicherweise Verrat anhängen wollen. Daraufhin verlässt Kiyoshi über die 'Tsaigon'-Pforte nicht ganz offiziell Nan Kusei, um sich zunächst die Habseligkeiten der Gruppe aus dem Waldlager zu holen, das jedoch von einer kleinen Nekromanteneinheit des Feindes besetzt ist. Kiyoshi gelingt es unter Einsatz ungewöhnlicher Schleich- und Ablenkfähigkeiten, sein eigenes Pferd wiederzubekommen. Er wird dabei jedoch entdeckt und kurz darauf mit unreinen Geistern verflucht, entkommt allerdings und reist danach bis zu Li Fas Haus. Der Rest der Gruppe zieht sich zusammen mit dem ebenfalls verwundeten Li Ka zum Höhlentempel der Familie Li Fa zurück. Dort angekommen zieht sich Yamato zum Bildnis der Inari zurück um mit magischen Übungen seinen Geist zu schärfen. 3. Muttertag Schwarzmond 12. Shoji. Yukiko unternimmt einen Abstecher in das Dorf der Schäfer Goma und Yumi nahe den Sümpfen, um Futter für Li Ka zu besorgen. Dabei erfährt sie von der Rebellentruppe die das Dorf einnahm und ihr gelingt es in der Nacht in der auf einem Hügel gelegenen Mühle durch Heimlichkeit und List mittels vergiftetem Wildschweinspieß ein Dutzend Rebellen zu töten. In der Mühle wird sie zwar entdeckt und ernsthaft verwundet, entkommt jedoch den Soldaten in den umliegenden Gehölzen und sie kehrt wenige Stunden später zurück, um ihr Werk zu vollenden. Die Dorfbevölkerung ist glücklich und pflegt Yukiko, obwohl die Nervosität wegen des möglichen Entsatzes weiterer Rebellen groß ist. Trotz kaum verheilter Verletzung kehrt Yukiko jedoch schon am folgenden Tag mit dem ihr geschenkten Proviant und Zottelbock frühzeitig zum Höhlentempel zurück.

Die Gruppe bringt Li Ka in den Heiligen Wald der Kitsune. Kiyoshi ruft die Kitsune an, er erhofft sich von ihnen auch Hilfe bezüglich seiner Bessessenheit. Die Kitsune antworten jedoch nicht und Kiyoshi ereilt in tiefer Meditation eine Ahnung, dass sich die Kitsune - bis auf Kiri - angesichts der dunklen Energien des Krieges in die Himmel zurückzogen. Kiyoshi ist darüber erschüttert und wütend. Er schwört den Kitsune, deren inniger Anbeter er bis jetzt war, ab. Yamato findet beim Pflanzensuchen im Heiligen Hain einen Teich, in welchem eine mystische Goldene Orchidee wächst. Mit Hilfe dieses überraschenden Fundes gelingt eine Austreibung der Unreinen Geister. Kiyoshi verkündet von diesem Punkt an seine Hingabe an den Glücksgott der Fischer und Seefahrer und Herrn der Gewässer Ebisu anstelle der Kitsune.
Vor allem auf Kiyoshis Wunsch hin instruiert die Gruppe Li Ka und die Dörfler im möglichst harmonischen Zusammenleben. Außerdem organisiert Kiyoshi einen Ausguck und einen Boten, der das Fischer- und das Bergdorf im Blauen Tal vor Rebellen rechtzeitig warnen soll. Wegen Yamatos zurückgelassener Ausrüstung und dem Bestreben aller, Li Fa wiederzufinden, beschließt die Gruppe eine Rückkehr nach Nan Kusei.
Dort befindet sich ein Teil des Rebellenheeres bereits in Aufbruchsvorbereitungen; ein abscheulicher Irrhalk kreist über der Bucht. Wahrscheinlich soll gegen die Tempelstadt vorgegangen werden. Da die Gruppe sich am westlichen Haupttor verwegen als Rebellen unter Leitung des 'Nekromanten' Yamato ausgibt, gelingt das Eindringen in die besetzte Stadt. Die Bevölkerung kann sich offensichtlich nicht frei bewegen, viele Häuser der besser situierten Bürger sind besetzt und werden geplündert. So auch das Haus von Isantsuri Ran, wo eine wüste Rebellentruppe sich von seiner alten Haushälterin bedienen lässt. Die Gruppe dringt halb heimlich, halb schauspielernd ein, fliegt jedoch auf: Dies kostet einen Rebellen per Dolchkampf das Leben und die anderen fliehen in Panik vor Yamatos Heuschrecken. Dieser erlangt seine Ausrüstung daraufhin wieder. Dank der Ortskenntnis von Rans Haushälterin entkommt die Gruppe in ein Lagerhaus im Hafen, wo man sich ausruht. Die Haushälterin wusste zudem von einem Schmuggler-Boot als Kontakt zur freien kaiserlichen Flotte, der regelmäßig bei Dunkelheit gehobene Flüchtlinge aufnimmt. Trotz patroullierender Wachen und Kiyoshis Seekrankheit gelingt der Gruppe noch in derselben Nacht die Flucht mit dem Boot aus dem Hafen.
Bei der zum Glück halbwegs noch schlagkräftigen Flotte angekommen, wartet eine Überraschung: Die Charaktere werden auf das Schiff des Generals Hamato befohlen. Ob man ihnen wegen der Flucht aus der Schlacht mit Li Ka den Prozess machen will?
Im Gegenteil, General Hamato, ebenfalls ein Mitglied des Zirkels des Sternenlotus und trotz der Gerüchte um seinen Tod ein versehrter Überlebender (leider ist der Shomyo tatsächlich gefallen), würdigt die Tapferkeit der 'Drachenkämpfer' im persönlichen Gespräch, weiht sie zu vollen Mitgliedern des Geheimzirkels und unterbreitet einen Notfallplan, wie das Kriegsglück vielleicht noch herumzureißen wäre. Li Fa, der diesen Plan zuvor bereits mitausarbeitete, befinde sich im Geheimauftrag auf der Reise nach Enringami, um weitere Verbündete zur Hilfe zu holen. Eine Truppe aus den 'Drachenkämpfern' unter Führung Isantsuri Rans plus der ortskundigen Halbelwe Saru Ta-Sa soll ungesehen nach Igaraki eindringen und dort einen Aufstand anzetteln, der die Rebellenstrategen ablenken soll - Immerhin ist Igaraki tief im Hinterland und von strategischer Bedeutung. Dann soll die verbliebene Armee von den Schiffen aus Nan Kusei zurückerobern sowie im Optimalfall Truppen von der Tempelstadt-Landseite aus. General Hamato äußert jedoch Bedenken über die Moral seiner eigenen Truppe, die den größten Anteil der noch einsatzfähigen kaiserlichen Armee darstellt. Immerhin befindet sich das Heimatland der Tsuyoshi ebenfalls gerade in großer Not. Wäre der Agenteneinsatz in Igaraki ein Propagandaerfolg, ließen sich Hamatos Offiziere zu einem Befreiungsangriff auf Nan Kusei wahrscheinlich überzeugen, bevor sie unweigerlich den Heimweg antreten werden.
Die Charaktere verbleiben als Gäste auf General Hamatos Schiff und werden von den besten verfügbaren (teils recht exzentrischen) Lehrmeistern noch zwei Wochen gedrillt, bevor die Mission beginnen soll. Kiyoshi will dem magischen Lehrmeister seine Heldenhaftigkeit in Form eines Shuriken-Wurfes beweisen, patzt dabei unglücklich und trifft diesen übel an der Schulter. Es kommt zum Eklat und die Charaktere werden beinahe aus dem Programm entlassen, Kiyoshi vermacht jedoch als Wiedergutmachung ein verziertes Artefakt. Desweiteren ereignet sich ein Sprungunfall, in Folge dessen Mamuro und Yamato die Meister-Schwimmlehrerin retten.

Am 1. Wassertag des Zaubermonds schließlich ist das sehr harte und intensive Training geschafft. General Hamato bittet die Gruppe noch einmal zur Besprechung und äußert Zeichen von Sorge über den gefährlichen Auftrag. Die Charaktere haben sich als reisende Händler verkleidet und tragen große Rucksäcke, teils gefüllt mit Waren, teils mit Ausrüstung. Sie bekommen einiges an Geld und dürfen sich von einer Auswahl aus des Generals persönlicher Schatzkammer ein magisches Artefakt, einen besonderen Trank oder einen weiteren Beutel Gold aussuchen. Mamuro wählt eine magische Flasche aus der man ein ganzes Häuschen herauslassen kann, Yamato 'Dunkle Handschuhe' (Hochspracheninschrift) mit unklarem Zweck, Kiyoshi eine Flasche die rauchigen Nebel herbeiruft.
Isantsuri Ran reist separat per Pferd auf dem Landweg, offiziell als 'Rebellenoffizier' getarnt, Richtung Igaraki. Den Rest der Gruppe begleitet die Halb-Elwe Saru Ta-Sa. Die Reise beginnt mit einem Ruderboot, wo man zunächst ein Hilfssegel benutzt um in der Nacht in die Auen und Sümpfe der Mündung des Itaku-Flusses einzufahren. Selbst auf ihrer entlegenen Route stößt die Gruppe auf einen Rebellenposten an Land, der noch den hintersten Wasserweg zu überwachen scheint. Indem Saru Ta-Sa und Mamuro das Boot schwimmend vorantreiben und der Rest sich unter die Reling duckt, passiert man den Posten jedoch unbemerkt.
Am 1. Reichstag - nach zwei Tagen auf dem Wasser - muss der Fluss verlassen werden. Während in einem engen und sumpfigen Seitenarm die Gruppe das Boot an Land zieht, wird Yamato von einem vier Schritt messenden Alligator angefallen. Dank seiner Waffenkünste und der seiner Gefährten sowie der Feuermagie Kiyoshis kann das gefährliche Tier getötet werden, jedoch werden dabei Mamuro und Yamato ernsthaft verletzt. Zudem wendet sich seine Magie auch gegen Kiyoshi selbst in Form von Fesselranken, die nach erschöpfenden und erfolglosen Befreiungsversuchen aller nur er selbst und Yamato auf magische Weise wieder vertreiben können. Keinen Moment zu früh, denn zwei weitere hungrige Alligatoren reißen sich gleich daneben bereits um ihren toten Artgenossen. Nun müssen die tiefen Bisswunden versorgt werden und Mamuro entlässt seine Hütte als sicheres, trockenes Nachtlager für alle (dass es darin ein wenig beengt zugeht, stört dabei niemanden). Leider erwacht Yamato am nächsten Tag mit leichtem Wundfieber. Mit sofortiger Nachbehandlung der Wunde hoffen Mamuro und Kiyoshi, die gefährliche Krankheit noch ersticken zu können - doch an diesem Tag sollte Yamato unbedingt ruhen!
Im Laufe des Tages findet Mamuro einige Pflanzen (jedoch nur bedingt zur Behandlung des Fiebers geeignet) und erspäht im Laufe des Tages ein paar meist zerlumpte Wanderer auf dem nahen Pfad. Nicht viele sind in diesen Kriegszeiten unterwegs. Kiyoshi hat Mitleid mit einer Überlebenden mit Säugling. Zunächst flieht sie furchterfüllt vor dem Fremden, doch Kiyoshi folgt ihr, erlangt beharrlich ihr Zutrauen und führt sie schließlich zur Hütte. Ihr Name ist Yuki, ihr Hof wurde niedergebrannt, die meisten ihrer Familie getötet. Aus ihrem eigenen Dorf wurde sie aus allgemeiner Angst heraus abgewiesen und fortgeschickt. Im Gespräch mit ihr erzählt Kiyoshi sowohl die Herkunft der Gruppe aus Nan Kusei als auch beruhigend die Opposition der Gefährten zu den Rebellen. Dies veranlasst die von ihrem menschlichen Gefährten wenig begeisterte Saru Ta-Sa, Yuki aufgrund des großen Risikos zum Schweigen bringen zu wollen. Während Kiyoshi und Saru Ta-Sa außer Hörweite scharf über Yukis Schicksal diskutieren, richtet sich der leicht fiebrige Yamato von seinem Bett auf und schüchtert Yuki zutiefst ein; unter Drohung eines Fluches auf ihrem Kind solle sie niemandem ein Sterbenswörtchen erzählen. Zu Tode geängstigt und kreidebleich flieht Yuki und hinterlässt einen aufgewühlten Kiyoshi, der vom erbosten Yamato zu mehr Umsicht ermahnt wird und mit Saru Ta-Sa in gegenseitiger Verachtung steht. Mamuro beobachtete die Vorkommnisse, ohne sich besonders einzumischen und überprüft vor allem die Richtung, in die Yuki sich wendet. Yukiko befand sich während der Vorkommnisse auf der Jagd.
Am nächsten Morgen hat sich Yamatos Fieber gebessert.