Ausgewählte Fauna


Weißer Panther - Shiroi hyó (Tier)

Weiße Panther erreichen eine Körperlänge von bis zu 9 Spann (ohne Schwanz) und wiegen etwa 60 Stein. Ihr weiß-graues Fell ist zur Tarnung gefleckt und weist je nach Region stellenweise schwache Färbungen auf. Weiße Panther kommen als Einzelgänger und als Paar vor, selten beobachtet man auch maximal drei Jungtiere. Sie leben in hochgelegenen Regionen des Reiches, auch direkt im Gebirge. Sie ernähren sich hauptsächlich von Sikawild (Rehe & Hirsche) sowie Serau (ziegengroßen Antilopen). Das Verhalten der Panther gegenüber Menschen ist unberechenbar, sie kämpfen jedoch selten bis zum eigenen Tod.

Osuro-Beki-Spinne (Yókai)

Diese Spinnenart kommt in verschiedenen Brauntönen vor und erreicht Körperlängen von ca. einem Schritt (ohne Beine). Einzelne Exemplare werden selten auch größer, Größen bis zu 3 Schritt wurden überliefert. Das Gewicht beträgt bei einem Schritt Länge 70 Stein! Wegen dem schrecken-erregenden Aussehen der Osuro-Beki-Spinne wegen ihrer Widerhaken, Haaren und zahlreichen Augen treten ihr nur mutige Männer (MU-Probe!) entgegen. Zudem sind die Spinnen stark giftig. Daher haben in der Vergangenheit bereits einzelne Osuro-Beki-Spinnen ganze Dörfer in heilloses Chaos gestürzt, indem sie dort eine Massenpanik auslösten. Sie wurden aber von der Armee des Tenno verfolgt und stark dezimiert. Sie bilden mitunter Gemeinschaften höchst unterschiedlicher Anzahl. Die Spinnen kommen in allen Lebensräumen auf Land vor. Sie jagen Säugetiere, indem sie sich reglos stellen, bis diese nahe herankommen. Dann beißen sie blitzschnell zu.

Honshú-Wolf (Tier)

Diese riesenhaften Wölfe unterscheiden sich abgesehen von ihrer Größe von 10 Spann (in Einzel-fällen bis 14) und ihrem Gewicht von etwa 120 Stein nicht von den nördlichen Wölfen. Ihre Rudel sind aber gemeinhin kleiner (4-9 Tiere). Auch sie sichtet man in sehr verschiedenen Farben, von weiß bis schwarz. Ihre Lebensgrundlage sind gemeinhin Hornbüffel, manchmal auch Sikawild. Daher kommen sie im reinen Gebirge nicht vor. Sie sind gelegentlich mit Blutschaum infiziert.

Kappa (Yókai)

Diese bis zu 130 Halbfinger großen grünen Wesen haben den Körperbau eines Froschmenschen mit gefährlichen Krallen, die mit Schwimmhäuten versehen sind. Außerdem besitzen sie eine Art dunkelgrünen weichen Schildkrötenpanzer auf dem Rücken und tragen schwarze, lange Haare bis auf eine kahle Stelle auf dem Kopf, wo sie ihr magisches Wasser transportieren. Diese Haare gleichen bis hin zur Konsistenz dem harmlosen Kappabüschel, einer Wasserpflanze.
Kappa sind Menschen häufig feindselig oder neutral eingestellt, manchmal auch freundlich. Sie beschützen das Gewässer, in dem sie wohnen, und können von Fischern mit bestimmten Gaben (Gurken) oder Ritualen (Namensschalen ins Gewässer werfen) milde gestimmt werden.

Zu Tauchen und Ertrinken siehe: Drachen, Greifen, Schwarzer Lotos

Sacurabuda-Jin (Yókai)

Diese giftige Kreatur entsteht aus der Verbindung eines Oni und eines Tausendfüßers. Er existiert in beliebigen Längen von einem Spann bis zu mehreren dutzend Schritt, wobei man erst ab ca. 2 Schritt Länge von einem echten Sacurabuda-Jin spricht, der dann auch recht wahrscheinlich von einem Oni besessen ist. Die Länge wird für die unten stehenden Werte in Schritt gemessen.

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Was gibt es noch?

Bergspinnen, Hornechsen, Tengu, Oniba, Wolkenraupen, Säbelzahntiger, Irrhalken, Riesenadler, Sphinxen, Schnappfische, Krakenmolche, Kraken, Seeschlangen, chinesische Drachen, Hohe Tengu, Behemoths, (Halb-)Riesen, Mammuts, Höhlenbären, Schneelaurer uvm.

Ausgewählte Flora


Yamayuri / Drachenlilie

Der Sage nach befahl Chantaman nach seinem Kampf mit dem Himmelsdrachen schwer verwundet einer Lilie, ihm Heilung zu spenden. So entstand die Drachenlilie, die äußerliche Verbrennungen und Frostverletzungen durch Auflegen der Blütenblätter mindern und heilen kann.
Wirkung: x = SP einer speziellen Brand-/Frostwunde. Man benötigt zur Versorgung der Wunde x frische Drachenlilienblüten, Verbandszeug & Salbenfett sowie eine Heilkunde-Wunden-Probe erschwert um x: Die Wunde heilt zusätzlich zur normalen Regeneration über Nacht. Bei Misslingen der Probe + 1 LP zur nächtlichen Regeneration, unabhängig von der Zahl der verwendeten Blüten.
Vorkommen: Bevorzugt feuchte und schattige, nicht jedoch sumpfige Standorte (Bach- und Teichränder je -2), Blütenwald + 8, Südliche Weite +7, Herzwald und Wälder des nördlichen und bergigen Hei Seku +6, Bergwälder Säulen der Welt & Drachenberge +4; ein guter Standort birgt 2W6 Pflanzen mit W6 Blüten (in seltenen Fällen bildet eine einzige Pflanze auch bis zu 2W20 Blüten). Ernte von Sonnenmond bis Regenmond.

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Dreiköpfige Drachenlilie

Eine seltene Unterart der Drachenlilie ist jene, deren Stängel sich auf halbem Wege nach oben symmetrisch in drei teilt, die jeweils leicht unterschiedlich gefärbte Blütenköpfe ausbilden. Dieser seltenen Form misst man jedoch besondere Heilkräfte zu.
Wirkung: x = SP einer speziellen Brand-/Frostwunde. Man benötigt zur Versorgung der Wunde x frische Blüten der Dreiköpfigen Drachenlilie, Verbandszeug & Salbenfett sowie eine Heilkunde-Wunden-Probe - 3: Die Wunde heilt zusätzlich zur normalen Regeneration über Nacht. Bei Misslingen der Probe + 2 LP zur nächtlichen Regeneration, unabhängig von der Zahl der verwendeten Blüten. Nektar der Dreiköpfigen Drachenlilie soll als Salbe verwendet kurze Zeit vor großer Hitze schützen.
Vorkommen: Bevorzugt feuchte und schattige, nicht jedoch sumpfige Standorte (Bach- und Teichränder je -2), Blütenwald + 11, Südliche Weite +10, Herzwald und Wälder des nördlichen und bergigen Hei Seku +9, Bergwälder Säulen der Welt & Drachenberge +7; ein guter Standort birgt 2W6 Pflanzen mit 3 Blüten. Ernte von Sonnenmond bis Regenmond.

Mondscheinkraut, auch Schwarzer Nachtschatten genannt

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Ein magisches Kraut ist das Mondscheinkraut, aus dem man ein schreckliches, den Geist umnachtendes Gift herstellt.
Wirkung: Unverarbeitet sind viele Pflanzenteile leicht giftig (Übelkeit, Erbrechen, bei hoher Dosis v.a. für Kinder auch tödlich). Aus 7 frischen Beeren kann man mittels Alchimie+1 oder Kochen+3 eine Portion Mondscheingift (Einnahmegift, Giftstufe 4) herstellen, welches dem Opfer während der Nacht alle Personen in seinem Umkreis als finstere Ungeheuer erscheinen lässt. Das Gift wirkt eine Nacht pro eingenommer Portion. Am Tag dämmert der Vergiftete im Fieber dahin. Jedoch schmeckt das Gift bitter und muss geschmacklich gut übertönt werden - oftmals werden nüchterne Opfer durch den bitteren Geschmack misstrauisch. Mondscheinkraut wird frisch geerntet, mehrmals gekocht und in Milch gelöst oder im Notfall frisch und unverarbeitet auch als Heilmittel gegen Keuchhusten, Skorbut und äußerlich aufgetragen gegen Hautkrankheiten eingesetzt. Getrocknet verliert es seine Wirkung.
Vorkommen: Selten. Nicht zu feuchte und nicht zu trockene, halbverwachsene (Hecken, Waldränder) bis offene Standorte (Ruinen, Straßenränder). In gemäßigten Klimazonen ohne ausgedehnten Frost. In wärmeren Regionen bis 3000 Schritt über dem Meer, sonst nur im Flachland. W6 bis selten 6W6 (typisch sind 2W6) Beeren pro Pflanze. Ernte von Rauschmond bis Heimmond.

Dang-Gui-Pflanze / Engelwurz, Angelika

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Der Sage nach ist die Engelwurz am Tag der Geburt Brogéns entstanden. Noch heute soll die Blüte am Fastentag des Regenmonds geerntet ihre magischste Wirkung entfalten.
Wirkung: Die Dang-Gui-Pflanze gilt als Heilmittel für die Pest, Tollwut, Lykanthropie und als Schutzmittel vor Hexerei. Üblicherweise wird sie frisch gekaut bzw. als Schutzmittel auch getrocknet bei sich getragen. Die Blüten gelten als wirksamste Bestandteile, die Stängel und Blätter sind jedoch nicht wirkungslos. In der Alchimie ist sie Verjüngungsmitteln affin. Eine Anwendung als Tee ist möglich, aber weniger verbreitet und nützlich. Die Wirkung gegen oben genannte schwere Krankheiten ist sehr unsicher und erfordert extrem hohe Kenntnisse in Krankheitsheilkunde.
Vorkommen: Gelegentlich in kalten Klimaten (Tsuyoshi-Provinz, Der Osten, Vergessenes Normora, Gebirge). Die Dang-Gui-Pflanze wächst in feuchten Wiesen und an Ufern. Sie kommt bevorzugt auf nassen, zeitweise überschwemmten, nährstoffreichen Tonböden vor. Sie blüht in ihrer Lebenszeit von 2-4 Sommern nur ein einziges Mal. Ernte von Heimmond bis Schwarzmond (mit geringerer Wirksamkeit ab Rauschmond).

Schuppenbaum

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Dieses urtümliche Gewächs soll der oberste Berggott Ōyamatsumi-sama aus der Urzeit wiedererweckt haben, da er die schöpferische Kraft des Deastash Brogén neidete.
Wirkung: Die halb handtellergroßen Schuppen die der Baum zum Schutz ausbildet sind gleichzeitig alchimistisch wirksam, ähnlich den bis halbschrittlangen Zapfen. Beispielsweise kann die Einnahme einer großen Dosis stark gebrauten Tees aus zerriebenen Schuppen oder Zapfen oder die Balsamierung eine Salbe auf Nussölbasis das äußere menschliche Gewebe verhärten (RS+1 für W3+1 Stunden), was vor allem illegal bei Wettkämpfen (z.B. beim Sumo) eingesetzt wird. In der Schlacht ist die pflanzliche Wirkung wohl zu schwach (Falls RS bereits bei 2+ durch Kleidung, Rüstung, Alchimie oder Magie, ist die Schuppenbaum-Applikation eher vernachlässigbar: RS+0). Schuppenbaum-Schuppen werden in mehreren Alchimika eingesetzt.
Vorkommen: Schuppenbäume wachsen sehr selten in feuchtwarmen Sümpfen an Füßen von Bergen der Massive Hei Sekus, der gebirgigeren Südlichen Inseln und in den nördlichen Teilen der Säulen der Welt und der Drachenberge.


Krankheiten im Reich der Blüten


Folgende Informationen kennen in der hier dargelegten Klarheit nur meisterliche Heiler:

Blutschaum

Etwa eine Woche nach der Verletzung Schmerzen an der Infektionsstelle. Einige Tage Lähmungen, Angst, Verwirrtheit, Aufregung. Danach anomales Verhalten, Halluzinationen, Schlaflosigkeit, Delirium, Unfähigkeit zu Sprechen und zu Schlucken. Blutiger Schaum vor dem Mund. Am Ende der oben erwähnten Zeit Tod oder schwerste Gehirnschäden.
Eventuell verläuft die Krankheit in der „stummen Form“, d.h. es fehlen manchmal mehrere oder die meisten Symptome. Heilung nicht möglich, jedenfalls nicht auf pflanzlicher Basis. Gibt man dem Patienten kleine Portionen Fliegenpilz, kann die Krankheit in Lykanthropie umgewandelt werden. Der Kranke überlebt dann ohne sonstige bleibende Schäden.

Wundfieber

Bei nicht so infektiösen Wunden kann Wundfieber nur ausbrechen, wenn die normale Heilkunde-Wunden-Probe zur Versorgung der Wunden nicht abgelegt wird oder misslungen ist. Es werden geeignetes Verbandszeug und zumindest Wasser benötigt. Bei infektiösen Wunden ist ohne den Einsatz von Schnaps, Schorfsalbe o.Ä. die Heilkunde-Wunden-Probe um 6 Punkte erschwert. Magie hilft nicht zwangsläufig gegen Wundfieber, erniedrigt aber das Infektionsriskio auf ca. die Hälfte. Wird während der Krankheitszeit eine bedeutende Heilung (Magie, Heiltrank) vorgenommen, besteht eine gewisse Chance, dass die Krankheit innerhalb weniger Stunden auf das letzte Stadium übergeht und so weniger Unheil anrichtet.

Zeitrechnung


Norden:
Alle Zeitangaben sind in „vor Gegenwart“ abgefasst, z. B. 250 v. G.; in Bibliotheken wird alle 7 Jahre eine Aktualisierung aller (!) Bücher und Schriftrollen vorgenommen. Daher kann 250 v. G. 3 Jahre vor der nächsten Aktualisierung heißen: 254 v. G.
Zeitliche Orientierungen werden anhand wichtiger Ereignisse vorgenommen, z. B.: 5 Jahre vor dem „Weißen Winter“ oder „Es muss wohl 23 Winter nach dem Fall des Oldenquell-Königreichs gewesen sein, als...“

Süden:
Die Jahreszählung erfolgt wie im Mittelreich nach den Kaisern, vereinzelt auch nach Dynastien. Im Moment befinden wir uns im sechsten Jahr der Shóji-Zeit (32 Hal), das ist sechs Jahre nach jenem Ritual, in dessen Folge der Tote König erweckt wurde. Die vorige Epoche (Hána-Kaiserzeit) dauerte 17 Jahre. Der Hána-Tenno lebt noch, er übertrug einige Monde nach dem missglückten Ritual die Kaiserwürden seinem Sohn.

Norden & Süden:
Jahre werden auch Winter genannt, Monate Monde, Tage Sonnenläufe, Minuten gibt es nicht, Sekunden sind Herzschläge
Ein Jahr wird in 12 Monde je 30 bzw. 31 Tage eingeteilt, wobei diese fünf wichtigen Feste an einem eingeschobenen Tag stattfinden: Neujahr (die Feiertage des Neujahrsfestes sind zwei an der Zahl), Vogelfest, Mittsommer, Erntefest und Mittwinter (diese vier jeweils zwischen 3. Blütentag und 3. Reichstag). Feuerfest und Totenfest sind ebenfalls von gehobener Bedeutung.

Die Monde und Feiertage sind im Einzelnen:
• Weißmond (Januar): 1.1.+Feiertag: Neujahrsfest (2 Tage. Schulfreier Mond)
• Neuermond (Februar): 1.2.: Kerzen-/Geburtsfest (da Geburtsdatum nicht immer registriert wird; Imbolc)
• Nebelmond (März): 1.3.: Wasserfest 15.3.: Große Oldenstädter Handelsschau, 21.3.: Tag- und Nachtgleiche (Vogelfest)
• Saatmond (April): 1.4.: Saatfest
• Erdmond (Mai): 1.5.: Feuerfest (Beltaine im Norden)
• Rauschmond (Juni): 1.6.: Freudenfest, 21.6.: Mittsommerfest
• Sonnenmond (Juli): 1.7.: Vertreibungsfest (Schulfreier Mond)
• Donnermond (August): 1.8.: Kriegerfest (Schulfreier Mond)
• Regenmond (September): 1.9.: Fest der Seefahrer 21.9.: Tag- und Nachtgleiche (Erntefest)
• Heimmond (Oktober): 1.10.: Familienfest (Schulfreier Tag)
• Schwarzmond (November): 1.11.: Totenfest (Samhain im Norden)
• Zaubermond (Dezember): 21.12.: Mittwinterfest (29.12.: Lehrlinge: Abschluss der Prüfungen) 30.12.: Zaubererfest, Ausnahmsweise ein weiterer Fest- statt ein Fastentag

Monatstage (entspricht den irdischen Wochentagen):
1.: Feiertag
2.+9.+16.+23.: Mondtag (Der Großen Mutter gefällig)
3.+10.+17.+24.: Vater-/Muttertag (Dem Sonnengott gefällig/Tag der Großen Mutter)
4.+11.+18.+25.: Feuertag
5.+12.+19.+26.: Wassertag
6.+13.+20.+27.: Gnostag (Norden)/Blütentag (Süden)
7.+14.+21.+28.: Oldtag (Norden)/Reichstag (Süden)
8.+15.+22.+29.: Sonnentag (Tag des Sonnengottes)
30.: Fastentag

Im Allgemeinen wird also nicht geschrieben oder gesagt „am 23. Erdmond“, sondern „am 4. Mondtag des Erdmonds“. Die Sonnentage des Monats sowie Feiertag und Fastentag sind Ruhetage.

Kalender im heutigen Format

Neujahrs- und Zaubererfest:


Um die bösen Geister zu vertreiben und den Schmutz der sich während des ganzen Jahres angesammelt hat, nicht mit in das neue Jahr zu nehmen, führt man am Neujahrstag einen umfassenden Hausputz durch. Danach werden die Häuser und Wohnungen feierlich dekoriert und geschmückt, z. B. mit Blütenschmuck oder Dekorationen aus Kiefern.
Am Zaubererfest wird in den buddhistischen Tempelanlagen ein Glockenspiel gespielt, welches mit genau 108 Schlägen festgesetzt ist. Dadurch sollen alle Lasten und Sünden des letzten Jahres ausgelöscht werden, damit man unbelastet ins neue Jahr gehen kann. Viele gehen auch in den Tempel, um dort zu beten, damit sie diese schlechten Einflüsse des alten Jahres hinter sich lassen dürfen. Dieser Gang zum Tempel wird „Oharai“ genannt. Durch die Schläge sollen die 108 Leidenschaften, welche man im Laufe des alten Jahres ansammelt, vertrieben werden. So soll der Geist des Menschen frei werden und ohne Lasten und Sünden in das neue Jahr hinübergehen. Am ersten Tag des neuen Jahres geht die ganze Familie erneut in einen Tempel. Dort wird um Glück für das neue Jahr gebetet.

Kulinarisches
Man isst verschiedene Gerichte am Neujahrstag, u.a. jene die Osechi genannt werden. Dazu gehören auch die Miso-Suppe mit Mochi (eine Art Reiskuchen) und Gemüse, Thunfisch mit süßem Seetang, Fischpaste, Süßkartoffeln mit Edelkastanie und gesüßte schwarze Bohnen. Die meisten Gerichte sind entweder süß oder sauer, damit sie länger halten. Die meisten Geschäfte haben über Neujahr 1 Woche lang geschlossen, daher muss man im Voraus alles einkaufen und beschaffen.
Viele Gerichte werden um den Neujahrstag verboten und man darf sie an diesen Festtagen nicht speisen. In den ersten 3 Tagen im Neujahr ist es verboten, den Herd zu benutzen, um etwas zu kochen, ausgenommen das Kochen der Zoni-Suppe. Man darf kein Feuer machen, da sonst die Erd-Kami erzürnt werden.
Am Zaubererfest wird oft „toschi-koshi-soba“ gegessen, wörtlich übersetzt bedeutet es „jahresüberquerende Nudeln“. Das Gericht wird mit Symbolen, wie langes Leben, Gesundheit und Energie für das neue Jahr verbunden.
Auch, die zu den Osechi gehörenden Gerichte, haben in Bezug auf das Neujahr, ihre spezielle Bedeutung. Beispiele sind:
-Daidai, eine Bitterorange. Übersetzt bedeutet es auch, „Von Generation zu Generation“ und es symbolisiert den Wunsch nach Kindern im Neujahr.
-Kamaboko, Scheiben aus zubereiteter Fischpaste. Die Tradition besagt, dass man rote und weiße Kamaboko-Scheiben benutzen soll und diese abwechselnd und einem bestimmten Muster folgend reihen soll. Die Form und die Farbe erinnern an die aufgehende Sonne, was eine festliche Bedeutung hat.
-Kuro-mame sind schwarze Sojabohnen. Das Wort Mame ist doppeldeutig mit „Gesundheit“. Diese Mahlzeit wird gespeist, da man den Wunsch nach Gesundheit im Neuen Jahr hat.
Viele andere Gerichte symbolisieren andere Wünsche, wie Glück etc. und werden mit bestimmten Vorstellungen und Erwartungen des Neuen Jahres assoziiert.

Geschenke für die Kinder
Im Neujahr ist es Brauch, den Kindern kleine (innerhalb der Familie auch größere) Geschenke zu geben.

Weitere Bräuche
Adlige und reiche Familien und/oder die Obrigkeit verteilen Reiskuchen, verpackt in kleine Beutel, mancherorts zusammen mit einer Mandarine an andere Menschen, auf dass jeder Glück im neuen Jahr haben soll. Allgemein wird Reiskuchen gegessen. Das soll Glück bringen.
Ebenso wichtig und verbunden mit dem Neujahr, ist Poesie. Die Gedichtform Haiku, ist eine spezielle Kurzform, (Neujahrs-)Gedichte zu schreiben (häufig genau 3 Zeilen).

Der erste Tempelgang bzw. Schreinbesuch im Neuen Jahr
Je nach Religion, besucht man im Neuen Jahr einen Tempel oder einen Schrein. Man macht sich hübsch, falls vorhanden trägt man Festtagskleidung und sucht zusammen mit der Familie und Freunden den Tempel bzw. Schrein auf. Bei Schreinen, sucht man sich traditionell den aus, der in der Richtung des eigenen Haus gerichtet liegt. Dadurch wird man dem Glauben nach Glück im neuen Jahr haben. Die Tempel- und Schreinbesuche werden gemacht, um dafür zu beten, im neuen Jahr eine reiche Ernte zu haben und um die Sicherheit der eigenen Familie und des eigenen Heims zu gewährleisten.

Kerzenfest:


Sinn: Unterschiedlich interpretiert: Man will z.B. das Licht des nächsten Frühlings/Sommers herbeirufen, oder Lebenskraft (Chi) für das nächste Lebensjahr stärken
Fast überall: Alle (z.B. im Haus) verfügbaren Lichtquellen werden für eine bestimmte (von Ort zu Ort unterschiedliche) Zeit entzündet, dazu so viele Festkerzen (oder, je nach Ort, Räucherstäbe) wie man es sich leisten kann oder will.
Regional: Ebenso ist es üblich, sich gegenseitig kleine Geschenke zu machen und/oder sich (gegenseitig) Wünsche oder Vorsätze fürs weitere Lebensjahr zu geben, spezielle Lebensmittel zu verzehren (Milch und süße Reisfladen), nach Omen Ausschau zu halten, oder Freudenfeuer zu entzünden. Mancherorts stellt man den laomachan her, ein magisches Reisgebäck, dass vor den Leuten aus der Anderswelt schützt und mit dem man Prophezeiungen machen kann. Andernorts bastelt man Reisstrohfiguren, die als Heils- und Schutzzeichen gelten und (auch noch nach dem Fest) bei verschiedenen Ritualen verwendet werden. Mancherorts werden mehrere oder alle diese Traditionen vermischt.

Religion


Es soll neun Welten geben.
Kuni - Unsere Welt
Yomi - Die Unterwelt. Dort leben die gefallenen Kami für eine Zeit, um für Verfehlungen zu büßen. Heutzutage jedoch werden sie dort zu Oni und nicht mehr freigelassen, sondern müssen ausbrechen, falls sie können. Es kommen nur Verstorbene nach Yomi, die ihre Existenz nicht loslassen wollen (aber Kuni loslassen, sonst werden sie zu Geistern). Damit verweigern sie sich dem Kreislauf, was aber nicht schlecht sein muss - Denn als verehrte Ahnen können sie ihre Nachfahren von Yomi aus leiten. Noch weniger Sterbliche steigen stattdessen in die Himmel auf.
Takamagahara - Die Ebene der Hohen Himmel. Hier leben die Kami der Himmel (Amatsukami) und hier wird die Himmlische Hierarchie mittels der Himmlischen Bürokratie verwaltet. Die Brücke Ama-no uki-hashi (Schwebende Himmels-Brücke) führt von Kuni aus in die Himmel.
Nayug - Die Reich-Der-Blüten-Version einer Feenwelt. Hier leben fremdartige Kreaturen, Feen und Kooni (japanische Kobolde). Die Zeit und die Weltengesetze (Farbe des Himmels, Jahreszeiten) sind hier anders als auf Kuni.
Geisterwelt - Die Ahnen und andere Geisterwesen leben hier. Von manchen Scholaren zu Yomi hinzugerechnet.
Das Nichts/Die Leere - Hier soll nichts existieren, auch nicht der Tod, weshalb man in dieser Welt offenbar nicht atmen muss und nicht altert. Ewige Dunkelheit, sonst nichts.
Zwischenwelt - Die Zwischenwelt besteht im Wesentlichen aus Räumen, Gängen und Türen. Ihre Gestalt soll Orten und Welten gleichen, denen man innerhalb der Zwischenwelt nahe ist. Dennoch sollen manche Türen der Zwischenwelt große Entfernungen überwinden. Es gibt einige magische Geflechte und Rituale, die mit oder über die Zwischenwelt interagieren (Porta Aeria, Geflecht der verschwundenen Dinge, Bücherraumrituale, Artefaktaustauschnetzwerk, Verständigungsrunen, Pforte/Tor in die Zwischenwelt).

Die Alten Götter waren schon seit Anbeginn der Zeiten da, doch viele sind fortgegangen (Redensart: "Bis/Wenn die Alten Götter wiederkehren." in der Bedeutung von "Ewig/Nie"). Die Große Mutter und der Dunkle Gott sind jene, die noch über diese Welt wachen. Ansonsten wurden die Geschicke der Welt in die Hände der Deastash übergeben, parallel entstanden die Himmel und die Kami (Jüngeren Götter).
Allgemein verehren alle Schulen außer der Konnichama den Alten Gott, die Große Mutter (Amaterasu = Am Himmel Scheinende, Amaterasu-ō-mi-kami = Große erlauchte am Himmel Scheinende Göttin) als übergeordneten Kami. Alternativ wird sie mit Haha Naru Daishi (Große Mutter) oder auch Daigama (Großer Geist) bezeichnet. Die meisten Mönchsschulen lehren, dass es insgesamt acht Millionen Kami gäbe, die in der himmlischen Hierarchie unterschiedlich wichtige Aufgaben erfüllen. Acht Millionen ist aber auch die sprichwörtliche Zahl, die Unendlichkeit ausdrückt - daher ist die wahre Zahl der Kami eventuell unbegrenzt oder einfach unbekannt. Es werden jedenfalls längst nicht alle mit Tempeln, Schreinen oder Gebeten verehrt, die Namen vieler Kami kennt wahrscheinlich kein lebender Mensch.
Der Dunkle Gott ist nach einer Minderzahl von Autoren deckungsgleich mit Yamá, dem Herrn der Unterwelt, auch genannt Emma-o. Yamá befehligt wiederum nach manchen Schriften die Oni. Yókai sind Monster, die aus von Oni besessenen Lebewesen oder Dingen auf Kuni entstehen.

Jò Sho Ryú-ha (Schule der Gefühle)


Diese Schule widmet sich reinen menschlichen Emotionen. Die Art der Haartracht zeigt an, welchem Gefühl sich ein Mitglied der Schule verpflichtet fühlt. Hierbei wird assoziiert:
Kinnbart – Interesse & Stolz, Langes Haupthaar – Trauer & Verzweiflung, Kein Haupthaar – Wut & Ärger, Lippenbart – Freude & Freundschaft, Koteletten – Liebe
Kami: Mamoto der Launische, Darstellung: Mensch mit fünf Köpfen: Kranich, Bär, Tiger, Affe, Hirsch
Verbreitung: Gering-Mittel

Konnichama Ryú-ha (Sonnenschule)


Unter anderem wirkt diese Schule hin auf eine Einschränkung der Macht der Kami. Einzig Wahrer Gott sei der angeblich Alte Gott der Sonne. Steht dem Haus Daichi nahe, wiewohl fast überall die Position der Schule zu den Kami mit großer Skepsis betrachtet wird.
Verbreitung: Gering, Einfluss: Gering-Mittel

Deasutashi Ryú-ha


Diese Schule fördert das Studium der Zauberei und des Wissens der Deastash und der Alten Götter.
Kami: Isuryu die Weise, Darstellung: Kranich
Verbreitung: Gering-Mittel

Shichi Fukujin Ryú-ha (Schule der Glücksgötter)


Diese weit verbreitete Schule bietet den Anhängern Glück in allen Lebenslagen.
Kami:
Daikoku (Mann mit dicken Ohrläppchen und Hammer, Landwirtschaft + Küche)
Ebisu (Bärtiger mit Angelrute, Fischerei)

Ebisu Statue in der Nähe des großen Tempels des Ebisu:
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Benten (Holde junge Frau mit Laute, Künste)
Bishamon (Gerüsteter Mann mit Speer, Krieg)
Darstellung Bishamons:
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Fukurokuju (Mann mit hoher Stirn und Schriftrollen-Stock, Begleiter: Schildkröte, Langes Leben)
Einigen Überlieferungen zufolge soll Fukurokuju einst als sterbliche Inkarnation des Tao-Gottes Xuanwu in Gestalt eines Sennin auf Erden gelebt haben. Sennin sind Heilige Männer oder Philosophen, die der Legende nach aufgrund des Grades ihrer Erleuchtung keine Nahrung benötigen.

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Jurójin (Lächelnder Mann mit Schriftrollen-Stock, Begleiter: Kranich, Weisheit)
Hotei (Dickbäuchiger, lachender Mönch, Seligkeit)
Verbreitung: (Je nach Gottheit) Sehr Groß oder Groß

Hachiman


In der verbreitetsten Auslegung gott-gewordener Tennó. Er wurde früher häufig als der in die Himmel aufgestiegene Amiru-Tennó identifiziert. Nachdem Amiru als "Toter Daimyo" wiederauferstand, deuten die Mönche und Priester des Hachiman ihren Gott nun abweichend als Amirus gott-gewordenen Nachfolger Kaiser Ojin. Manche Tempel änderten die Lehrmeinung dahingehend, Hachiman sei der Gott der über unseren jeweiligen geliebten Kaiser wacht, aber er sei nie Sterblicher gewesen. Hachimans große Tempel werden vom Kaiserhaus unterstützt und Hachimans Priesterschaft der größeren Tempel tendiert ihrerseits zu Treue gegenüber dem Kaiserhaus. In mittelgroßen und kleineren Tempeln steht eher Treue zur lokalen Obrigkeit im Vordergrund. Hachiman-sama wird auch als Gott der Bogenkunst und Kriegskunst bezeichnet, gilt dabei aber als Lehr-Gott von Bushi und Samurai. Im Gegensatz zu anderen Göttern in den Sagen schritt Hachiman selten persönlich in Konflikte ein, sondern tendentiell indirekt per Ratschlag oder Unterweisung.
Verbreitung: Mittel-Groß
Darstellung Hachimans:
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Tsukuyomi no mikoto


Tsukuyomi ("Mondnacht", "Zeitenzähler") ist Bruder von Amaterasu und Susanoo no mikoto. Er ist der Herr der Nacht in der Himmlischen Hierarchie, ihm unterstehen zahlreiche Kami nächtlicher Aspekte. Nicht nur heimliche Berufe wie Ninja und Nachtwächter beten zu ihm, auch Menschen, die sich Beistand gegen die Gefahren der Nacht wünschen. Tsukuyomi hält sich in der Geschichtsschreibung aber fast immer im Hintergrund, man liest gemeinhin wenig über ihn. Er hat wenig alleinig ihn anbetende Priester, meist beten Mönchsorden geringere nächtliche Kami an und Tsukuyomi als obersten Herren parallel.
Verbreitung: Mittel

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Kangiten


Elefantengottheit (offiziell der Weisheit und des Segens)
De facto Gottheit der Schauspieler, Glücksspieler und Geishas, des Pflanzenöls und des Sake sowie deren Händler
Verbreitung: Mittel-Groß

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Kami Ashami


Der Gott Ashami ist der Wächter der Kirschbäume und Spender der Pracht der Kirschblüten im Frühling. Es passiert an seltenen Stellen der Welt, dass manche Kirschen die zehnfache Größe oder mehr erreichen. Dann sagt man, dort läge einer der Wohnsitze Ashamis und errichtet oft einen Schrein, ihn dort zu ehren. Obwohl Frühlingsgott, ist er von jähzornigem, für Sterbliche gar lebensgefährlichem Gemüt, Folge oder aber Ursache dessen, dass ihm nur wenige Mönche folgen. Am Platz des Kirschbaumes in Enringami hielt sich Ashami zum Glück bisher mit seinem Unmut zurück.
Verbreitung: Gering

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Sarutahiko-Ókami, Sarutahiko-Daimyojin


In manchen Überlieferungen ist er einer der Obersten Kami von Kuni, unserer Welt (Kuni = Diesseitige Welt). Sarutahiko-sama ist der Gott des Willens, der Stärke, der die Menschen beratenden Weisung und der Reisenden. Er soll einerseits die Brücke in die Himmel bewachen und andererseits stetig die Lande von Kuni bereisen, in Gestalt eines großgewachsenen, weißgewandeten älteren Mannes mit Bart, langer Nase, juwelenbesetzten Naginata und Schwert. (Es besteht eine gewisse Ähnlichkeit zu Gandalf)
Er soll den menschlichen Geschicken nahe stehen, ohne sich jedoch immer und gänzlich mit ihnen gemein zu machen.
Verbreitung: Gering

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Omomote-Ókami, Omomote-Sama


Gott der Schwachen, Traurigen und vor allem nicht gänzlich von der Gesellschaft Akzeptierten, welcher ihnen Trost und Beistand spendet. Er soll nahe stehen den Oni-Berührten, den Eta (Ausgestoßenen), Krüppeln und den weniger beliebten oder stark bejagten Tieren und Nicht-Menschen.
Verbreitung: Gering

Kitsune


Als Vertraute der Gottheit Inari (selbst mitunter als Fuchs dargestellt) gelten Kitsune als Glücksbringer, doch haben sie in Märchen und Legenden oft auch andere Seiten.
Zahlreiche Sagen stellen Kitsune als Wesen mit der Gabe dar, menschliche Gestalt anzunehmen.
Sie können Fruchtbarkeit aber auch großes Unheil bringen. Sie können praktisch jede Gestalt annehmen, wobei die einer menschlichen Frau die beliebteste ist. Zudem können sie Illusionen erzeugen und angeblich sogar fliegen oder von Menschen Besitz ergreifen. Dabei ist zu beachten, dass die Macht der Kitsune mit zunehmendem Alter und der Anzahl ihrer Schwänze (maximal neun) zunimmt.
Den Kitsune werden nur sehr selten Tempel gebaut, manchmal gibt es einen Schrein oder geschmückten Ort, an dem sie besänftigt werden sollen. Öfter existieren örtliche Sagen oder (Aber-)Glauben über sie: Z.B. man soll nicht den Heiligen Hain der Kitsune betreten oder eine Katze als Haustier besitzen welche die Kitsune abwehren kann, da Katzen ebenfalls magische Fähigkeiten zugesprochen werden (Katzen werden nicht selten als Tempelwachtiere gegen ungünstige Mächte eingesetzt; es gibt allerdings auch Katzen-Yókai).
Verbreitung: Mittel

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Seishoku Ryoku Ryú-ha (Schule der Fruchtbarkeit)


Diese Schule behandelt einen wichtigen Aspekt der Großen Mutter: Fruchtbarkeit für Mensch, Tier und Pflanze.
Kami: Inari (Darstellung: Alter Mann oder Frau, begleitet von zwei Füchsen, Hirsch)
Verbreitung: Groß

Susanoo No Mikoto


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Susanoo, der Große Sturm-Gott, Bruder von Amaterasu und Tsukuyomi, ist Oberster Herr über Meer und Wetter und gilt als launisch und streitbar.
Wind, Meer, Streiche/Scherze
Namen: Susanoo No Mikoto, Susanoo-Wo (Häufige Darstellung: Mann mit breiten Backen, der bläst)
Verbreitung: Mittel-Groß

Sai Go Ryú-ha (Schule des Todes)


Organisiert die Geister der Toten & die Unterwelt. In der Geschichte und an wenigen Schauplätzen rezent wird diese Schule des Anbiederns mit Bösen Kräften bezichtigt. Vielerorts mit leicht schauderndem Respekt oder ängstlicher Ignoranz bedacht.
Kami: Emma-o (Darstellung: Knochendrache)
Verbreitung: Mittel

Sennin


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Sennin sind Unsterbliche, die in den Bergen wohnen und gelegentlich durch die Land ziehen - eine Art Eremiten. Sie sollen eine gewisse Anzahl übersinnlicher Fähigkeiten beherrschen, wie das Fliegen und das Verwandeln in Tiere. Aber nicht jeder Sennin beherrscht die gleichen Fähigkeiten. Manche halten Sennin für Zauberer der höchsten Grade, andere für Auserwählte der Himmel. Sie erscheinen manchmal Sterblichen in Träumen. Es soll Priestern zufolge genau 500 Sennin geben. Aber nur ein paar von ihnen sind bekannt und ihre Darstellungen verbreitet. Einige Sennin sind definitiv weiblich.

Seiobo wird auch "Königliche Mutter des Nordens" genannt. Sie soll in den Säulen der Welt leben und einen Pflaumenbaumgarten pflegen, der nur alle 3000 Jahre einmal blüht. Der Genuss einer einzigen Pflaume aus ihrem Garten gewährt ewiges Leben.
Tobosaku stahl nicht eine, sonder gleich drei Pflaumen aus Seiobos Garten. So wurde er unsterblich. Er wird dargestellt als glücklicher alter Mann mit breitem Grinsen und einer Pflaume in der Hand.
Gama-Sennin ist ein gutmütiger Weiser mit großem magischen und alchemistischem Wissen über Pflanzen, Pillen, Tees und Heilkunst. Er wird stets von einer Schildkröte begleitet (nicht selten als dreibeinig dargestellt) und kann sich selbst in eine solche verwandeln. Er kann sich außerdem der Sage nach als jüngere Version seiner selbst "verkleiden".
Chokaro bereiste der Sage nach die Welt für lange Zeit und bis zu ihren Rändern. Er besitzt einen magischen Kürbis. Wenn er diesen anhaucht, steigt aus dem Kürbis ein Ross. Chokaro wird quasi immer mit Kürbis dargestellt, aus dem sein Pferd steigt.

Sekten


Berüchtigt sind die Sekte Yamás, die Sekte Larukadoru sowie die Zorakobura-"Ryú-ha"

Bedeutende Schriften im Reich der Blüten


Grausames Buch des Moss
Dieses schreckliche Werk wurde vom Hexenmeister Megumi Moss bereits unter eben diesem Titel geschrieben, welcher oberster Magier von Shin Pen war. Es ist heute noch bekannt, weil neben der detaillierten Beschreibungen von schrecklichen Experimenten an Menschen und anderen Wesen dort auch einige Zauberkunst des Moss niedergelegt wurde. Das Original soll in Menschenhaut gebunden gewesen sein, die Kopien sind extrem überformatige Folianten von 200 Seiten, oft gebunden im Leder magischer Geschöpfe, mit detaillierten Abbildungen. Da es jedoch allgemein sehr schwierig ist, Geflechte nicht nur - meist halb intuitiv - anwenden oder lehren zu können, sondern sie tatsächlich schriftlich niederzulegen, ist das Werk auch heute noch in Gebrauch. Auch manche furchtlosen Heiler versuchen, aus den Experiment-Beschreibungen Heilmethoden zu rekonstruieren. Es heißt jedoch, dass die Lektüre aufgrund der beschriebenen Grausamkeiten den Geist angreifen kann.
Wert: 9-11 Alraunenstücke, je nach Qualität (seltenere hastige Abschriften weniger), Voraussetzungen: MU 13, Alte Sprachen 8
Das Studium bringt je 1 Steigerungspunkt auf Heilkunde Wunden, Heilk. Gift, Alte Sprachen, Fesseln/Entfesseln sowie 4 Steigerungspunkte (max. 2 je Geflecht) zur Verteilung auf enthaltene, dem Magier bereits zuvor bekannte (aktivierte) Geflechte.
Enthält Was auch immer (17), Exc. Lupis (13), Anima Lapidis (13), alle Geister-Geflechte auf (7-13), Schwarze-Waffen-Geflechte auf (5-9), alle bisher aufgeführten Oschto-Thor-Geflechte außer {Excitatios, Forma Bestiae, und Sprenggeflechte} auf (0), allerdings sind sie ab Hexenmeister oder höher nur aufwändig rekonstruierbar, sowie je SC ein rekonstruierbares neu zu erfindendes OT-Geflecht.
Enthält nur wenige konstruierbare Runen: Manthova Hz, W, V, T

Die Natur Oder Die Kraft Der Kami
Angeblich soll die Urfassung dieses Werks über die Verbindung von Runenmagie zu Natur und Kami in graue Vorzeit zurückreichen, genauer auf einen Gelehrten mit dem Namen "Berater Tsaifu". Es wurde seitdem jedoch unzählige Male überarbeitet. In vielen Ausgaben verbleiben jedoch Kapitel in Hochsprache oder sogar älteren Sprachen. Heute erhältliche Abschriften bestehen meist aus 423-476 Seiten ungebundener Folio-Pergamente, die in einem mit Magie gehärteten Einband aus Blattwerk oder aber verziertem Kästchen aus edlem Holz aufbewahrt werden. Wert: 6-8 Alraunenstücke (besondere Ausgaben mehr). Voraussetzungen: KL 13, Alte Sprachen 8, Geschichtswissen 5.
Das Studium ergibt je 2 Steigerungspunkte auf Geschichtswissen & Götter und Kulte & Magiekunde sowie 1 auf Alte Sprachen.
Erst ein weitgehendes Studium (50% Studierzeit) offenbart das Potential einer vorliegenden Abschrift. Enthält je nach Abschrift - jeweils separat zu ermitteln für jede Runenart - mit 95% Wahrscheinlichkeit Forma Bestia I (2W6), falls FB I vorhanden zu 90% Forma Bestia II (W6+2), falls FB II vorhanden zu 75% Forma Bestia III (W6-1); 85% Forma Bestia Fluch I (2W6-4), falls FBF I vorhanden zu 80% Forma Bestia Fluch III (W6-1), fallls FBF II vorhanden zu 80% Forma Bestia Fluch III (W3-1), immer enthalten Reg. v. Lebewesen (0), Innere Wärme (0), jeweils 80%-Chance für jedes Excitatio-Geflecht mit Ausnahme von Heuschrecken und Fliegen; Lupis ist immer enthalten (je W6+1), jew. 90% Chance auf alle Aterran-Hexer-Geflechte (je W6), immer enthalten Beschw. v. Wasser (W6), Beschw. v. Wasser d. Gr. Mutter (2W6). Ermöglicht die Rekonstruktion aller Nicht-Oschto-Thor-Beschwörungsgeflechte und der meisten (nochmal gleicher Wurf) Geflechte, die aufgrund einer verwürfelten Chance nicht klar genug beschrieben waren um sie durch das "Grundstudium" des Werkes zu erlangen, sowie eines je SC-Studiums völlig neuen Geflechts.
Konstruierbare Runen: Enthält von allen Runenarten oft die quasi komplette höchste Runenstufe: Je Runensorte (Hz, R, W, ...) und Runenart 5%-Chance dass die Sorte nicht enthalten ist. Larkador- (fast immer) und Oschto-Thor-Runen (oft) wurden bei Überarbeitungen herausgekürzt. Unbewiesenen Gerüchten zufolge enthält dieses alte Werk Hinweise zur Rekonstruktion von Ablach-Dor-Runen.

Samurai-Do Magicae
Katsumi Azatura Enyoshi starb genau 80 Jahre vor der Inthronisierung von Shóji. Er galt als strenger Verfechter des "Weges des Samurai für Magier", indem er Emotionsunterdrückung, Strenge und Disziplin sowie das Beachten des Samurai-Kodex für den Magier als den besten Weg propagierte. Eine Zeit lang folgten ihm zahlreiche Anhänger, während heute immerhin noch eine Handvoll Magier und Nichtmagier seinen philosophischen Lehren folgen. In Zauberei und Lehre konzentrierte sich Azatura auf die magische Verteidigung, da "nichts Autorität, Gleichmut und innere Ruhe mehr [...]" untergrabe als "[...] die schädliche Magie unserer Feinde nicht niederschmettern [zu] können". Er hinterließ einen Quartband von 386 Seiten, der mit Schnur geheftet auf dünne Wachsplatten kopiert wurde, eine Technik der Druckerei von Inaru, wo sich bis jetzt auch das weitaus kunstvollere Original befindet. Azatura unterstützte eine Initiative, die Larkador legalisieren sollte, da er die Ansicht vertrat, diese Runenart gehöre zum Kreislauf der Welt und zur Trinität des Shinzo hinzu und werde irrtümlicherweise abgelehnt. Daher webte er in seinen Band Möglichkeiten zum Studium von Larkador-Runen. Die Initiative hatte keinen Erfolg, und das Studium dieser Runen wurde sogar durch strengere Gesetze, die bis heute gelten, eindeutig verboten, aber nie aus seinem Werk entfernt.
Voraussetzungen: MU 12, KL 12. Wert: 2 Alraunenstücke und 15 Adlertaler, Handabschriften mit Anmerkungen berühmter Meister dieser Schule bis 15 Alraunenstücke. Enthält die Sprenggeflechte sämtlicher Runenarten inkl. Larkador gegen alle Runenarten (0), dazu Clipeus Magicus (0) und ermöglicht die Rekonstruktion des Spiegelnden Geflechtes. Das Studium verbessert die Qualität (ZfP*) von gelungenen Sprenggeflechten des studierenden Magiers für immer um 1. Dies kommt jeweils erst nach gelungener Probe zur Anwendung.
Konstruierbare Runen: Anách Hz, R, W, K, V, Sz, M; Velas Hz, R, W, K, Sz, D, M; Negéi Hz, R, K, V, Sz, M; Mân R, W, K, Sz, D, M; Korákh'ách Negéi Tavô R, K, V, Sz, M; Amovât W, K, Sz, D, M

Die Kunst des Friedens
Amokami Koroashi und seine Schüler lebten etwa 380 Jahre vor Gegenwart, zu einer Zeit als das Reich unter der Herrschaft Minami Machis kurzzeitig abtrünnig war unter dem Einfluss des Sihedron-Kultes. Meister Amokami bildete dabei eine Gegenbewegung gegen das in Teilen blutige Abtrünnigenregime mit Amokamis politischer Meinung, dass jedwede Gewalt das Ungleichgewicht in der Welt vergrößeren würde, egal gegen wen oder was die Gewalt gewendet würde. Ironischerweise wurde der abtrünnige Sihedron-Kult ebenso unbarmherzig vom Kaiserhaus niedergeschlagen, wie er selbst regiert hatte. Meister Amokami wurde, obwohl er sich deutlich gegen Minami Machi wandte, wegen Hochverrats von Kaiserlichen hingerichtet, da er das Volk dazu verführt habe, sich nicht gegen die Abtrünnigen aufzulehnen. Viele weiße Magier und Gelehrte kopierten und bewahrten jedoch seine Schriften, die bis heute in vielen Iin-Thor-Kreisen als prestigeträchtiger Anblick gelten. Wie das Original, bestehen die meisten Abschriften jedoch unpraktischerweise aus 303 Schriftrollen. (Entspricht vom Studienaufwand her einem Folianten von 600 Seiten). Sprache ist relativ modern (Sprache des Reiches, aber wegen altertümlicher Ausdrucksweise benötigt man Lesen/Schreiben-TaW 6).Wert: knapp über 2 Alraunenstücke bis 3 Alraunenstücke für illustrierte Abschriften. Voraussetzung: KL 12, Lesen/Schreiben 6. Enthält Pax et quies (16), Das Geflecht der Heilung (14), Medicamen Veneni (11), Resistentia Morborum (8), Oculorum Aciem Praestinge (7), Emolumentum (5), Animum Latere (5), Clipeus Magicus (5), Fons Salutaris (0), Lux Diei (0), Iin-Thor-Forma Bestiae I-III (0), Sprenggeflechte gegen IT, OT & LD (0), Das Geflecht des Verschwimmens(0) und rekonstruierbar: Iin-Thor-Flüche I-III, Das Geflecht der Schwachen Massenheilung, sowie ein völlig neues Geflecht. Das komplette Studium führt zudem zu je einem Steigerungs-(nicht Talent)punkt auf alle Heilkundetalente sowie auf Alchimie und Staatskunst.
Konstruierbare Runen: Iathein Hz, R, W, K, V, Sz, D, M; Iathas Hz, K, V, Sz, D, M; Iavîras Hz, K, Sz, D; Mêris R, W, K, V, Sz, D, M; Obmêris R, W, K, V, Sz, D, M; Obdomân

Foliant der Fünf-Elemente-Schriften des Xu-Fu
Xu Fu war ein alter Zaubermeister, der der Legende nach 255 Jahre vor der Zeit des Amiru-Tennó - aber Jahrhunderte nach dem Fortgang der Deastash - in den zersplitterten Reichen geboren wurde. Er tat einen Beitrag zur Entwicklung der heutigen Runenarten aus der alten Deastash-Magie, indem er die Kraft der fünf Elemente bei der Trennung der Runenarten miteinbezog, um sie für Menschen besser nutzbar zu machen. Zu seiner Zeit waren die sieben heute bekannten Runenarten allerdings schon relativ weit entwickelt. Einige Versuche Xu-Fus , zum Beispiel Holz, Feuer und Erde des Aterran zu trennen und dafür die Flexibilität der abgeleiteten Geflechte zu erhöhen, schlugen nach Ansicht heutiger Magiehistoriker fehl. Der Foliant enthält - kaum zählbar oft überarbeitet - Erkenntnisse aus Schriftrollen Meister Xu-Fus, die bereits lange verloren sind. Überformatiger Foliant von 700 Seiten. Wert: ca. 5 Alraunenstücke (7+ bei Exemplaren mit übermäßig wertvollem Einband). Voraussetzungen: KL 14 oder KL 12 & IN 14, sowie Hochsprache 4-5 & Magiekunde 10.
Enthält nach für ein Lehrlingsgeflecht 70 h und 2xMagiekunde-Probe+4, Gesellengeflechte 105 h und 3xMagiekunde-Probe+4 usf. Studium die Geflechte Plaga Venti (12), Sphaera Ignea (14), Sphaera Aquae (11) und Magna Sphaera Ignea (9), alle Excitatios und Beschwörungen außer des Oschto-Thor mit Ausnahme der Kröten (5-13), Lebendige Mauer (7) und Verdichtete Luft (7), enthält Andeutungen zum Geflecht des Wassers, Geflecht des Schwebens und Lux Diei sowie je einem völlig neuem Geflecht pro studierendem SC. Nach tiefgehendem (nach DSA3-Regel-Studienzeit des Gesamtwerkes, wobei die oben geleisteten Stunden abgezogen werden, sowie erschwerten Magiekunde-Proben) Studium sind alle CH-Proben im Rahmen von elementaren Beschwörungen um je 1 erleichtert.
Konstruierbare Runen: Kizara Hz, R; Kizantara Hz, R; Kaizen Hz; Velas Hz, R; Mân Hz, R; Amovât Hz; Amakkalar Hz, R; Etrâdere Hz, R; Etrâdekar Hz

Mach'pain – Dai-Ron Grundlagenwerk (als Beispiel für alle regeltechnisch gleichen, aber sonst sehr verschiedenen Grundlagenwerke)
Format und Aussehen: Quarto, 255 Seiten; das Buch ist gänzlich in von Warzen übersäte Krötenhaut gebunden, wobei der Umschlag des Einbands sichtbar aus verschiedenfarbigen Häuten zusammengeflickt wurde. Das Material liefert in Enringami der Oschto-Tor-Flügel.
Auf dem Buchrücken sowie auf der Vorderseite sind vergoldete Metallrunen aufgebracht, die den Titel in Dai-Ron-Runensprache wiedergeben: „Mach pain“, was heißt: "Sammlung der Kälte" oder "Eisiges Buch"
Um das Gewicht zu erniedrigen, sind die Seiten dieser neu aufgelegten Reiseanfertigung aus Papier und nicht aus echtem Pergament oder Delphinhaut, der Einband ist aus leichtem Leder vom Pferd. Die drei Buchbänder sind hingegen aus echtem Delphinleder.
Geschrieben wurde mit dunkelblauer Tinte; die Illuminationen gleicher Farbe ähneln Wellen oder Kristallstrukturen, Illustrationen fehlen gänzlich.
Inhalt: Das Grundlagenwerk des Dai-Ron. Im ersten Kapitel „Vorzeichen“ wird die mythologische Grundlage der Zauberei im allgemeinen und Dai-Ron-Magie im Besonderen, sowie die elementaren Kräfte des Wassers, Eises, Nebels und der Zeit und deren Beziehungen und Sympathetik kurz angerissen, weiterhin allgemeine Regeln und Methoden zur Kon-zentration und Meditation, speziell auf die besondere Kraft Dai-Rons zugeschnitten.
Das zweite Kapitel „Geschichte“ erläutert eben diese, jedoch nicht im Mindesten allgemeine Historie, sondern nur die der Zauberschule zu Enringami und berühmter Persönlichkeiten, die die Dai-Ron-Runenmagie anwandten - im Kapitelanhang findet sich eine Beschreibung noch lebender Dai-Ron-Meister - und selbst diese wurde streng gekürzt.
Der Inhalt des dritten, des größten, Kapitels „Runen“ dürfte ebenfalls klar sein: Dies ist einzig und allein der Buchteil, aus dem Runen erlernt und wiedererlernt werden. Hier jedoch wird die Dai-Ron-Runenschrift so komplex und ineinander verzahnt, dass heute nicht wenige Geheimnisse dieses Kapitels noch verhüllt sind und ein einfaches Abschreiben unmöglich wird: Es müssen spezielle magische Kopiermethoden angewandt werden.
Desweiteren enthält dieses Kapitel Lehrstoff zum methodischen Runenverständnis (Analysis).
Das vierte Kapitel „Netze“ beschreibt ein paar einfache Geflechte genauer und umreißt grob die Wirkung vieler schwieriger zu meisternde. Die Stärke des Kapitels liegt aber hauptsächlich auf der grundsätzlichen Methodik des Geflechtewebens, die hier näher erläutert wird, leider mit vielen Verweisen auf andere Werke oder private Lehrmeister.
Das fünfte Kapitel „Conclusia“ rundet das Werk ab und enthält Inhaltsverzeichnis, Index, Quellenangaben (sehr dürftig) sowie zuletzt eine Verweisliste mit einer kurzen Beschreibung wichtiger Zauberbücher und eine umfangreiche Liste von Autoren, die in jüngerer Zeit (reicht etwa 200 Jahre zurück) an der ständigen Überarbeitung des Werkes mitgewirkt haben.
Auflage: Insgesamt dürften etwa 400 Werke existieren. Die Reiseauflage gehört zu den von der Stückanzahl größten und umfasst 20 recht ähnlich gefertigte Exemplare
Alter der hier beschriebenen Auflage: etwa 10-20 Jahre
Wert: um 4 Alraunenstücke
Das Buch im Spiel: KL 12, TaW: Magiekunde 1-6 je nach Kapitel. Aus dem Mach'pain können alle Kizara-Runen erlernt werden. Studiert man das Werk, erhält man 10 ZFSP, die zufällig auf Kizara-Runen und/oder enthaltene Lehrlings- und Gesellen-Dai-Ron-Geflechte verteilt werden. Außerdem sind folgende Geflechte enthalten: Wasser d. Gr. Mutter (18), Frigo (16) und Nebula (17). Die meisten Dai-Ron-Gesellengeflechte, außer Sprenggeflechte, sind theoretisch rekonstruierbar; nur tut das selten jemand. Zudem mag man auf Geheimnisse stoßen (nicht bei Standard-Kopien).

Schlüssel Chantamans
Dies ist eines der ältesten bekannten Zauberbücher. Es ist nicht bekannt, dass heutzutage noch irgendeine Abschrift selbst an entlegenen Orten zu finden wäre. In dem sagenhaften Werk beschreibt der Deastash Chantaman seinen Schülern, welche Geheimnisse der Welt er entschlüsselt hat und woraus diese Geheimnisse bestehen. Viele Enthüllungen sollen der Sage nach dem Leser außerordentliche Macht bereitstellen. Vorausgesetzt jedenfalls, der Leser ist klug genug, diese Macht nicht selbstzerstörerisch zu missbrauchen.
Es wird gemunkelt, der Amiru-Tenno habe ein Exemplar der Schlüssel Chantamans besessen. Andere schreiben ihm hingegen den Besitz eines Werks aus dem Nachlass des Desastash' Korakh zu. Viele spätere Autoren magischer Werke beziehen sich auf die Schlüssel und behaupten, ihre Erkenntnisse auf verschlungenen Wegen Chantamans Weisheiten entnommen zu haben.

Arumade-sans Grimoire
Der Philosoph und Hexenmeister Megumi Arumade schrieb dieses Werk, das nur eine Übersetzung des älteren „Manuskriptes der ersten Wahrheit“ sein soll. Es soll all jenes enthalten, was vom Schlüssel Chantamans zur Zeit Arumades noch in geheimen Zirkeln überliefert worden war. Insbesondere erwähnt es Saethfion und beschreibt angebliche Prophetien Chantamans über die Zeit, in der Saethfion auf der Welt wandelt und der Kampf gegen den Dunklen Gott in eine kritische Phase kommt.

Flüche der letzten Tage
Dieses schwarzmagische Werk stellt einen beachtlichen Kanon an Oschto-Thor-Flüchen bereit, die fast ausschließlich nur gegen Menschen oder Menschenähnliche einsetzbar sind. Beachtenswert ist die krude Weltanschauung der Verfasser, die den Dunklen Gott als den letztendlichen Heilsbringer und die Große Mutter als nur dem Anschein gütige Verräterin darstellt. Ein großer Teil des Buches handelt dementsprechend auch davon, Ereignisse der Geschichte im Sinne dieser These in einem anderen Licht darzustellen, indem beispielsweise das Erscheinen der Goldenen mit dem Eingreifen der Großen Mutter in Verbindung gebracht wird.

Großes Buch der Schwarzen Magie
Insgesamt sind Werke Oschto-Thors weitverbreitet, weil sie zuweilen Methoden anbieten, auch ohne die Hilfe von Seelenkami Zauberei zu betreiben, indem Lebensenergie von Opfern oder die direkte Hilfe von Oni benutzt wird. Das Große Buch der Schwarzen Magie des Zauberers Om ist so ein Fall. Detailiert wird beschrieben, wie man sich kurzfristig Runenkraft durch verwerfliche Praktiken aneignen kann, um mit einmal gebräuchlichen Geflechten beispielsweise einen unliebsamen Handelskonkurrenten aus dem Weg zu schaffen. Dennoch enthält das Werk außerdem nützliche Dinge für ernsthafte Oschto-Thor-Hexer, die auch nicht alle den Geboten der Großen Mutter zuwiderlaufen.

Das Schwert des Brogén
Dieses gerade 200 Jahre alte Buch, das sich (vermutlich zu Unrecht) auf den Deastash Brogén stützt, enthält zahlreiche Geflechte bis zum Hexerrang aller bekannten Jüngeren Runenarten außer Larkador und aller Repräsentationen. Das Buch enthält überraschender Weise keine Hinweise über die Pflichten von Zauberkundigen und ebenso nichts Geschichtliches oder Weltanschauliches, weshalb es von zahlreichen Meistern der Magie als „verantwortungslos“ abgelehnt wird. Es sollen zahlreiche unterschiedliche Versionen und Abschriften existieren.

Ein kleiner, aber bedeutsamer Foliant über die Großen Orakel dieser Welt
Von Anon Fu über die Großen Orakel, die Gefahren auf dem Weg zu ihnen, ihre Historie und gesammelten Prophezeiungen - soweit diese bekannt wurden - und längere Kapitel über berühmte Besucher der Orakel. Urschrift 362 vor Kaiser Chang. Im Laufe der Jahrhunderte in Abschriften von anderen Autoren stark erweitert. Eine Abschrift 53 Jahre vor Shoji erstellt befindet sich im etwas verwarlosten "Archiv am Wassergraben" in Amiru-Tó, die meisten Abschriften sind im Widerspruch zum Titel große und schwere Folianten.

Die Okohima-Fragmente
"Hier möchte ich, reisender Gelehrter und weiser Beamter Okohima, [...] von meinen mit außerordentlich viel Schweiß und Blut erkauften geschichtlich bedeutsamen Errungenschaften der Erkenntnis berichten.
[...] Nachdem ich also auf der Schule des Meisters der Alten Geschichte Fun-san studiert hatte, begab ich mich auf meine lange Reise, die Geheimnisse der Deastash - und durch sie vielleicht auch die der Alten Götter höchstselbst zu studieren.
Nachdem ich genügend Alraunenstücke als weiser Beamter in der Stadt Enringami verdient hatte, konnte ich mir auf die nötige Zeit einen Ronin als Begleiter und Beschützer anwerben. Dies erwies sich als zweischneidiges Schwert, da er – seine Ehre verloren glaubend – nicht sehr an seinem eigenen Leben hing (zwar immerhin an meinem) und auf unserer Reise kaum eine Gelegenheit zum Duell ausließ. Doch obwohl er insgesamt ein recht mürrischer Geselle war, empfand ich mit der Zeit eine wachsende Zuneigung zu dem gefallenen Samurai. [...]
Nun, ich beginne, abzuschweifen. Meine ersten Forschungen nahm ich in der gewaltigen Schlucht des tosenden Wassers vor, dessen genauen Standort zu finden mich einige Mühe gekostet hat. Da es dort zudem nicht ganz ungefährlich ist und sich einige allzu wagemutige Novizen durch meine Schrift ermuntert fühlen könnten, verschweige ich die exakte Lage an dieser Stelle. Jedenfalls war den Deastash-Zeichen immerhin zu entnehmen, dass der Amiru-Tenno – Ehre und Anbetung dem verstorbenen wie dem lebendigen Kaiser – einst in dieser unterirdischen Festung gewesen war. Den genauen Zeitraum konnte ich dabei nicht näher bestimmen.
Das Interessante ist, dass hier ebenfalls einige Dinge über die Anfertigungen der würdigen Deastash erwähnt wurden. Wobei ich mir freilich nicht sicher bin, ob die Aufzeichnungen schon zur Zeit ihrer Anfertigung mehr als Legenden darstellten. Das genaue Alter der Zeichen lkonnte ich leider mangels geeigneter Referenzhistorika nicht herausfinden. Vermutlich datieren sie etwa 1690 Jahre v.G., also 240 Chantaman zum Ende seines Auftretens hin. Zu diesem Zeitpunkt müsste das Bauwerk schon seit circa einem Großen Wintern vollendet gewesen sein – respective um 30 Jahre, für die Anhänger der Sommerthese.
Zurück zu den Anfertigungen:
Erwähnt werden hier das Schwert, das in unserer Zeit immer wieder als das Rostige Schwert Erwähnung findet, wie auch der triparte Kompass. Jener Kompass soll drei Zeiger haben, die stets die Richtungen drei verschiedener Pfade anzeigen: Jenen Weg, den das Herz am meisten begehrt. Jenen Weg, den das Herz am tiefsten fürchtet. Und den Weg, dem derTräger folgen soll, aber den er nie beschreiten wird, solange er den triparten Kompass besitzt.
Der triparte Kompass wurde - Meister Funs Lehre folgend – von drei Deastash in diese Welt gebracht, die nur zu einem Zeitpunkt eben dieses eine Ding gemeinsam getan haben. Es handelt sich um Chantaman, Brogen und den Mendén-Deastash. Der Deastash Korakh jedoch soll ihnen von ihrem Werk abgeraten haben und als sie es dennoch taten, wurde er sehr wütend und suchte Herrn Karago auf. In der Schmiede am Äußeren Meer fertigte er in sieben Jahren das Rostige Schwert, das zu seiner Zeit glänzend und neu geboren wurde, aus dem Stoff der ehernsten Muskeln der Großen Mutter. Auch ließ Korakh seine dunklen Kräfte in diese Waffe einfließen. Jeder Sterbliche, der sich des Deastashs Willen zu widersetzen wagte, sollte von dem Schwert bei der kleinsten Berührung zu Asche verbrannt werden.
Später dann wurde das Schwert von Chantaman im Duell vom Todesfelsenloch am Fuße von Herrn Silberspeer erbeutet. Chantaman begann das Schwert zu lieben und schmückte es daher mit fünf Edelsteinen und versah es mit einem fangenden Bannfluch, der die Waffe alle Zeiten überdauern lassen sollte. Einen der Steine verlor Chantaman später im Ringen mit dem Daigami der Furcht in die Fluten der Schlucht der tosenden Wasser. Doch der Daigami konnte auf diese Weise eingekerkert werden und der Amiru-Tenno – Ehre und Anbetung dem verstorbenen wie dem lebendigen Kaiser –, ein Lehrling Meister Chantamans, wurde als sein Wächter bestimmt. Und, so geht die Sage, er wacht über dem Daigami und anderen Schrecknissen noch heute, auf dass sie nie befreit werden!
Doch vernünftig betrachtet haben bis heute wenn überhaupt höchstens einige Deastash überdauert, also wie sollte ein Sterblicher, wenn auch ihr Schüler, dies schaffen? Ebenso ist der Daigami der Furcht sicher nicht mehr in dieser Schlucht, die mir freilich zwar sehr bedrohlich vorkommt. Aber jede andere derartige Tiefe würde dies gewiss auch.
Von dem verlorenen Edelstein indes konnte ich leider keine Spur finden, genauswenig den Eingang zu Amiru-Tennos Stätte, der irgendwo unter den tosenden Wassermassen zu finden sein muss. Ich glaube nicht, dass dort jemand hinunterkommt, bevor nicht der Strom selbst seine unendliche Belagerung aufgeben wird.
Dies jedoch ist seit zweitausend Jahren nicht geschehen.
Nun also habe ich eine Waffe und ein anderes Ding hier beschrieben – nach Meister Fun jedoch soll es jedoch 63 Waffen geben, die dem 'Krieger der Deastash' zugeschrieben werden; diese Phrase ist jedoch höchst unklar, ich will mich über die Deutung hier nicht weiter auslassen.
Noch ein Wort zum oben erwähnten Kompass: Offenbar befindet sich dieser unbestätigten Gerüchten zu Folge im Hort des Großen Eisdrachen und ist damit ebenfalls unerreichbar (jedenfalls für meine Forschungen).
Soweit Okohima,
Gelehrter und weiser Beamter,
weitgereist und viel belesen.

Mit Dank Manoizashi dem Ronin, Meister Fun und allen meinen Lehrern und Unterstützern."

Sternhimmel


Es existieren 11 Wandelsterne (alter Ausdruck für Planeten, die Planetennatur ist unbekannt!):

Hachiman-Stern: Hachiman (auch Hachiman-jin, Hachiman-shin oder Yawata no Kami) ist der Kami des Krieges und der Schutzgott des Tennó und des Reiches der Blüten. Zuweilen auch als Gott der Bogenschießkunst verehrt. In den größten Fernrohren können die Astronomen des Tennó ihn als roten Stern mit grünen Bändern identifizieren.
Kuraokami-Stern: Kuraokami (auch Okami no Kami) ist ein göttlicher Drache der Dunkelheit, des Regens und des Schnees. Der Aspekt der "Dunkelheit" kann auch als "Mysterium" gelesen werden, und die wahre Natur dieses Gottes wird als mysteriös angesehen. Der Wandelstern ist dunkel mit leicht silbrigem Glanz. Die weisesten Meister-Astronomen stufen ihn als größten der Wandelsterne ein - was aber selbst vielen Sterndeutern unbekannt ist, da er am Himmel relativ schwer zu sehen ist.

Kodex der Samurai


Die fünf Hauptforderungen des Bushidō, die auch unter dem Begriff Dōjōkun zusammengefasst werden, sind:
1.
Treue
Treue gegenüber deinem Herrscher und Heimatliebe
Treue und Achtung vor den Eltern
Treue zu dir selbst, Fleiß
2.
Höflichkeit
Liebe
Bescheidenheit
Etikette
3.
Tapferkeit
Härte und Kaltblütigkeit
Geduld und Ausdauer
Schlagfertigkeit
4.
Offenheit und Aufrichtigkeit
Ehrgefühl
Gerechtigkeit
5.
Einfachheit
Reinheit

Manche religiös orientierte Schriften ordnen das Bushidō auch in sieben Tugenden, entsprechend den sieben großen Kami des Shintō:
Ehrlichkeit (gi), Mut (yū), Mitgefühl (jin), Höflichkeit (rei), Ehrhaftigkeit (meiyo), Aufrichtigkeit (makoto) und Loyalität (chūgi).

In vielen Schriften darüber hinaus angesprochene Tugenden umfassen Selbstbeherrschung (jisei), Respekt gegenüber den Eltern und Göttern (kō), Weisheit (chi) und
"brüderlichen Respekt", d.h. Respekt gegenüber den eigenen Herren und Männern des eigenen Herren oder Dojos (tei)

Ausformulierung einiger Aspekte der Ehre des Samurai
im Reich der Blüten

Das Folgende versteht sich als Konkretisierung ausgewählter Aspekte des Ehrenkodex, welcher im Ganzen noch die oben genannten Dinge wie Gehorsam, Wahrhaftigkeit, Körperpflege und Schutz der Schwachen* umfasst.

Ehre und Tradition haben Überschneidungspunkte. Ein Samurai lehnt technische Neuerungen, insbesondere aus fremden Ländern, ab. Armbrüste und Feuerwaffen gelten als ehrlos.
Raketen, Belagerungsgeschütze, Flammenwerfer und Magie werden als notwendiges, aber traditionelles Übel im Krieg nicht selten toleriert, solange nicht gezielt ehrenhafte Personen angegriffen werden.
Bögen gelten grundsätzlich als ehrenhaft, jedoch darf der Samurai nur Gegner beschießen, die es offen mitbekommen, dass er auf sie zielt.

Mittel aus Zauberei und Alchimie die einem selbst passive Vorteile verschaffen, gelten gegen einen sonst überlegenen Gegner als ehrenhaft.
Mittel (Gifte, Zauberei, meist auch Peitschen und Kettenwaffen) die dem Gegner Nachteile bescheren, gelten zur Benutzung durch den Bushi als unehrenhaft.
Der Einsatz durch den Feind wird je nach Wirkung differenziert, manches gilt als schlimmer als anderes.

Ein Samurai wird einem Gegner stets die Wahl zu einem Zweikampf lassen, selbst wenn dieser stärker ist. In traditionell japanischen Kriegen suchten die ehrenhaften Krieger beider Seiten
häufig Zweikämpfe innerhalb der Schlacht. Wenn die Champions der Gegenseite keine Gegner mehr fanden, die es wagten gegen sie kämpfen, gab die eigene Seite auch schonmal auf, was
beiderseitige Verluste im Krieg reduzierte. Es ist aber genauso ehrenvoll, in Unterzahl zu kämpfen. Hauptsache, die Eigenen greifen einen Feind nicht in den Rücken oder aus dem Hinterhalt,
zu zweit, dritt usw. an.
Die Zweikampf-Regel gilt auch auf der Jagd, aber nur für "würdige" Gegner, z.B. stattliche Hirsche oder Kreaturen ab der Gefährlichkeit von Wölfen. Bei großen Bestien ist es nicht besonders
unehrenhaft, ein Tier oder Monster (selbst) anzuschießen, um Chancenähnlichkeit herzustellen. Noch ehrenhafter ist natürlich der offene Nahkampf.

Es ist ehrenhaft, sich jeder Herausforderung zu stellen und sich selbst Herausforderungen zu schaffen. Berühmt sind beispielsweise Samurai, die sich bei einer Belagerung offen auf die Mauer oder
Ebene stellen und dem Feind präsentieren (für begrenzte Zeit allerdings).
Ein besonders ehrbewusster Samurai wechselt sogar auf eine Waffe, die er schlechter beherrscht,
wenn er merkt dass sein Gegner ehrenhaft kämpft, aber unterlegen ist. Wenn er seinen Gegner respektiert, nutzt er jedoch keine zu geringe Waffe, weil das den Gegner entehrt.

Gegen Dämonen oder Drachen wird hier keine Ausnahme gemacht. Das alleinige Antreten gegen einen übermächtigen Feind ist ehrenhaft, in eigener Überzahl zu kämpfen nicht.

Gegen Untote, dunkle Mächte oder Ninja zu kämpfen oder sie zu berühren ist unrein. Das Shinto besagt, dass diejenigen die Monster bekämpfen, in steter Gefahr sind dabei selbst zu Monstern zu werden.
Daher sucht ein Samurai (es gibt einige berühmte Ausnahmen) oft nicht so sehr den Konflikt mit dunklen Mächten, sondern sein Herr muss ihn dazu befehlen. Er tritt lieber gegen ehrenhafte
Kontrahenten an. Samurai die das dennoch tun, unterziehen sich meist aufwändigen Reiningungsritualen.
Spezialisierte Kräfte gegen Dunkle Mächte sind daher oft Mönche, Exorzisten oder "unehrenhafte" bezahlte Monstertöter.
Wegen der unterstellten "Unreinheit" gelangen relativ wenige Exorzisten zu großer Ehre, doch auch hier gibt es einige wenige berühmte Ausnahmen.

Eine vor allem bei Haus Shigeru beliebte Samurai-Tradition erfordert keine Ehre gegenüber niederrangigen Gegnern und erlauben jedes Mittel gegen diese. Andere Traditionen verachten sie dafür.

Ein Samurai ohne Herrn wird zum Ronin. Ehrenvoll: Nach Tod oder Herabstufung des Herrn oder dem eigenen Verstoß Seppuku begehen. Der Ronin-Status bedeutet große Unehre.

(Ein Gemeiner kann auch von seinem Haus verstoßen werden: Er wird zum Eta, Vogelfreien, das heißt er kann ohne Strafe ermordet werden.)

Über Seppuku:
"In the world of the warrior, seppuku was a deed of bravery that was admirable in a samurai who knew he was defeated, disgraced, or mortally wounded.
It meant that he could end his days with his transgressions wiped away and with his reputation not merely intact but actually enhanced.
The cutting of the abdomen released the samurai’s spirit in the most dramatic fashion, but it was an extremely painful and unpleasant way to die,
and sometimes the samurai who was performing the act asked a loyal comrade to cut off his head at the moment of agony."

Im Reich der Blüten ist das Köpfen Standard und schmälert nicht die Ehre durch den Seppuku. Einige wenige Traditionalisten entscheiden sich aber zusätzlich dazu, zu Leiden.

Über Duelle:
Der Herausforderer nennt Bedingungen, Ort und Zeit (z.B. Kampf im Kreis zum ersten Licht des Heimmonds aufs erste Blut in Igaraki, "Kampf im Kreis" = an offiziellem Duellort, verlassen ist Niederlage).
Der Herausgeforderte nennt die erlaubten Waffen und Hilfsmittel. Er kann Änderungen von Bedingungen, Ort und Zeit erbitten. Kommt es zu keiner Einigung, kann ein Duellbeamter hinzugezogen werden.
Der Herausforderer kann Hilfsmittel verwehren und die Waffe auf Katana wechseln. Oft wird die Akzeptanz der Mittel/Bedingungen, die die Gegenseite nennt, als besonders ehrenhaft angesehen.
Ein herausgeforderter Krieger, Adliger, Bonze, Magier, Mönch kann, falls er einen höheren Rang hat als der Herausforderer, mit deren Einverständnis eine Person bestimmen, die für ihn kämpft.
Dies wird je nach Situation als weniger ehrenhaft oder als angemessen gesehen.
Allerdings ist es ebenfalls ungehörig, einen höheren Rang herauszufordern, wenn gleichrangige Diener an dessen statt zur Herausforderung verfügbar wären. Jedes Duell erlaubt es dem Herausforderer, in
derselben Streitsache noch einen Rang höher herauszufordern, (wenn er wirklich will) wobei er das nächste Duell zur eigenen Erholung in zeitlichem Abstand fordern kann.

Duelle mit Bögen sind mit beiderseitigem Einverständnis ebenfalls möglich.
Hier ist es nicht ehrenhaft, sich in Deckung zu präsentieren. Nicht notwendig aber besonders ehrenhaft ist es, den Gegner zuerst schießen zu lassen und sich breitbeinig zu stellen.
Die legendärsten Samurai der Geschichte versuchten während solcher Duelle nicht einmal, dem Gegner auszuweichen, und schossen erst, nachdem der gegnerische Pfeil sie traf oder verfehlte.

Über Beleidigungen des Gegners gibt es unterschiedliche Ansichten: Für besonnene Samurai verstößt das gegen die Regel des Respektes,
nicht wenige Samurai jedoch befürworten Beleidigungen außerhalb von Orten wo Etikette herrschen sollte (z.B. auf dem Schlachtfeld) um wie es eine der Ehrenregeln besagt, sich Herausforderungen zu schaffen.

*"Körperpflege" und "Schutz der Schwachen" sind im Übrigen Punkte, die relativ häufig in bestimmten Samurai-Traditionen als eher oder völlig unwichtig behandelt werden.
Einige Teile des Kodex werden an manchen Orten komplett ausgeblendet.

Besondere Geflechte


Für diejenigen, die in der Großen Schule der Isuryu ihr Wissen im magischen Fachgebiet zu vervollkommnen strebten. Natürlich mögen die Geflechte an weniger bekannten Orten ebenfalls gefunden werden, eine Suche andernorts könnte sich also zuweilen lohnen.

Deterran
Das Geflecht des Unsichtbaren
Wer immer dem Wesen der großen weichen Lebensspenderin nahe sein will, kommt nicht umhin, genau wie sie
unsichtbar zu sein. Dies ist ein größerer Zustand als die grobe Materie, aufgegangen im Feinstofflichen

Bekannte Aufbewahrungsorte:

Onmyóji-Schule in Enringami, Deasutahsi-Ryuhás in Chuó, Tenno no kóshin und der Stadt der tausend Tempel
Excitatio Avibus (Beschwörung von Vögeln)
Es ist ein erhabenes Gefühl, sie alle dort am Himmel fliegen zu sehen. Wer würde ihre Freiheit brechen? Wer ihrem Wege folgen? Die Deterrani wären zu bewundern, aber muss ihnen nicht wahrhaft vom Gewissen schlecht zumute sein?

Bekannte Aufbewahrungsorte:
Onmyóji-Schule in Enringami, Deasutahsi-Ryuhás in Chuó und Tenno no kóshin, Tempel der Isuryu in der Stadt der tausend Tempel

Begrüßungen und Begriffe


Hier eine kleine Erweiterung der im Reich der Blüten verbreiteten Begrüßungen zum Zweck der Abwechslung:

Begrüßungsformel:

"Lange Tage und angenehme Nächte!" Kurzform (normales Volk / weniger förmlich): "Lange Tage... !" Am häufigsten genutzt in: Tsuyoshi-Provinz
"Mögen die Himmel über euch wachen!" Am häufigsten genutzt in: Hei Seku
"Ehre dem Tenno!"+tiefer Verbeugung. Gelegentlich genutzt von Bürgern und höheren Rängen auf dem Festland. Hat den Vorteil dass man das Verhältnis des eigenen Ranges zu dem seines Gegenübers nicht kennen muss: Die Verbeugung gilt als höflich, und da sie wegen des Tenno geschieht, beschämt man sich nicht, wenn das Gegenüber doch den gleichen oder einen niedrigeren sozialen Rang hat.

Antwortformel:
"Und mögen die Oni Euch fern bleiben!" Überall genutzt
"Und mögen die Alten Götter* wiederkehren!" *auch: Götter der alten Zeit/Welt, das Alte, die Alte Welt, Götter des Ursprungs, überall genutzt
("Ehre dem Tenno" / andere Antwortformel, aber auf jeden Fall), tiefe Verbeugung. Als Reaktion auf "Ehre dem Tenno"
In jüngster Zeit aufkommend: "Und möge der Winter enden / der Erlöser nahen."

Begriffe:
"Die Alten" - mehrdeutig, entweder Alte Götter oder Deastash
"Diener der Alten" - mehrdeutig, entweder Deastash (als Diener der Alten Götter) oder Diener der Deastash
"Die Altvorderen" - geehrte Vorfahren einer Familie oder eines Geschlechts
"(Kami-Name)-O" - etwas weniger respektvoll als -"sama", aber immer noch ein bisschen respektvolles Suffix eines Gottes- oder Heiligennamens. Z.B. genutzt von Mönchen die sich mit ihrem Gott fast freundschaftlich verbunden fühlen, gegenüber wohlwollenden Göttern.

Bilder zur Lebensart im Reich der Blüten


Galerie



Aussprache und Schreibung von Begriffen



Aus aktuellem Anlass ein paar Tipps zu Schreibung und Aussprache. Der Vokal am Ende des Lautes kann jeweils ausgetauscht werden ohne Änderung der Aussprache.

Transkription meint hier die schriftliche Wiedergabe der Lautsprache von Schriftzeichen:

Transkription
Aussprache
Transkribiertes Beispiel
Beispiel in unserer Schrift
Tsu
Tsu
Tsuyoshi
Der Zucker
Za
Sa, stimmhaft
Wakizashi
Die Sage
Su
Su, stimmlos
Isuryu
'ss' aus Messer oder Kasse + 'u'
Jo
Dscho, stimmhaft
Der Tennó Jo
Wie Djinn + 'o'
Yo
Jo
Yokai
Das Jojo (Spielzeug)
Cho
Tscho, stimmlos
Kaisermutter Cho
Der Macho, engl. Chocolate
Shi
Schi
Tsuyoshi
Das Schiff

Anmerkung: Zwischen La/Le/Li/Lo/Lu und Ra/Re/Ri/Ro/Ru wird im Japanischen nicht unterschieden. Sie sprechen z.B. 'ri' in 'richtig' gleich aus wie 'lie' in 'liebevoll', und zwar mit einem Laut der irgendwo zwischen 'l' und 'r' liegt (bei Japanern liegt dieser Laut häufig nahe am 'r', bei Chinesen nahe am 'l').Geburts
als übergeordneten Kami. Daher wird die Haha Naru Daishi (Große Mutter) alternativ auch als Daigama (Großer Geist) bezeichnet. Die meisten Mönchsschulen lehren, dass es insgesamt acht Millionen Kami gäbe, die in der himmlischen Hierarchie unterschiedlich wichtige Aufgaben erfüllen. Acht Millionen ist aber auch die sprichwörtliche Zahl, die Unendlichkeit ausdrückt - daher ist die wahre Zahl der Kami eventuell unbegrenzt oder einfach unbekannt. Es werden jedenfalls längst nicht alle mit Tempeln, Schreinen oder Gebeten verehrt, die Namen vieler Kami kennt wahrscheinlich kein lebender Mensch.
Der Dunkle Gott heißt im Reich der Blüten auch Yamá und befehligt die Oni. Yókai sind Monster, die aus von Oni besessenen Lebewesen oder Dingen entstehen.

Jò Sho Ryú-ha (Schule der Gefühle)


Diese Schule widmet sich reinen menschlichen Emotionen. Die Art der Haartracht zeigt an, welchem Gefühl sich ein Mitglied der Schule verpflichtet fühlt. Hierbei wird assoziiert:
Kinnbart – Interesse & Stolz, Langes Haupthaar – Trauer & Verzweiflung, Kein Haupthaar – Wut & Ärger, Lippenbart – Freude & Freundschaft, Koteletten – Liebe
Kami: Mamoto der Launische, Darstellung: Mensch mit fünf Köpfen: Kranich, Bär, Tiger, Affe, Hirsch
Verbreitung: Gering-Mittel

Konnichama Ryú-ha (Sonnenschule)


Unter anderem wirkt diese Schule hin auf eine Einschränkung der Macht der Kami. Steht dem Kaiserhaus nahe, wiewohl dort die Position der Schule zu den Kami mit Skepsis betrachtet wird.
Verbreitung: Gering, Einfluss: Mittel

Deasutashi Ryú-ha


Diese Schule fördert das Studiumder Zauberei der Alten Götter.
Kami: Isuryu die Weise, Darstellung: Kranich
Verbreitung: Gering-Mittel

Shichi Fukujin Ryú-ha (Schule der Glücksgötter)


Diese weit verbreitete Schule bietet den Anhängern Glück in allen Lebenslagen.
Kami:
Daikoku (Mann mit dicken Ohrläppchen und Hammer, Landwirtschaft + Küche)
Ebisu (Bärtiger mit Angelrute, Fischerei)
Ebisu Statue in der Nähe des großen Tempels des Ebisu:
Ebisu_Statue.jpg

Benten (Holde junge Frau mit Laute, Künste)
Bishamon (Gerüsteter Mann mit Speer, Krieg)
Darstellung Bishamons:
Bishamon.jpg
Fukurokuju (Mann mit hoher Stirn und Schriftrollen-Stock, Begleiter: Schildkröte, Langes Leben)
Einigen Überlieferungen zufolge soll Fukurokuju einst als sterbliche Inkarnation des Tao-Gottes Xuanwu in Gestalt eines Sennin auf Erden gelebt haben. Sennin sind Heilige Männer oder Philosophen, die der Legende nach aufgrund des Grades ihrer Erleuchtung keine Nahrung benötigen.
Fukurokujin.jpg
Jurójin (Lächelnder Mann mit Schriftrollen-Stock, Begleiter: Kranich, Weisheit)
Hotei (Dickbäuchiger, lachender Mönch, Seligkeit)
Verbreitung: (Je nach Gottheit) Sehr Groß oder Groß

Tsukuyomi no mikoto


Tsukuyomi ("Mondnacht", "Zeitenzähler") ist der Bruder von Amaterasu und Susanoo-No-Mikoto und Oberster Herrscher über die Nacht in der Himmlischen Hierarchie. Zahlreiche Kami nächtlicher Aspekte sind sein Gefolge. Seine Heiligen Reliquien sind Spiegel.
Verbreitung: Mittel

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Kangiten


Elefantengottheit (offiziell der Weisheit und des Segens)
De facto Gottheit der Schauspieler, Glücksspieler und Geishas, des Pflanzenöls und des Sake sowie deren Händler
Verbreitung: Mittel-Groß

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Kami Ashami


Der Gott Ashami ist der Wächter der Kirschbäume und Spender der Pracht der Kirschblüten im Frühling. Es passiert an seltenen Stellen der Welt, dass manche Kirschen die zehnfache Größe oder mehr erreichen. Dann sagt man, dort läge einer der Wohnsitze Ashamis und errichtet oft einen Schrein, ihn dort zu ehren. Obwohl Frühlingsgott, ist er von jähzornigem, für Sterbliche gar lebensgefährlichem Gemüt, Folge oder aber Ursache dessen, dass ihm nur wenige Mönche folgen. Am Platz des Kirschbaumes in Enringami hielt sich Ashami zum Glück bisher mit seinem Unmut zurück.
Verbreitung: Gering

Sarutahiko-Ókami, Sarutahiko-Daimyojin


In manchen Überlieferungen ist er einer der Obersten Kami von Kuni, unserer Welt (Kuni = Diesseitige Welt). Sarutahiko-sama ist der Gott des Willens, der Stärke, der die Menschen beratenden Weisung und der Reisenden. Er soll einerseits die Brücke in die Himmel bewachen und andererseits stetig die Lande von Kuni bereisen, in Gestalt eines großgewachsenen, weißgewandeten älteren Mannes mit Bart, langer Nase, juwelenbesetzten Naginata und Schwert. (Es besteht eine gewisse Ähnlichkeit zu Gandalf)
Er soll den menschlichen Geschicken nahe stehen, ohne sich jedoch immer und gänzlich mit ihnen gemein zu machen.

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Omomote-Ókami, Omomote-Sama


Gott der Schwachen, Traurigen und vor allem nicht gänzlich von der Gesellschaft Akzeptierten, welcher ihnen Trost und Beistand spendet. Er soll nahe stehen den Oni-Berührten, den Eta (Ausgestoßenen), Krüppeln und den weniger beliebten oder stark bejagten Tieren und Nicht-Menschen.

Kitsune


Als Vertraute der Gottheit Inari (selbst mitunter als Fuchs dargestellt) gelten Kitsune als Glücksbringer, doch haben sie in Märchen und Legenden oft auch andere Seiten.
Zahlreiche Sagen stellen Kitsune als Wesen mit der Gabe dar, menschliche Gestalt anzunehmen.
Sie können Fruchtbarkeit aber auch großes Unheil bringen. Sie können praktisch jede Gestalt annehmen, wobei die einer menschlichen Frau die beliebteste ist. Zudem können sie Illusionen erzeugen und angeblich sogar fliegen oder von Menschen Besitz ergreifen. Dabei ist zu beachten, dass die Macht der Kitsune mit zunehmendem Alter und der Anzahl ihrer Schwänze (maximal neun) zunimmt.
Den Kitsune werden nur sehr selten Tempel gebaut, manchmal gibt es einen Schrein oder geschmückten Ort, an dem sie besänftigt werden sollen. Öfter existieren örtliche Sagen oder (Aber-)Glauben über sie: Z.B. man soll nicht den Heiligen Hain der Kitsune betreten oder eine Katze als Haustier besitzen welche die Kitsune abwehren kann, da Katzen ebenfalls magische Fähigkeiten zugesprochen werden (Katzen werden nicht selten als Tempelwachtiere gegen ungünstige Mächte eingesetzt; es gibt allerdings auch Katzen-Yókai).

Verbreitung: Mittel

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Seishoku Ryoku Ryú-ha (Schule der Fruchtbarkeit)


Diese Schule behandelt einen wichtigen Aspekt der Großen Mutter: Fruchtbarkeit für Mensch, Tier und Pflanze.
Kami: Inari (Darstellung: Alter Mann oder Frau, begleitet von zwei Füchsen, Hirsch)
Verbreitung: Groß

Susanoo No Mikoto Ryú-ha (Schule des gleichnamigen Kamis)


Wind, Meer, Streiche/Scherze
Kami: Susanoo No Mikoto (Darstellung: Mann mit breiten Backen, der bläst)
Verbreitung: Mittel-Groß

Sai Go Ryú-ha (Schule des Todes)


Organisiert die Geister der Toten & die Unterwelt. Von manchen auch als Diener Yamás betrachtet.
Kami: Emma-o (Darstellung: Knochendrache)
Verbreitung: Mittel

Sekten


Berüchtigt sind die Sekte Yamás, die Sekte Larukadoru sowie die Zorakobura-"Ryú-ha"

Bedeutende Schriften im Reich der Blüten


Grausames Buch des Moss
Dieses schreckliche Werk wurde vom Hexenmeister Megumi Moss bereits unter eben diesem Titel geschrieben, welcher oberster Magier von Shin Pen war. Es ist heute noch bekannt, weil neben der detaillierten Beschreibungen von schrecklichen Experimenten an Menschen und anderen Wesen dort auch einige Zauberkunst des Moss niedergelegt wurde. Das Original soll in Menschenhaut gebunden gewesen sein, die Kopien sind extrem überformatige Folianten von 200 Seiten, oft gebunden im Leder magischer Geschöpfe, mit detaillierten Abbildungen. Da es jedoch allgemein sehr schwierig ist, Geflechte nicht nur - meist halb intuitiv - anwenden oder lehren zu können, sondern sie tatsächlich schriftlich niederzulegen, ist das Werk auch heute noch in Gebrauch. Auch manche furchtlosen Heiler versuchen, aus den Experiment-Beschreibungen Heilmethoden zu rekonstruieren. Es heißt jedoch, dass die Lektüre aufgrund der beschriebenen Grausamkeiten den Geist angreifen kann.
Wert: 9-11 Alraunenstücke, je nach Qualität (seltenere hastige Abschriften weniger), Voraussetzungen: MU 13, Alte Sprachen 8
Das Studium bringt je 1 Steigerungspunkt auf Heilkunde Wunden, Heilk. Gift, Alte Sprachen, Fesseln/Entfesseln sowie 4 Steigerungspunkte (max. 2 je Geflecht) zur Verteilung auf enthaltene, dem Magier bereits zuvor bekannte (aktivierte) Geflechte.
Enthält Was auch immer (17), Exc. Lupis (13), Anima Lapidis (13), alle Geister-Geflechte auf (7-13), Schwarze-Waffen-Geflechte auf (5-9), alle bisher aufgeführten Oschto-Thor-Geflechte außer {Excitatios, Forma Bestiae, und Sprenggeflechte} auf (0), allerdings sind sie ab Hexenmeister oder höher nur aufwändig rekonstruierbar, sowie je SC ein rekonstruierbares neu zu erfindendes OT-Geflecht.
Enthält nur wenige konstruierbare Runen: Manthova Hz, W, V, T

Die Natur Oder Die Kraft Der Kami
Angeblich soll die Urfassung dieses Werks über die Verbindung von Runenmagie zu Natur und Kami in graue Vorzeit zurückreichen, genauer auf einen Gelehrten mit dem Namen "Berater Tsaifu". Es wurde seitdem jedoch unzählige Male überarbeitet. In vielen Ausgaben verbleiben jedoch Kapitel in Hochsprache oder sogar älteren Sprachen. Heute erhältliche Abschriften bestehen meist aus 423-476 Seiten ungebundener Folio-Pergamente, die in einem mit Magie gehärteten Einband aus Blattwerk oder aber verziertem Kästchen aus edlem Holz aufbewahrt werden. Wert: 6-8 Alraunenstücke (besondere Ausgaben mehr). Voraussetzungen: KL 13, Alte Sprachen 8, Geschichtswissen 5.
Das Studium ergibt je 2 Steigerungspunkte auf Geschichtswissen & Götter und Kulte & Magiekunde sowie 1 auf Alte Sprachen.
Erst ein weitgehendes Studium (50% Studierzeit) offenbart das Potential einer vorliegenden Abschrift. Enthält je nach Abschrift - jeweils separat zu ermitteln für jede Runenart - mit 95% Wahrscheinlichkeit Forma Bestia I (2W6), falls FB I vorhanden zu 90% Forma Bestia II (W6+2), falls FB II vorhanden zu 75% Forma Bestia III (W6-1); 85% Forma Bestia Fluch I (2W6-4), falls FBF I vorhanden zu 80% Forma Bestia Fluch III (W6-1), fallls FBF II vorhanden zu 80% Forma Bestia Fluch III (W3-1), immer enthalten Reg. v. Lebewesen (0), Innere Wärme (0), jeweils 80%-Chance für jedes Excitatio-Geflecht mit Ausnahme von Heuschrecken und Fliegen; Lupis ist immer enthalten (je W6+1), jew. 90% Chance auf alle Aterran-Hexer-Geflechte (je W6), immer enthalten Beschw. v. Wasser (W6), Beschw. v. Wasser d. Gr. Mutter (2W6). Ermöglicht die Rekonstruktion aller Nicht-Oschto-Thor-Beschwörungsgeflechte und der meisten (nochmal gleicher Wurf) Geflechte, die aufgrund einer verwürfelten Chance nicht klar genug beschrieben waren um sie durch das "Grundstudium" des Werkes zu erlangen, sowie eines je SC-Studiums völlig neuen Geflechts.
Konstruierbare Runen: Enthält von allen Runenarten oft die quasi komplette höchste Runenstufe: Je Runensorte (Hz, R, W, ...) und Runenart 5%-Chance dass die Sorte nicht enthalten ist. Larkador- (fast immer) und Oschto-Thor-Runen (oft) wurden bei Überarbeitungen herausgekürzt. Unbewiesenen Gerüchten zufolge enthält dieses alte Werk Hinweise zur Rekonstruktion von Ablach-Dor-Runen.

Samurai-Do Magicae
Katsumi Azatura Enyoshi starb genau 80 Jahre vor der Inthronisierung von Shóji. Er galt als strenger Verfechter des "Weges des Samurai für Magier", indem er Emotionsunterdrückung, Strenge und Disziplin sowie das Beachten des Samurai-Kodex für den Magier als den besten Weg propagierte. Eine Zeit lang folgten ihm zahlreiche Anhänger, während heute immerhin noch eine Handvoll Magier und Nichtmagier seinen philosophischen Lehren folgen. In Zauberei und Lehre konzentrierte sich Azatura auf die magische Verteidigung, da "nichts Autorität, Gleichmut und innere Ruhe mehr [...]" untergrabe als "[...] die schädliche Magie unserer Feinde nicht niederschmettern [zu] können". Er hinterließ einen Quartband von 386 Seiten, der mit Schnur geheftet auf dünne Wachsplatten kopiert wurde, eine Technik der Druckerei von Inaru, wo sich bis jetzt auch das weitaus kunstvollere Original befindet. Azatura unterstützte eine Initiative, die Larkador legalisieren sollte, da er die Ansicht vertrat, diese Runenart gehöre zum Kreislauf der Welt und zur Trinität des Shinzo hinzu und werde irrtümlicherweise abgelehnt. Daher webte er in seinen Band Möglichkeiten zum Studium von Larkador-Runen. Die Initiative hatte keinen Erfolg, und das Studium dieser Runen wurde sogar durch strengere Gesetze, die bis heute gelten, eindeutig verboten, aber nie aus seinem Werk entfernt.
Voraussetzungen: MU 12, KL 12. Wert: 2 Alraunenstücke und 15 Adlertaler, Handabschriften mit Anmerkungen berühmter Meister dieser Schule bis 15 Alraunenstücke. Enthält die Sprenggeflechte sämtlicher Runenarten inkl. Larkador gegen alle Runenarten (0), dazu Clipeus Magicus (0) und ermöglicht die Rekonstruktion des Spiegelnden Geflechtes. Das Studium verbessert die Qualität (ZfP*) von gelungenen Sprenggeflechten des studierenden Magiers für immer um 1. Dies kommt jeweils erst nach gelungener Probe zur Anwendung.
Konstruierbare Runen: Anách Hz, R, W, K, V, Sz, M; Velas Hz, R, W, K, Sz, D, M; Negéi Hz, R, K, V, Sz, M; Mân R, W, K, Sz, D, M; Korákh'ách Negéi Tavô R, K, V, Sz, M; Amovât W, K, Sz, D, M

Die Kunst des Friedens
Amokami Koroashi und seine Schüler lebten etwa 380 Jahre vor Gegenwart, zu einer Zeit als das Reich unter der Herrschaft Minami Machis kurzzeitig abtrünnig war unter dem Einfluss des Sihedron-Kultes. Meister Amokami bildete dabei eine Gegenbewegung gegen das in Teilen blutige Abtrünnigenregime mit Amokamis politischer Meinung, dass jedwede Gewalt das Ungleichgewicht in der Welt vergrößeren würde, egal gegen wen oder was die Gewalt gewendet würde. Ironischerweise wurde der abtrünnige Sihedron-Kult ebenso unbarmherzig vom Kaiserhaus niedergeschlagen, wie er selbst regiert hatte. Meister Amokami wurde, obwohl er sich deutlich gegen Minami Machi wandte, wegen Hochverrats von Kaiserlichen hingerichtet, da er das Volk dazu verführt habe, sich nicht gegen die Abtrünnigen aufzulehnen. Viele weiße Magier und Gelehrte kopierten und bewahrten jedoch seine Schriften, die bis heute in vielen Iin-Thor-Kreisen als prestigeträchtiger Anblick gelten. Wie das Original, bestehen die meisten Abschriften jedoch unpraktischerweise aus 303 Schriftrollen. (Entspricht vom Studienaufwand her einem Folianten von 600 Seiten). Sprache ist relativ modern (Sprache des Reiches, aber wegen altertümlicher Ausdrucksweise benötigt man Lesen/Schreiben-TaW 6).Wert: knapp über 2 Alraunenstücke bis 3 Alraunenstücke für illustrierte Abschriften. Voraussetzung: KL 12, Lesen/Schreiben 6. Enthält Pax et quies (16), Das Geflecht der Heilung (14), Medicamen Veneni (11), Resistentia Morborum (8), Oculorum Aciem Praestinge (7), Emolumentum (5), Animum Latere (5), Clipeus Magicus (5), Fons Salutaris (0), Lux Diei (0), Iin-Thor-Forma Bestiae I-III (0), Sprenggeflechte gegen IT, OT & LD (0), Das Geflecht des Verschwimmens(0) und rekonstruierbar: Iin-Thor-Flüche I-III, Das Geflecht der Schwachen Massenheilung, sowie ein völlig neues Geflecht. Das komplette Studium führt zudem zu je einem Steigerungs-(nicht Talent)punkt auf alle Heilkundetalente sowie auf Alchimie und Staatskunst.
Konstruierbare Runen: Iathein Hz, R, W, K, V, Sz, D, M; Iathas Hz, K, V, Sz, D, M; Iavîras Hz, K, Sz, D; Mêris R, W, K, V, Sz, D, M; Obmêris R, W, K, V, Sz, D, M; Obdomân

Foliant der Fünf-Elemente-Schriften des Xu-Fu
Xu Fu war ein alter Zaubermeister, der der Legende nach 255 Jahre vor der Zeit des Amiru-Tennó - aber Jahrhunderte nach dem Fortgang der Deastash - in den zersplitterten Reichen geboren wurde. Er tat einen Beitrag zur Entwicklung der heutigen Runenarten aus der alten Deastash-Magie, indem er die Kraft der fünf Elemente bei der Trennung der Runenarten miteinbezog, um sie für Menschen besser nutzbar zu machen. Zu seiner Zeit waren die sieben heute bekannten Runenarten allerdings schon relativ weit entwickelt. Einige Versuche Xu-Fus , zum Beispiel Holz, Feuer und Erde des Aterran zu trennen und dafür die Flexibilität der abgeleiteten Geflechte zu erhöhen, schlugen nach Ansicht heutiger Magiehistoriker fehl. Der Foliant enthält - kaum zählbar oft überarbeitet - Erkenntnisse aus Schriftrollen Meister Xu-Fus, die bereits lange verloren sind. Überformatiger Foliant von 700 Seiten. Wert: ca. 5 Alraunenstücke (7+ bei Exemplaren mit übermäßig wertvollem Einband). Voraussetzungen: KL 14 oder KL 12 & IN 14, sowie Hochsprache 4-5 & Magiekunde 10.
Enthält nach für ein Lehrlingsgeflecht 70 h und 2xMagiekunde-Probe+4, Gesellengeflechte 105 h und 3xMagiekunde-Probe+4 usf. Studium die Geflechte Plaga Venti (12), Sphaera Ignea (14), Sphaera Aquae (11) und Magna Sphaera Ignea (9), alle Excitatios und Beschwörungen außer des Oschto-Thor mit Ausnahme der Kröten (5-13), Lebendige Mauer (7) und Verdichtete Luft (7), enthält Andeutungen zum Geflecht des Wassers, Geflecht des Schwebens und Lux Diei sowie je einem völlig neuem Geflecht pro studierendem SC. Nach tiefgehendem (nach DSA3-Regel-Studienzeit des Gesamtwerkes, wobei die oben geleisteten Stunden abgezogen werden, sowie erschwerten Magiekunde-Proben) Studium sind alle CH-Proben im Rahmen von elementaren Beschwörungen um je 1 erleichtert.
Konstruierbare Runen: Kizara Hz, R; Kizantara Hz, R; Kaizen Hz; Velas Hz, R; Mân Hz, R; Amovât Hz; Amakkalar Hz, R; Etrâdere Hz, R; Etrâdekar Hz

Mach'pain – Dai-Ron Grundlagenwerk (als Beispiel für alle regeltechnisch gleichen, aber sonst sehr verschiedenen Grundlagenwerke)
Format und Aussehen: Quarto, 255 Seiten; das Buch ist gänzlich in von Warzen übersäte Krötenhaut gebunden, wobei der Umschlag des Einbands sichtbar aus verschiedenfarbigen Häuten zusammengeflickt wurde. Das Material liefert in Enringami der Oschto-Tor-Flügel.
Auf dem Buchrücken sowie auf der Vorderseite sind vergoldete Metallrunen aufgebracht, die den Titel in Dai-Ron-Runensprache wiedergeben: „Mach pain“, was heißt: "Sammlung der Kälte" oder "Eisiges Buch"
Um das Gewicht zu erniedrigen, sind die Seiten dieser neu aufgelegten Reiseanfertigung aus Papier und nicht aus echtem Pergament oder Delphinhaut, der Einband ist aus leichtem Leder vom Pferd. Die drei Buchbänder sind hingegen aus echtem Delphinleder.
Geschrieben wurde mit dunkelblauer Tinte; die Illuminationen gleicher Farbe ähneln Wellen oder Kristallstrukturen, Illustrationen fehlen gänzlich.
Inhalt: Das Grundlagenwerk des Dai-Ron. Im ersten Kapitel „Vorzeichen“ wird die mythologische Grundlage der Zauberei im allgemeinen und Dai-Ron-Magie im Besonderen, sowie die elementaren Kräfte des Wassers, Eises, Nebels und der Zeit und deren Beziehungen und Sympathetik kurz angerissen, weiterhin allgemeine Regeln und Methoden zur Kon-zentration und Meditation, speziell auf die besondere Kraft Dai-Rons zugeschnitten.
Das zweite Kapitel „Geschichte“ erläutert eben diese, jedoch nicht im Mindesten allgemeine Historie, sondern nur die der Zauberschule zu Enringami und berühmter Persönlichkeiten, die die Dai-Ron-Runenmagie anwandten - im Kapitelanhang findet sich eine Beschreibung noch lebender Dai-Ron-Meister - und selbst diese wurde streng gekürzt.
Der Inhalt des dritten, des größten, Kapitels „Runen“ dürfte ebenfalls klar sein: Dies ist einzig und allein der Buchteil, aus dem Runen erlernt und wiedererlernt werden. Hier jedoch wird die Dai-Ron-Runenschrift so komplex und ineinander verzahnt, dass heute nicht wenige Geheimnisse dieses Kapitels noch verhüllt sind und ein einfaches Abschreiben unmöglich wird: Es müssen spezielle magische Kopiermethoden angewandt werden.
Desweiteren enthält dieses Kapitel Lehrstoff zum methodischen Runenverständnis (Analysis).
Das vierte Kapitel „Netze“ beschreibt ein paar einfache Geflechte genauer und umreißt grob die Wirkung vieler schwieriger zu meisternde. Die Stärke des Kapitels liegt aber hauptsächlich auf der grundsätzlichen Methodik des Geflechtewebens, die hier näher erläutert wird, leider mit vielen Verweisen auf andere Werke oder private Lehrmeister.
Das fünfte Kapitel „Conclusia“ rundet das Werk ab und enthält Inhaltsverzeichnis, Index, Quellenangaben (sehr dürftig) sowie zuletzt eine Verweisliste mit einer kurzen Beschreibung wichtiger Zauberbücher und eine umfangreiche Liste von Autoren, die in jüngerer Zeit (reicht etwa 200 Jahre zurück) an der ständigen Überarbeitung des Werkes mitgewirkt haben.
Auflage: Insgesamt dürften etwa 400 Werke existieren. Die Reiseauflage gehört zu den von der Stückanzahl größten und umfasst 20 recht ähnlich gefertigte Exemplare
Alter der hier beschriebenen Auflage: etwa 10-20 Jahre
Wert: um 4 Alraunenstücke
Das Buch im Spiel: KL 12, TaW: Magiekunde 1-6 je nach Kapitel. Aus dem Mach'pain können alle Kizara-Runen erlernt werden. Studiert man das Werk, erhält man 10 ZFSP, die zufällig auf Kizara-Runen und/oder enthaltene Lehrlings- und Gesellen-Dai-Ron-Geflechte verteilt werden. Außerdem sind folgende Geflechte enthalten: Wasser d. Gr. Mutter (18), Frigo (16) und Nebula (17). Die meisten Dai-Ron-Gesellengeflechte, außer Sprenggeflechte, sind theoretisch rekonstruierbar; nur tut das selten jemand. Zudem mag man auf Geheimnisse stoßen (nicht bei Standard-Kopien).

Schlüssel Chantamans
Dies ist eines der ältesten bekannten Zauberbücher. Es ist nicht bekannt, dass heutzutage noch irgendeine Abschrift selbst an entlegenen Orten zu finden wäre. In dem sagenhaften Werk beschreibt der Deastash Chantaman seinen Schülern, welche Geheimnisse der Welt er entschlüsselt hat und woraus diese Geheimnisse bestehen. Viele Enthüllungen sollen der Sage nach dem Leser außerordentliche Macht bereitstellen. Vorausgesetzt jedenfalls, der Leser ist klug genug, diese Macht nicht selbstzerstörerisch zu missbrauchen.
Es wird gemunkelt, der Amiru-Tenno habe ein Exemplar der Schlüssel Chantamans besessen. Andere schreiben ihm hingegen den Besitz eines Werks aus dem Nachlass des Desastash' Korakh zu. Viele spätere Autoren magischer Werke beziehen sich auf die Schlüssel und behaupten, ihre Erkenntnisse auf verschlungenen Wegen Chantamans Weisheiten entnommen zu haben.

Arumade-sans Grimoire
Der Philosoph und Hexenmeister Megumi Arumade schrieb dieses Werk, das nur eine Übersetzung des älteren „Manuskriptes der ersten Wahrheit“ sein soll. Es soll all jenes enthalten, was vom Schlüssel Chantamans zur Zeit Arumades noch in geheimen Zirkeln überliefert worden war. Insbesondere erwähnt es Saethfion und beschreibt angebliche Prophetien Chantamans über die Zeit, in der Saethfion auf der Welt wandelt und der Kampf gegen den Dunklen Gott in eine kritische Phase kommt.

Flüche der letzten Tage
Dieses schwarzmagische Werk stellt einen beachtlichen Kanon an Oschto-Thor-Flüchen bereit, die fast ausschließlich nur gegen Menschen oder Menschenähnliche einsetzbar sind. Beachtenswert ist die krude Weltanschauung der Verfasser, die den Dunklen Gott als den letztendlichen Heilsbringer und die Große Mutter als nur dem Anschein gütige Verräterin darstellt. Ein großer Teil des Buches handelt dementsprechend auch davon, Ereignisse der Geschichte im Sinne dieser These in einem anderen Licht darzustellen, indem beispielsweise das Erscheinen der Goldenen mit dem Eingreifen der Großen Mutter in Verbindung gebracht wird.

Großes Buch der Schwarzen Magie
Insgesamt sind Werke Oschto-Thors weitverbreitet, weil sie zuweilen Methoden anbieten, auch ohne die Hilfe von Seelenkami Zauberei zu betreiben, indem Lebensenergie von Opfern oder die direkte Hilfe von Oni benutzt wird. Das Große Buch der Schwarzen Magie des Zauberers Om ist so ein Fall. Detailiert wird beschrieben, wie man sich kurzfristig Runenkraft durch verwerfliche Praktiken aneignen kann, um mit einmal gebräuchlichen Geflechten beispielsweise einen unliebsamen Handelskonkurrenten aus dem Weg zu schaffen. Dennoch enthält das Werk außerdem nützliche Dinge für ernsthafte Oschto-Thor-Hexer, die auch nicht alle den Geboten der Großen Mutter zuwiderlaufen.

Das Schwert des Brogén
Dieses gerade 200 Jahre alte Buch, das sich (vermutlich zu Unrecht) auf den Deastash Brogén stützt, enthält zahlreiche Geflechte bis zum Hexerrang aller bekannten Jüngeren Runenarten außer Larkador und aller Repräsentationen. Das Buch enthält überraschender Weise keine Hinweise über die Pflichten von Zauberkundigen und ebenso nichts Geschichtliches oder Weltanschauliches, weshalb es von zahlreichen Meistern der Magie als „verantwortungslos“ abgelehnt wird. Es sollen zahlreiche unterschiedliche Versionen und Abschriften existieren.

Ein kleiner, aber bedeutsamer Foliant über die Großen Orakel dieser Welt
Von Anon Fu über die Großen Orakel, die Gefahren auf dem Weg zu ihnen, ihre Historie und gesammelten Prophezeiungen - soweit diese bekannt wurden - und längere Kapitel über berühmte Besucher der Orakel. Urschrift 362 vor Kaiser Chang. Im Laufe der Jahrhunderte in Abschriften von anderen Autoren stark erweitert. Eine Abschrift 53 Jahre vor Shoji erstellt befindet sich im etwas verwarlosten "Archiv am Wassergraben" in Amiru-Tó, die meisten Abschriften sind im Widerspruch zum Titel große und schwere Folianten.

Die Okohima-Fragmente
"Hier möchte ich, reisender Gelehrter und weiser Beamter Okohima, [...] von meinen mit außerordentlich viel Schweiß und Blut erkauften geschichtlich bedeutsamen Errungenschaften der Erkenntnis berichten.
[...] Nachdem ich also auf der Schule des Meisters der Alten Geschichte Fun-san studiert hatte, begab ich mich auf meine lange Reise, die Geheimnisse der Deastash - und durch sie vielleicht auch die der Alten Götter höchstselbst zu studieren.
Nachdem ich genügend Alraunenstücke als weiser Beamter in der Stadt Enringami verdient hatte, konnte ich mir auf die nötige Zeit einen Ronin als Begleiter und Beschützer anwerben. Dies erwies sich als zweischneidiges Schwert, da er – seine Ehre verloren glaubend – nicht sehr an seinem eigenen Leben hing (zwar immerhin an meinem) und auf unserer Reise kaum eine Gelegenheit zum Duell ausließ. Doch obwohl er insgesamt ein recht mürrischer Geselle war, empfand ich mit der Zeit eine wachsende Zuneigung zu dem gefallenen Samurai. [...]
Nun, ich beginne, abzuschweifen. Meine ersten Forschungen nahm ich in der gewaltigen Schlucht des tosenden Wassers vor, dessen genauen Standort zu finden mich einige Mühe gekostet hat. Da es dort zudem nicht ganz ungefährlich ist und sich einige allzu wagemutige Novizen durch meine Schrift ermuntert fühlen könnten, verschweige ich die exakte Lage an dieser Stelle. Jedenfalls war den Deastash-Zeichen immerhin zu entnehmen, dass der Amiru-Tenno – Ehre und Anbetung dem verstorbenen wie dem lebendigen Kaiser – einst in dieser unterirdischen Festung gewesen war. Den genauen Zeitraum konnte ich dabei nicht näher bestimmen.
Das Interessante ist, dass hier ebenfalls einige Dinge über die Anfertigungen der würdigen Deastash erwähnt wurden. Wobei ich mir freilich nicht sicher bin, ob die Aufzeichnungen schon zur Zeit ihrer Anfertigung mehr als Legenden darstellten. Das genaue Alter der Zeichen lkonnte ich leider mangels geeigneter Referenzhistorika nicht herausfinden. Vermutlich datieren sie etwa 1690 Jahre v.G., also 240 Chantaman zum Ende seines Auftretens hin. Zu diesem Zeitpunkt müsste das Bauwerk schon seit circa einem Großen Wintern vollendet gewesen sein – respective um 30 Jahre, für die Anhänger der Sommerthese.
Zurück zu den Anfertigungen:
Erwähnt werden hier das Schwert, das in unserer Zeit immer wieder als das Rostige Schwert Erwähnung findet, wie auch der triparte Kompass. Jener Kompass soll drei Zeiger haben, die stets die Richtungen drei verschiedener Pfade anzeigen: Jenen Weg, den das Herz am meisten begehrt. Jenen Weg, den das Herz am tiefsten fürchtet. Und den Weg, dem derTräger folgen soll, aber den er nie beschreiten wird, solange er den triparten Kompass besitzt.
Der triparte Kompass wurde - Meister Funs Lehre folgend – von drei Deastash in diese Welt gebracht, die nur zu einem Zeitpunkt eben dieses eine Ding gemeinsam getan haben. Es handelt sich um Chantaman, Brogen und den Mendén-Deastash. Der Deastash Korakh jedoch soll ihnen von ihrem Werk abgeraten haben und als sie es dennoch taten, wurde er sehr wütend und suchte Herrn Karago auf. In der Schmiede am Äußeren Meer fertigte er in sieben Jahren das Rostige Schwert, das zu seiner Zeit glänzend und neu geboren wurde, aus dem Stoff der ehernsten Muskeln der Großen Mutter. Auch ließ Korakh seine dunklen Kräfte in diese Waffe einfließen. Jeder Sterbliche, der sich des Deastashs Willen zu widersetzen wagte, sollte von dem Schwert bei der kleinsten Berührung zu Asche verbrannt werden.
Später dann wurde das Schwert von Chantaman im Duell vom Todesfelsenloch am Fuße von Herrn Silberspeer erbeutet. Chantaman begann das Schwert zu lieben und schmückte es daher mit fünf Edelsteinen und versah es mit einem fangenden Bannfluch, der die Waffe alle Zeiten überdauern lassen sollte. Einen der Steine verlor Chantaman später im Ringen mit dem Daigami der Furcht in die Fluten der Schlucht der tosenden Wasser. Doch der Daigami konnte auf diese Weise eingekerkert werden und der Amiru-Tenno – Ehre und Anbetung dem verstorbenen wie dem lebendigen Kaiser –, ein Lehrling Meister Chantamans, wurde als sein Wächter bestimmt. Und, so geht die Sage, er wacht über dem Daigami und anderen Schrecknissen noch heute, auf dass sie nie befreit werden!
Doch vernünftig betrachtet haben bis heute wenn überhaupt höchstens einige Deastash überdauert, also wie sollte ein Sterblicher, wenn auch ihr Schüler, dies schaffen? Ebenso ist der Daigami der Furcht sicher nicht mehr in dieser Schlucht, die mir freilich zwar sehr bedrohlich vorkommt. Aber jede andere derartige Tiefe würde dies gewiss auch.
Von dem verlorenen Edelstein indes konnte ich leider keine Spur finden, genauswenig den Eingang zu Amiru-Tennos Stätte, der irgendwo unter den tosenden Wassermassen zu finden sein muss. Ich glaube nicht, dass dort jemand hinunterkommt, bevor nicht der Strom selbst seine unendliche Belagerung aufgeben wird.
Dies jedoch ist seit zweitausend Jahren nicht geschehen.
Nun also habe ich eine Waffe und ein anderes Ding hier beschrieben – nach Meister Fun jedoch soll es jedoch 63 Waffen geben, die dem 'Krieger der Deastash' zugeschrieben werden; diese Phrase ist jedoch höchst unklar, ich will mich über die Deutung hier nicht weiter auslassen.
Noch ein Wort zum oben erwähnten Kompass: Offenbar befindet sich dieser unbestätigten Gerüchten zu Folge im Hort des Großen Eisdrachen und ist damit ebenfalls unerreichbar (jedenfalls für meine Forschungen).
Soweit Okohima,
Gelehrter und weiser Beamter,
weitgereist und viel belesen.

Mit Dank Manoizashi dem Ronin, Meister Fun und allen meinen Lehrern und Unterstützern."

Sternhimmel


Es existieren 11 Wandelsterne (alter Ausdruck für Planeten, die Planetennatur ist unbekannt!):

Hachiman-Stern: Hachiman (auch Hachiman-jin, Hachiman-shin oder Yawata no Kami) ist der Kami des Krieges und der Schutzgott des Tennó und des Reiches der Blüten. Zuweilen auch als Gott der Bogenschießkunst verehrt. In den größten Fernrohren können die Astronomen des Tennó ihn als roten Stern mit grünen Bändern identifizieren.
Kuraokami-Stern: Kuraokami (auch Okami no Kami) ist ein göttlicher Drache der Dunkelheit, des Regens und des Schnees. Der Aspekt der "Dunkelheit" kann auch als "Mysterium" gelesen werden, und die wahre Natur dieses Gottes wird als mysteriös angesehen. Der Wandelstern ist dunkel mit leicht silbrigem Glanz. Die weisesten Meister-Astronomen stufen ihn als größten der Wandelsterne ein - was aber selbst vielen Sterndeutern unbekannt ist, da er am Himmel relativ schwer zu sehen ist.

Kodex der Samurai


Die fünf Hauptforderungen des Bushidō, die auch unter dem Begriff Dōjōkun zusammengefasst werden, sind:
1.
Treue
Treue gegenüber deinem Herrscher und Heimatliebe
Treue und Achtung vor den Eltern
Treue zu dir selbst, Fleiß
2.
Höflichkeit
Liebe
Bescheidenheit
Etikette
3.
Tapferkeit
Härte und Kaltblütigkeit
Geduld und Ausdauer
Schlagfertigkeit
4.
Offenheit und Aufrichtigkeit
Ehrgefühl
Gerechtigkeit
5.
Einfachheit
Reinheit

Manche religiös orientierte Schriften ordnen das Bushidō auch in sieben Tugenden, entsprechend den sieben großen Kami des Shintō:
Ehrlichkeit (gi), Mut (yū), Mitgefühl (jin), Höflichkeit (rei), Ehrhaftigkeit (meiyo), Aufrichtigkeit (makoto) und Loyalität (chūgi).

In vielen Schriften darüber hinaus angesprochene Tugenden umfassen Selbstbeherrschung (jisei), Respekt gegenüber den Eltern und Göttern (kō), Weisheit (chi) und
"brüderlichen Respekt", d.h. Respekt gegenüber den eigenen Herren und Männern des eigenen Herren oder Dojos (tei)

Ausformulierung einiger Aspekte der Ehre des Samurai
im Reich der Blüten

Das Folgende versteht sich als Konkretisierung ausgewählter Aspekte des Ehrenkodex, welcher im Ganzen noch die oben genannten Dinge wie Gehorsam, Wahrhaftigkeit, Körperpflege und Schutz der Schwachen* umfasst.

Ehre und Tradition haben Überschneidungspunkte. Ein Samurai lehnt technische Neuerungen, insbesondere aus fremden Ländern, ab. Armbrüste und Feuerwaffen gelten als ehrlos.
Raketen, Belagerungsgeschütze, Flammenwerfer und Magie werden als notwendiges, aber traditionelles Übel im Krieg nicht selten toleriert, solange nicht gezielt ehrenhafte Personen angegriffen werden.
Bögen gelten grundsätzlich als ehrenhaft, jedoch darf der Samurai nur Gegner beschießen, die es offen mitbekommen, dass er auf sie zielt.

Mittel aus Zauberei und Alchimie die einem selbst passive Vorteile verschaffen, gelten gegen einen sonst überlegenen Gegner als ehrenhaft.
Mittel (Gifte, Zauberei, meist auch Peitschen und Kettenwaffen) die dem Gegner Nachteile bescheren, gelten zur Benutzung durch den Bushi als unehrenhaft.
Der Einsatz durch den Feind wird je nach Wirkung differenziert, manches gilt als schlimmer als anderes.

Ein Samurai wird einem Gegner stets die Wahl zu einem Zweikampf lassen, selbst wenn dieser stärker ist. In traditionell japanischen Kriegen suchten die ehrenhaften Krieger beider Seiten
häufig Zweikämpfe innerhalb der Schlacht. Wenn die Champions der Gegenseite keine Gegner mehr fanden, die es wagten gegen sie kämpfen, gab die eigene Seite auch schonmal auf, was
beiderseitige Verluste im Krieg reduzierte. Es ist aber genauso ehrenvoll, in Unterzahl zu kämpfen. Hauptsache, die Eigenen greifen einen Feind nicht in den Rücken oder aus dem Hinterhalt,
zu zweit, dritt usw. an.
Die Zweikampf-Regel gilt auch auf der Jagd, aber nur für "würdige" Gegner, z.B. stattliche Hirsche oder Kreaturen ab der Gefährlichkeit von Wölfen. Bei großen Bestien ist es nicht besonders
unehrenhaft, ein Tier oder Monster (selbst) anzuschießen, um Chancenähnlichkeit herzustellen. Noch ehrenhafter ist natürlich der offene Nahkampf.

Es ist ehrenhaft, sich jeder Herausforderung zu stellen und sich selbst Herausforderungen zu schaffen. Berühmt sind beispielsweise Samurai, die sich bei einer Belagerung offen auf die Mauer oder
Ebene stellen und dem Feind präsentieren (für begrenzte Zeit allerdings).
Ein besonders ehrbewusster Samurai wechselt sogar auf eine Waffe, die er schlechter beherrscht,
wenn er merkt dass sein Gegner ehrenhaft kämpft, aber unterlegen ist. Wenn er seinen Gegner respektiert, nutzt er jedoch keine zu geringe Waffe, weil das den Gegner entehrt.

Gegen Dämonen oder Drachen wird hier keine Ausnahme gemacht. Das alleinige Antreten gegen einen übermächtigen Feind ist ehrenhaft, in eigener Überzahl zu kämpfen nicht.

Gegen Untote, dunkle Mächte oder Ninja zu kämpfen oder sie zu berühren ist unrein. Das Shinto besagt, dass diejenigen die Monster bekämpfen, in steter Gefahr sind dabei selbst zu Monstern zu werden.
Daher sucht ein Samurai (es gibt einige berühmte Ausnahmen) oft nicht so sehr den Konflikt mit dunklen Mächten, sondern sein Herr muss ihn dazu befehlen. Er tritt lieber gegen ehrenhafte
Kontrahenten an. Samurai die das dennoch tun, unterziehen sich meist aufwändigen Reiningungsritualen.
Spezialisierte Kräfte gegen Dunkle Mächte sind daher oft Mönche, Exorzisten oder "unehrenhafte" bezahlte Monstertöter.
Wegen der unterstellten "Unreinheit" gelangen relativ wenige Exorzisten zu großer Ehre, doch auch hier gibt es einige wenige berühmte Ausnahmen.

Eine vor allem bei Haus Shigeru beliebte Samurai-Tradition erfordert keine Ehre gegenüber niederrangigen Gegnern und erlauben jedes Mittel gegen diese. Andere Traditionen verachten sie dafür.

Ein Samurai ohne Herrn wird zum Ronin. Ehrenvoll: Nach Tod oder Herabstufung des Herrn oder dem eigenen Verstoß Seppuku begehen. Der Ronin-Status bedeutet große Unehre.

(Ein Gemeiner kann auch von seinem Haus verstoßen werden: Er wird zum Eta, Vogelfreien, das heißt er kann ohne Strafe ermordet werden.)

Über Seppuku:
"In the world of the warrior, seppuku was a deed of bravery that was admirable in a samurai who knew he was defeated, disgraced, or mortally wounded.
It meant that he could end his days with his transgressions wiped away and with his reputation not merely intact but actually enhanced.
The cutting of the abdomen released the samurai’s spirit in the most dramatic fashion, but it was an extremely painful and unpleasant way to die,
and sometimes the samurai who was performing the act asked a loyal comrade to cut off his head at the moment of agony."

Im Reich der Blüten ist das Köpfen Standard und schmälert nicht die Ehre durch den Seppuku. Einige wenige Traditionalisten entscheiden sich aber zusätzlich dazu, zu Leiden.

Über Duelle:
Der Herausforderer nennt Bedingungen, Ort und Zeit (z.B. Kampf im Kreis zum ersten Licht des Heimmonds aufs erste Blut in Igaraki, "Kampf im Kreis" = an offiziellem Duellort, verlassen ist Niederlage).
Der Herausgeforderte nennt die erlaubten Waffen und Hilfsmittel. Er kann Änderungen von Bedingungen, Ort und Zeit erbitten. Kommt es zu keiner Einigung, kann ein Duellbeamter hinzugezogen werden.
Der Herausforderer kann Hilfsmittel verwehren und die Waffe auf Katana wechseln. Oft wird die Akzeptanz der Mittel/Bedingungen, die die Gegenseite nennt, als besonders ehrenhaft angesehen.
Ein herausgeforderter Krieger, Adliger, Bonze, Magier, Mönch kann, falls er einen höheren Rang hat als der Herausforderer, mit deren Einverständnis eine Person bestimmen, die für ihn kämpft.
Dies wird je nach Situation als weniger ehrenhaft oder als angemessen gesehen.
Allerdings ist es ebenfalls ungehörig, einen höheren Rang herauszufordern, wenn gleichrangige Diener an dessen statt zur Herausforderung verfügbar wären. Jedes Duell erlaubt es dem Herausforderer, in
derselben Streitsache noch einen Rang höher herauszufordern, (wenn er wirklich will) wobei er das nächste Duell zur eigenen Erholung in zeitlichem Abstand fordern kann.

Duelle mit Bögen sind mit beiderseitigem Einverständnis ebenfalls möglich.
Hier ist es nicht ehrenhaft, sich in Deckung zu präsentieren. Nicht notwendig aber besonders ehrenhaft ist es, den Gegner zuerst schießen zu lassen und sich breitbeinig zu stellen.
Die legendärsten Samurai der Geschichte versuchten während solcher Duelle nicht einmal, dem Gegner auszuweichen, und schossen erst, nachdem der gegnerische Pfeil sie traf oder verfehlte.

Über Beleidigungen des Gegners gibt es unterschiedliche Ansichten: Für besonnene Samurai verstößt das gegen die Regel des Respektes,
nicht wenige Samurai jedoch befürworten Beleidigungen außerhalb von Orten wo Etikette herrschen sollte (z.B. auf dem Schlachtfeld) um wie es eine der Ehrenregeln besagt, sich Herausforderungen zu schaffen.

*"Körperpflege" und "Schutz der Schwachen" sind im Übrigen Punkte, die relativ häufig in bestimmten Samurai-Traditionen als eher oder völlig unwichtig behandelt werden.
Einige Teile des Kodex werden an manchen Orten komplett ausgeblendet.

Besondere Geflechte


Für diejenigen, die in der Großen Schule der Isuryu ihr Wissen im magischen Fachgebiet zu vervollkommnen strebten. Natürlich mögen die Geflechte an weniger bekannten Orten ebenfalls gefunden werden, eine Suche andernorts könnte sich also zuweilen lohnen.

Deterran
Das Geflecht des Unsichtbaren
Wer immer dem Wesen der großen weichen Lebensspenderin nahe sein will, kommt nicht umhin, genau wie sie
unsichtbar zu sein. Dies ist ein größerer Zustand als die grobe Materie, aufgegangen im Feinstofflichen

Bekannte Aufbewahrungsorte:

Onmyóji-Schule in Enringami, Deasutahsi-Ryuhás in Chuó, Tenno no kóshin und der Stadt der tausend Tempel
Excitatio Avibus (Beschwörung von Vögeln)
Es ist ein erhabenes Gefühl, sie alle dort am Himmel fliegen zu sehen. Wer würde ihre Freiheit brechen? Wer ihrem Wege folgen? Die Deterrani wären zu bewundern, aber muss ihnen nicht wahrhaft vom Gewissen schlecht zumute sein?

Bekannte Aufbewahrungsorte:
Onmyóji-Schule in Enringami, Deasutahsi-Ryuhás in Chuó und Tenno no kóshin, Tempel der Isuryu in der Stadt der tausend Tempel

Begrüßungen und Begriffe


Hier eine kleine Erweiterung der im Reich der Blüten verbreiteten Begrüßungen zum Zweck der Abwechslung:

Begrüßungsformel:

"Lange Tage und angenehme Nächte!" Kurzform (normales Volk / weniger förmlich): "Lange Tage... !" Am häufigsten genutzt in: Tsuyoshi-Provinz
"Mögen die Himmel über euch wachen!" Am häufigsten genutzt in: Hei Seku
"Ehre dem Tenno!"+tiefer Verbeugung. Gelegentlich genutzt von Bürgern und höheren Rängen auf dem Festland. Hat den Vorteil dass man das Verhältnis des eigenen Ranges zu dem seines Gegenübers nicht kennen muss: Die Verbeugung gilt als höflich, und da sie wegen des Tenno geschieht, beschämt man sich nicht, wenn das Gegenüber doch den gleichen oder einen niedrigeren sozialen Rang hat.

Antwortformel:
"Und mögen die Oni Euch fern bleiben!" Überall genutzt
"Und mögen die Alten Götter* wiederkehren!" *auch: Götter der alten Zeit/Welt, das Alte, die Alte Welt, Götter des Ursprungs, überall genutzt
("Ehre dem Tenno" / andere Antwortformel, aber auf jeden Fall), tiefe Verbeugung. Als Reaktion auf "Ehre dem Tenno"
In jüngster Zeit aufkommend: "Und möge der Winter enden / der Erlöser nahen."

Begriffe:
"Die Alten" - mehrdeutig, entweder Alte Götter oder Deastash
"Diener der Alten" - mehrdeutig, entweder Deastash (als Diener der Alten Götter) oder Diener der Deastash
"Die Altvorderen" - geehrte Vorfahren einer Familie oder eines Geschlechts
"(Kami-Name)-O" - etwas weniger respektvoll als -"sama", aber immer noch ein bisschen respektvolles Suffix eines Gottes- oder Heiligennamens. Z.B. genutzt von Mönchen die sich mit ihrem Gott fast freundschaftlich verbunden fühlen, gegenüber wohlwollenden Göttern.

Bilder zur Lebensart im Reich der Blüten


Galerie



Aussprache und Schreibung von Begriffen



Aus aktuellem Anlass ein paar Tipps zu Schreibung und Aussprache. Der Vokal am Ende des Lautes kann jeweils ausgetauscht werden ohne Änderung der Aussprache.

Transkription meint hier die schriftliche Wiedergabe der Lautsprache von Schriftzeichen:

Transkription
Aussprache
Transkribiertes Beispiel
Beispiel in unserer Schrift
Tsu
Tsu
Tsuyoshi
Der Zucker
Za
Sa, stimmhaft
Wakizashi
Die Sage
Su
Su, stimmlos
Isuryu
'ss' aus Messer oder Kasse + 'u'
Jo
Dscho, stimmhaft
Der Tennó Jo
Wie Djinn + 'o'
Yo
Jo
Yokai
Das Jojo (Spielzeug)
Cho
Tscho, stimmlos
Kaisermutter Cho
Der Macho, engl. Chocolate
Shi
Schi
Tsuyoshi
Das Schiff

Anmerkung: Zwischen La/Le/Li/Lo/Lu und Ra/Re/Ri/Ro/Ru wird im Japanischen nicht unterschieden. Sie sprechen z.B. 'ri' in 'richtig' gleich aus wie 'lie' in 'liebevoll', und zwar mit einem Laut der irgendwo zwischen 'l' und 'r' liegt (bei Japanern liegt dieser Laut häufig nahe am 'r', bei Chinesen nahe am 'l').Geburts