Der Süden Rieslands


Das Reich der Blüten


Collage des Gesamten Reiches der Blüten aus Einzelkarten

Im Südwesten liegt zwischen Äußerem und Innerem Ozean das Reich der Blüten, in der dortigen Sprache Insei no Teikoku genannt und seit alter Zeit vom jeweiligen Tennó, dem Kaiser, regiert. Das Reich erstreckt sich über mehrere Klimagebiete, von den rauen Barbarenlanden im Nordosten bis zu den feuchtwarmen Inseln, von denen sich die großen wie an einer Perlenkette aufgereit nach Süden erstrecken. Die nördlichste Insel, nicht weit von der neuen Hauptstadt Chúó entfernt, ist das berüchtigte Eiland Hei Seku. Dort soll, wenn man den Beamten Glauben schenkt, ein alter Kaiser durch ein missglücktes Ritual wiederauferstanden sein und versucht haben, ein Reich des Schreckens errichten. Doch die glorreiche Armee des Tennó hat diese Gefahr mühelos zurückgeschlagen. Nur die verbotene Stadt, vor einer Dekade noch Kaiserstadt, befindet sich noch in den Klauen des Verderbten.
Das Reich wird verwaltet vom Tennó, den die Armee, die Beamten und die Adligen der acht Großen und elf Kleinen Familien beraten. Die Großen Familien sollen an dieser Stelle vorgestellt werden. Die Kami der Häuser sind stets auf ihren Wappen abgebildet.
Im Reich der Blüten gibt es nur eine Sprache (die "Sprache des Reiches"), aber lokale Dialekte die tief auf dem Land de facto fast eigene Sprachen darstellen.

Karte des zentralen Reiches der Blüten. Die Insel Hei Seku ist nur grob eingezeichnet und folgt als Farbkarte weiter unten. Die Tsuyoshi-Provinz liegt östlich, getrennt durch die Bucht von Ganjoufu.
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Karte der Tsuyoshi-Provinz im Osten. Die Luftlinie Weißer Hafen - Schwarze Festung misst etwa 1000 Meilen:
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Teil der Mauer der Tsuyoshi-Provinz mit Schwarzer Festung; ein Teil des gefürchteten Ostens:
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Die Insel Hei-Seku im Süden (Große Karte hier):
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Hei Seku Nordwestspitze:
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Das Gebiet rings um die Verbotene Stadt - gelegen im Herzland Hei-Sekus -, wo der Tote König regiert:
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Die Südlichen Inseln inklusive der Südspitze Hei-Sekus; Heimat der Familie Katsumi:
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Meigeki und Umland:
Meigeki und Umland.png

Normora:
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Wichtige Orte und Landstriche


Enringami


Übersetzen kann man den Namen dieser bedeutenden Küstenstadt mit "Göttlicher Garten". Enringami ist der nominelle Regierungssitz der Häuser Naoki und Takeo zugleich - Takeo jedoch zieht sich immer mehr aus der Gegend zurück.
Den die Grasländer der großen Weite bewohnenden Naoki sagt man eine ausgeprägte Nähe zur Natur nach. Durch Haus Naokis Einfluss ist Enringami auf weiter Fläche gebaut, mit zumeist niedrigen Häusern und mancherlei Grünflächen, terrassenförmigen Gärten und zahlreichen Zieranlagen, während viele der kleineren Plätze von knorrigen Kiefern und ausladenden Kirschbäumen beschattet werden.
Den Prinzipien des Yin und Yang und der fünf Elemente folgend, verfügt Enringami zum Ausgleich für seine teils beschauliche, beim Hafen sehr bunte und fröhliche Lebenskraft den größten Friedhof des Reiches. Jener ist im ruhigen Schatten hinter den ausladenden mit den Palästen bestandenen Höhen am Rand des Herzwaldes angelegt.
Enringami beherbergt den Standort der berühmten Onymouji-Ryuha, was übersetzt Exorzisten-Schule heißt. Der Schule gehen aber ebenso Beschwörer ab, da das Konzil der Schule beschloss, die Beschwörerkunst nunmehr gleichberechtigt zu lehren, zumal Beschwörung als Hilfswissenschaft der Exorzismuskunst als unabdingbar angesehen wird.
Die Hügel im Osten der Stadt gehen zunächst in die bewirtschafteten Kirschhaine über, deren Pflegehoheit offiziell einer Elwe namens Sommerwind obliegt, die sich aber selten jemand anderem als den Kirschgärtnern zeigt. Hinter den Hainen wie auch östlich des Friedhofs beginnt der offene Herzwald, in dem man nahe der Stadt noch eine gute Chance hat Kräutersucher der Onmóji-Schule, Pilzsammler, Jäger und Köhler anzutreffen, wobei nur die ersteren einem Plausch mit dem Wanderer meist nicht abgeneigt sind.
Unter den Marktplätzen und Händlerstraßen des südlichen Teils Enringamis liegt der bedeutende Seehafen, einer der sieben größten des Reiches, liegt er doch relativ zentral mit Schiffsrouten nach Hei Seku, Drachenstadt und Tennó no Kóshin. Wenn man Glück hat, ankert hier auch einer der gewaltigen Siebenmaster, der tausende von Männern aufnehmen kann, oder gar ein kleines, aber ebenso atemberaubendes Luftschiff am Seil über der Luftschiffwerft.
In Enringami liegt nicht weit von der Onmyóji-Schule entfernt der Platz des Kirschbaums, ein beschauliches Plätzchen, wo man sich unter dem Schatten einer unnatürlich gewaltigen Kirsche auf Bänken neben dem kleinen Schrein des Kami Ashami zur Ruhe setzen kann. Vor allem liegt hier aber die efeubewachsene, heimelig eingerichtete Herberge Am Kirschbaum, in der auch mancher Gast der Exorzistenschule logiert.
Wenn das Wetter gut ist, kann man von Enringami aus die beeindruckenden, schneebedeckten Gipfel der Säulen der Welt im Westen sehen, die nur über den Enringami-Pass überquert werden können. Dort jedoch verlangt Familie Watanori aus dem Hause Megumi ihren Zoll. Das Klima Enringamis ist gemäßigt bis subtropisch (die Vegetation ist südjapanisch), im Sommer heiß und schwül, im Winter mild, mit maximal 4-6 Wochen Schnee im Jahr.
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Haupteingang zum Bereich der Paläste des Hauses Naoki, Enringami

Die Weite


Die Grasländer, Steppen und Savannen der Weite bilden ein riesiges, zweihunderttausend Quadratmeilen messendes Gebiet, indem die Siedler und Reiternomaden des Hauses Naoki ein weitgehend menschenleeres Land bewohnen. Die Weite wird im Westen durch die gewaltigen Gebirgszüge der Säulen der Welt und im Osten durch das Drachengebirge begrenzt. Die niederen Flanken und Vorläufer der Berge sind dabei auf beiden Seiten mit dichten Nadelwäldern bestanden, wobei das Schmelzwasser der Gletscher zudem einen Gürtel von Sumpfgebieten und Mooren um die Gebirgszüge speist. Dahinter folgen dann Bambusgras- und Buschsteppen unter den milden Klimata des Südens und Nordens, während Heiden und reine Grasländer im raueren Klima der mittleren Zonen vorherrschen. Moschusochsen und Antilopenwild bilden nur eine Auswahl der zahlreichen tierischen Bewohner, während Kraniche und Pelikane entlang der flachen Seen der Weite brüten.
Im Drachengebirge sollen in der Tat Drachen leben, die als Kami menschlichen Besuch oft mit grausamer Geringschätzung ablehnen.
Die Säulen der Welt im Westen hingegen beherbergen auch auf dieser Seite zahlreiche Geheimnisse, um die sich Mythen ranken: Das Grab des Sternen-Deastash Chantaman; die Ukara-Senke; Labyrinth, Turm und Himmelspass des Korakh; Berg Silberspeer, auf dem das Duell des Rostigen Schwertes ausgefochten wurde; und natürlich die uneinehmbare Festung Takeos: Airiyosai mit dem Mondtor.
Im Norden schließen sich an die Weite die Dschungel des Maharadscha-Reiches an und noch weiter im Norden die Große Wüste.
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Staubsturm in der Provinz Tsi, Westen der Weite

Der Innere Ozean


Als Inneren Ozean bezeichnet man den Teil des Meeres zwischen der Insel Hei Seku und den südlichen Inseln und dem Festland des Ostens, dass nur gegenüber der Schwimmenden Stadt unter Tsuyoshi-Herrschaft dem Reich angehört. Der Innere Ozean ist zwar grundsätzlich befahrbar, aber Kraken und gefährliche Meeresbewohner wie Seeschlangen sind hier keineswegs ausgerottet. Östlich Hei Sekus liegt nur auf wenigen Seekarten verzeichnet der Weiße Pfeiler (auch: Eisnadelberg), ein grotesk hoher und direkt aus dem hier oft gefrorenen Meer senkrecht aufragender Eisberg, auf dessen meilenhoher Spitze der Dai-Tatsu (Großer Drache) des Eises lebt. Er hütet den wohl wertvollsten bekannten Drachenschatz, in dem auch der Triparte Kompass enthalten sein soll. Dieser Kompass aus den Zeiten der Diener der Alten Götter zeigt die Richtung zu dem an, das der Träger am meisten begehrt, den Pfad zu jenem, das er am meisten fürchtet... und den Weg, dem er folgen sollte, aber den er niemals beschreiten wird.

Die Schwimmende Stadt


Die Schwimmende Stadt gehört vom Recht dem Haus Shigeru an, wird aber wiederum auch von den Shin zu ihrem Herrschaftsbereich gezählt. Ein kleinerer Teil der Stadt liegt auf dem Festland, während Pfahlbauten, schwimmende Hausdschunken, gewaltige Flöße und Vielmaster der Shin den größten Teil der Schwimmenden Stadt ausmachen. Die Ausdehnung der Stadt ändert sich ständig: Zu Zeiten der seltenen Familientreffen aller Shin soll sich die Stadt geradezu winzig ausmachen; außer natürlich das Treffen fände gerade hier statt, womit die Stadt eine unüberschaubare Fläche des Meeres bedecken würde.

Magierschulen (-Ryuhas/-Dojos)


Bekannteste: Die Exorzisten-Schule zu Enringami, welche die größte der Akademien ist sowie der Magierzirkel von Shima. Mittelere oder größere Schulen/Akademien befinden sich in Tennó no Kóshin, der Drachenstadt, der Schwimmenden Stadt, Weißer Hafen, Ko Shin, (der Verbotenen Stadt) und an einem Ort auf den südlichen Inseln. Eher unbekannt als Magierschule ist der Große Tempel der Isuryu zu Hei Seku. In Chuo gibt es keine größere, aber eine Vielzahl kleinerer Zirkel und Schulen gibt.
Generell ist das Magierwesen vergleichsweise dezentral organisiert. Die meisten Magier kommen aus kleineren lokalen Schulen (ähnlich Bushido-Dojos), die meistens in ein bis ein paar wenigen zentralen, oft eher flächigen, manchmal vielleicht auch einem Turm, Gebäuden organisiert sind und teilweise bewusst unzugänglich und weit abgelegen, wie auch urban zu finden sind. Von diesen kleineren Schulen gibt es sehr viele, und sie konzentrieren sich häufig auf 1 Runenart - und häufig noch dazu auf einen Stil, z.B. bei Oschto-Tor Fokus auf Tierbeschwörung / Oni-Beschwörung oder auf Flüche in Kombination mit tränenbegabten Schülern oder Gift-Alchimie oder ... - dies aber eher als Stimmungselement, regeltechnisch werden solche Spezialisierungen derzeit nicht abgebildet. Dennoch bieten auch diese kleineren Schulen meist ein Repertoir von Geflechten anderer Runenarten an, nur nicht auf hohem ZfW. Daneben gibt es auch noch Einzellehrmeister mit Schülern. Je nach Finanzmitteln einer Schule reisen die Schüler der Magier-Ryuhas (Schulen) oder Dojos (Übersetzung "Ort des Weges", vgl. Bushido "Weg des Kriegers" / Shugenja-Do "Weg des Elementaristen") nicht selten für 1-2 Jahre ihrer Ausbildung nach Enringami oder eine größere Akademie, um so etwas Zusätzliches zu lernen.

Das Reich des Großen Maharadjas


Schließt im Norden etwa am Kartenrand an das Reich der Blüten an.
Die Maharadja-Reich-Bewohner (Maharadjanis) tragen durch recht umfangreichen Handel zum Reichtum des Reiches der Blüten bei (und umgekehrt) und sind in großen Hafenstädten meist gern gesehene Gäste. Im Hinterland gibt es aber auch Vorbehalte gegen sie - z.B. seien sie unhöflich (Hintergrund: Je nachdem sind sie nicht immer voll in den Verbeugungen und Umgangsformen des Reichs der Blüten geschult). Ab und zu gibt es kleinere bis mittelgroße Grenzkonflikte, vor 180 Jahren war der letzte umfassende Krieg zwischen beiden Reichen, bei dem der Nordteil der "Weite", einer großen Savanne, an das Reich der Blüten fiel und das Diamantene Königreich (etwa bei den beiden Flüssen an der Nordwestküste auf der Karte) ein neutraler Pufferstaat wurde. Dafür konnte das Maharadja-Reich in der folgenden Friedensperiode nach Norden und Osten neue Gebiete erschließen.
Der "persisch/arabische" Teil besteht aus einer großen Anzahl verschiedener Stämme und Völker, die von Sultanen und Emiren beherrscht werden. Der Maharadja, der am Großen Fluss residiert, wirkt dort nur als ferner Kaiser, dessen Herrschaft über die Wüstenreiche aber nicht (mehr) angezweifelt wird. Es werden dort zwei Sprachen gesprochen: Pahlavi (Wüste, Trockensteppen, persisch/arabisch) und Maharadji (fruchtbare Gebiete, Dschungel, indisch/kleine Anteile afrikanisch).


Die großen Häuser


Haus Daichi


Diese höchste der Familien stellt den Gesetzen des Reiches zufolge stets den Tennó. So war es, seit das Reich vor zweitausend Jahren geboren wurde, und so wird es für alle Zeiten sein. Denn die Mitglieder der Familie Daichi sind allesamt von reinstem und ehrbarsten Blut, denn die Familie Daichi stammt direkt von den Deasutashi ab. Daher kommt es, dass der Tennó Kami ist, das heißt Gott. Daichi Amiru Tennó begründete die Größe des Reiches, indem er große Gebiete der Barbaren eroberte. Danach jedoch verfiel er der Schwarzen Magie und als er aufgeweckt wurde, war ein großer Schrecken geboren. Die Familie hat ihre Ehre jedoch mit übermäßigen Großtaten wiederhergestellt.
Das Wappen der Familie ist der gekrönte goldene Kranich auf schwarzem Feld, ihr Spruch lautet: "Fürchtet Euch!" Der Hauptsitz der Familie ist der Kaiserpalast in Chúó (früher der Kaiserpalast in der Verbotenen Stadt).
Klischee: Die Daichi gelten als großzügige oder listenreiche Anführer und gerechte oder starke Herrscher.

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Wappen der Daichi


Wichtige Mitglieder
Daimyo Daichi Shóji, früherer Tennó, tödlich verwundet bei der Jagd und gestorben
- Daichi Takai, Mikado, Bruder Shójis, 'Schirmherr der Mauer'
- Daichi Ryo, Mikado, jüngster Bruder, gemeuchelt
- Daichi Cho, Kaisermutter, Tochter des Shoguns
- Daichi Jo, junger Tennó oder auch Mikado
- Daichi Mizemi, kaiserliche Prinzessin
- Daichi Tomeno, kaiserlicher Prinz

Wichtigste Berater
Runengroßmeister Daichi Saburo
Reichsschatzbonze Daichi Chika
Oberster Richter und Shomyo Daichi Takai
Kommandant der Kaisergarde, Samurai sechsten Grades und alternder Held, Daichi Kanaye, in Ungnade gefallen
Reichsgeheimbonze Daichi Yuri, genannt "Die Spinne"

Auswahl Gefolge
Satoru, genannt "Der Bluthund", persönliche Leibwache Daichi Jos
Makeri, Hauptmann der Stadtgarde Chúós
Jalabhar Xho, verbannter Prinz von den südlichen Inseln

Haus Tsuyoshi


Die Tsuyoshi herrschten seit den Kriegen der Deasutashi eisern über den Osten, das weite Land vor dem Eshendar, dem Walde Hâs. Man sagt, etwas von der Kälte des Ostens sei auf das Geschlecht Tsuyoshi übergesprungen und das Haus führt seine Untertanen mit Strenge. Desweiteren achten die Tsuyoshi geradezu erbittert auf die Familienehre. Denn als vor 800 Jahren das Reich der Blüten das Königreich des Ostens begehrte, kaptulierte der damalige Damiyo Tsuyoshi, der daher Der Knieende König genannt wird. Seither ist das Haus Tsuyoshi dem Tennó zu Treue verpflichtet. Wegen den Überfällen der Barbaren und - so wird gemunkelt - anderer Gefahren wurde die Große Mauer um das Herrschaftsgebiet der Tsuyoshi errichtet, die mit Unterbrechungen gut zweitausend Meilen lang ist. Da das Tsuyoshiland aufgrund des kalten Klimas karg und großteils bewaldet ist, ist das Haus Tsuyoshi nicht gerade das reichste der Großen Familien, dafür besitzt es das größte Land. Das Haus finanziert sich über einige Eisen- und Silberminen sowie zahlreiche Köhlereien und Jagdgüter auf ihrem riesigen Herrschaftsgebiet. Etwa alle zwei Dutzend Jahre ereignet sich im Osten ein mehrere Jahre dauernder Großer Winter, der jedesmal große Probleme mit sich bringt.
Das Tsuyoshi-Wappen ist der Graue Honshú-Wolf auf weißem Grund, ihr Sinnspruch ist: "Der Winter Naht." Ihr Hauptsitz ist Burg Eshi.
Klischee: Die 'Barbaren aus dem Osten' oder ehrbare, durch das raue Klima hart gewordene Menschen.

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Wappen der Tsuyoshi


Haus Tsuyoshi (von alters her)
Daimyo Tsuyoshi Yoshio, ehemals Wächter des Ostens, Oberster Beamter des Reiches, hingerichtet durch Daichi Takai
- Tsuyoshi Beyen, Grenzwächter auf der Großen Mauer, Bruder Yoshios, verschollen
- Tsuyoshi Yuma, seine Frau, aus dem Hause Megumi, während der Bluthochzeit gemeuchelt durch Shomyo Watanori
- Tsuyoshi Taiki, junger Daimyo von Eshi, Mikado des Ostens, während der Bluthochzeit gemeuchelt durch Shomyo Watanori
- Tsuyoshi Umeko, Prinzessin, befreit aus den Händwn des Hauses Toge

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- Tsuyoshi Satsuki, Prinzessin, Geisel der Familie Shigeru
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- Tsuyoshi Shou, Prinz, durch einen Sturz gelähmt, gilt als ermordet durch Shin
- Tsuyoshi Saburo, Prinz, gilt als ermordet durch Shin

Haus Toge
- Shomyo Toge Ogiwara
- Meguro, sein Bastardsohn, Erbe - denn Ogiwaras einziger Sohn ist gestorben
Das letzte Haus des Ostens, dass sich Tsuyoshi unterwarf. Toge fochten mit unbezähmbarer Wildheit gegen Tsuyoshi, und selbst nach ihrer formellen Unterwerfung besiegten sie einen Daimyo Tsuyoshi und verwandelten ihn bei lebendigem Leib mit schwarzer Magie in einen Shinda Kaburi. Solche dunklen Riten soll Toge gerüchteweise bis heute mit den Feinden des Hauses vornehmen.
Toge Ogiwara hat als Heerführer in der Schlacht gegen den Shogun eine umsichtige Niederlage erlitten. Denn viele behaupten, einen besseren Ausgang habe man nie erhoffen können.

Haus Yuaka von Eshi
- Shomyo Yuaka Takashi, Tsuyoshi-Waffenmeister, Samurai des fünften Grades
- Yuaka Maru, seine Tochter
- Tsuyoshi Hamato, Samurai des zweiten Grades, Gesandter, verschollen
Haus Yuaka besitzt kein Land mehr, sie residieren in Eshi direkt am Hof des Daimyo. Aufgrund der harten Bedingungen im Osten des Reiches überlebte nur ein einziges Kind des recht alten und erfahrenen Takashi - obwohl Tochter, gilt ihr sein ganzer Stolz. Der Vater Takashis starb vor mehr als einer Dekade ruhmreich in der Schlacht auf dem Weißen Feld an der Seite seines Daimyos Yoshio.

Haus Ryúzen
- Shomyo Ryúzen Moetsu, ein Samurai, genannt "Der Großbushi", einflussreicher Kriegsberater Taikis
- Ryúzen Kahari, sein Sohn, ein Dai-Bushi, genannt "Der Kleinbushi"
Haus Ryúzen liegt im Südosten des Daimyonats Tsuyoshi, dem wildesten Teil des Ostens und jenem, der am häufigsten von den wilden Menschen jenseits der Mauer überfallen wird. Die Mauer erwies sich dabei als nicht unüberwindlich für kleinere Banden, da die Schwarzen Krähen eine Zeit benötigen, um Verstärkungen zusammenzuziehen. Von größeren Durchbrüchen ist indes nichts bekannt.

Haus Matsuyoshi
- Shomyo Matsuyoshi Kandéru (drei Söhne und eine Tochter)
Als Abkömmlinge Chantamans tragen die Matsuyoshi seit alters her das Blut der Deastash in sich. Wie Haus Tsuyoshi, das jene Linie noch etwas reiner besitzt. Vor tausend Jahren war der Gründer des Hauses ein Ronin, der es zu Ehre und Land brachte - und zur Hand einer Prinzessin des Hauses Tsuyoshi. Die Matsuyoshi kleiden sich gerne in die Felle von Honshú-Wölfen und Bären. Das Land dieses Hauses befindet sich im Nordosten des Daimyonats. Ihr Spruch ist "Wir trotzen dem Winter!"
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Haus Ashi von Grauwasser-Tempel
- Shomyo Ashi Shukumei, genannt "Froschfresser"
- Ashi Méra, seine Tochter
- Ashi Lixue, sein Sohn
Der Grauwasser-Tempel liegt in den Sümpfen etwa nördlich der Alten Ruine, die das Haus Tsuyoshi zur Verteidigung seiner Kernlande benutzt. Der Grauwassertempel wurde auf Pfähle und schwimmendes Holz erbaut, und manche sagen, er könne innerhalb des Sumpfes bewegt werden. Die anderen Häuser Tsuyoshis hegen Aberglauben gegen des "ehrlose" Haus vom Grauwasser-Tempel, die mit Giften und aus dem Hinterhalt kämpfen sollen. Yoshio hingegen verband mit Shukumei eine enge Freundschaft.

Haus Akashide
- Akashide-sama, kinderlose Witwe des Hauses
Der Shomyo hinterließ keine Erben, als er in der Schlacht im Flüsterwald kürzlich von Shigeru Gang erschlagen wurde. Er gehörte zu jenen Leibwächtern des jungen Daimyo, die Gang auf seinem Weg zu ihm niedermetzelte. Gang konnte letztlich allein - und selbst das in letzter Minute - durch Taikis gewaltigen Wolf aufgehalten werden. Seitdem geht Akashide-sama in Trauer. Ihre Ländereien grenzen im Osten an Eshi und an anderer Seite außerdem an jene des Hauses Toge. Der Familienspruch lautet "Unser ist die Rache."

Haus Donguri vom Weißen Hafen
- Shomyo Donguri Bonguri, ein feister, aber recht unterhaltsamer Mann
Auch gegen Haus Donguri äußern die weiter im Osten gelegenen Familien verächtlich, es sei kein richtiges Haus Tsuyoshis, da mehr als verweichlicht.
Auf der anderen Seite ist Weißer Hafen die größte Siedlung im Osten. Sie ist Sitz der (nicht allzu großen) Flotte des Hauses Tsuyoshi und durch ihren Handel und relativen Reichtum ein wichtiges Rückgrat des Daimyonats.

Haus Giyó von Arimuras Lichtung
Arimuras Lichtung ist eine steinerne Burg in nördlicher Richtung von Eshi, hinter dem Wald des Abendnebels. Die dazugehörige Siedlung gehört (obwohl überschaubar) zu den größeren im Reich der Tsuyoshi. Der Leitsatz des Hauses Giyó lautet "Stolz und frei."

Auswahl Gefolge
Minoru, Grenzwächter, Bastardsohn Yoshios
Tsuyoshi Aseru, Samurai des dritten Grades, Hauptmann der Garde von Eshi (ermordet durch Toge)
Die sieben Gaijin

Haus Shigeru


Das Haus Shigeru gilt als reichstes und ehrgeizigstes Haus. So vereint das Haus Shigeru bereits die meisten Ämter, die ein Nicht-Daichi-Haus überhaupt sein eigen nennen kann. Die Tochter des Daimyos Shigeru ist die Kaiserin, der Daimyo selbst ist Shogun, seine Familie stellt gegenwärtig die Wächter des Südens, Nordens und den Wächter der Meere. Dass der Tennó jedoch den Posten des Obersten Beamten jüngst dem Daimyo Tsuyoshi zusprach, hat das Haus Shigeru erzürnt. Unzweifelhaft strebt es die führende Position im Reich an. Böse Zungen munkeln, dass des Tennós Kinder mehr auf ihre Mutter hörten denn auf den Kaiser, wie es sein sollte. Durch seine Ambitionen hat das Haus Shigeru jedoch die meisten anderen Häuser gegen sich aufgebracht. Vor wenigen Jahren existierte noch ein Bündnis zwischen den Häusern Tsuyoshi und Shigeru, das jedoch spätestens seit der Ernennung des neuen Obersten Beamten in offenes Misstrauen umschlug.
Das Siegel der Familie ist der Weiße Panther auf rotem Feld. Die Worte der Shigeru lauten: "Seht Meine Pracht!" Der Hauptsitz ist Iwashiro, die Felsenzitadelle.
Klischee: Pfeffersäcke, Intriganten bzw. strahlende Helden.

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Wappen der Shigeru


Wichtige Mitglieder
Daimyo Shigeru Taro, Shogun und Wächter des Südens
- Shigeru Gang, genannt "Der Daimyomörder", einhändig und enterbt, Hauptmann der Kaisergarde
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- Daichi Cho, Kaiserin, Zwilling von Gang
- Shigeru Chinosei, genannt "Der Gnom" oder "Der Zwerg", in Ungnade gefallen

Auswahl Gefolge
Mamoru, Samurai des vierten Grades, genannt "Der Berg", vergiftet durch einen Katsumi-Prinzen und elendig gestorben
Shigeru Ichiban, hoch dekorierter Hatamoto und Schlachtgefährte Taros
Shigeru Takagensho, Samurai zweiten Grades, hinterhältig getötet von einem verabscheuungswürdigen Verräter

Haus Takeo


Die Takeo herrschen über das Herzgebirge und das Tal der Blüten, die ältesten und traditionsreichsten Gebiete des gesamten Reiches. Sie gelten neben den Daichi als das reinste und ehrwürdigste Adelsgeschlecht. Die Familie wurde schwer getroffen, als vor einem Jahr der Daimyo starb und sein Titel des Obersten Beamten an die Familie Tsuyoshi weitergegeben wurde. Die Erbfolge des Hauses ließ seine Witwe als Daimyo zu und sie übt dieses Amt tatsächlich aus, ohne dass sie erneut geheiratet hat - zum Ärger vieler Adliger und Samurai. Die Ehe mit Megumi Satami war Takeo Tsus dritte nach dem Tod seiner ersten Frau im Wochenbett (die Tochter wurde tot geboren) und der zweiten an der Wintergrippe (kinderlos). Das Haus ist aber über Daimyo Satami eng mit Tsuyoshi verbunden.
Das Wappen zeigt Mond und Falke, weiß auf blauem Feld. Ihr Sinnspruch ist "Hoch Wie Die Ehre." Ihren Familiensitz ließ Satami als erste Amtshandlung von der Stadt Enringami auf die uneinnehmbare Airiyósai verlegen.
Klischee: Uralter und weiser Adel bzw. Angsthasen, die zu schwach für die Ränke der Moderne sind
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Wappen der Takeo


Wichtige Mitglieder
Daimyo Takeo Tsu, ehedem Oberster Beamter, verstorben durch verdorbene Speise
- Daimyo Takeo Satami, seine dritte Frau und Witwe aus dem Haus Megumi, Schwester Tsuyoshi Yumas
- Takeo Souta, ihr Sohn und Erbe von Airiyósai

Auswahl Gefolge
Takeo Edohori, Leibwache der Fürstin
Takeo Aruba, Samurai vom Blütental
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Haus Megumi


Das Haus Megumi regiert über die Flusslande, auf dem Festland nordöstlich der neuen Hauptstadt Chúó. Es hat eine Wechselhafte Geschichte hinter sich, denn als ein Daimyo vor zweihundert Jahren dem Tennó den Krieg erklärte und die Macht an sich zu reißen suchte, wurde das Geschlecht Megumi fast völlig ausgelöscht. Doch ein Seitenzweig der Familie wurde vom Tennó für dessen Treue mit dem Daimyonat belohnt und dieser hat sich bis zum heutigen Tage prosperierend entwickelt und die Gefolgschaft seiner Landadligen und -samurai trotz einiger Revolten wiederhergestellt. Das Haus Megumi tut sich eher durch Handel und geschickte Heiratspolitik hervor, denn durch seine Samurai.
Das Haus Shigeru haben die Megumi trotz ihres Aufschwungs nie direkt herausgefordert. Das Siegel der Megumi ist die springende Silberforelle auf hellblauem Feld. Ihre Worte lauten "Familie, Pflicht, Ehre" und ihr Hauptsitz ist der Wassertempel.
Der Daimyo des Hauses Megumi Yuuki ist alt und krank.
Klischee: Liebende und fürsorgliche Familienmenschen (Weicheier)

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Wappen der Megumi


Wichtige Mitglieder
Daimyo Megumi Yuuki (schwer erkrankt)
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- Megumi Batoru, Bruder des Daimyo, genannt "Schwarzer Wels"
- Megumi Eto, Erbe des Hauses
- Takeo Satami, Tochter des Daimyo Megumi und selbst Daimyo
- Tsuyoshi Yuma, ihre Schwester

Auswahl Gefolge
Megumi Arigami, Heerführer des Hauses
Shomyo Megumi Watanori, Herr über den Enringami-Pass

Haus Naoki


In weiblicher Ahnenlinie erhebt das Haus Naoki Anspruch auf die Abstammung von Brogén, einem Deastash, der eine Krone aus Ranken und Dornen getragen haben soll. Das Haus herrscht über die Weite, die fruchtbaren Landschaften im Norden, die an das Reich des Maharadhschas grenzen. Die Familienmitglieder lieben das Land und die Heimaterde des Reiches und begeistern sich oft für vielerlei seiner Geschöpfe, seien es Pflanzen, Tiere oder Kami, mit denen sie sich anfreunden oder die sie studieren.
Das Wappen der Familie ist eine goldene Rose auf grasgrünem Feld. Ihre Worte lauten "Wachsen Und Gedeihen." Der Familiensitz ist Enringami, die Grüne Stadt, wo sie an der Seite des Hauses Takeo herrschen.
Klischee: Wilde Reiternomaden und blumenliebende Schöngeister

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Wappen der Naoki


Wichtige Mitglieder
- Naoki Li, Erbe von Enringami
- Naoki Kin, Samurai, genannt "Der Kavalier", Bruder Lis
- Naoki Tomi, jüngster Samurai des vierten Grades, genannt "Rosen-Samurai", Bruder Lis
- Naoki Ming, Prinzessin, eine Cousine Lis, die ein Herrschaftsgebiet auf Hei Seku besitzt
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Haus Shin


Die Shin stammen vom Grauen König aus der Zeit der Deastash ab. Angeblich nahm dieser sich eine Meerjungfrau zum Weib und herrschte über die Inseln des Südens. Mehr als tausend Jahre machte das Geschlecht Shin danach die südlichen Meere des Reiches als Piraten unsicher, bis es dem Tennó gelang, sie mittels Ehen zu allen großen adligen Häusern zu befrieden. Dabei erschuf er als Zugeständnis ein neues Haus des Reiches, das Haus Shin. Teile des Flusslandes verlor das Haus Shin später an das Haus Megumi. Die Shin sind noch heute mit Vorliebe Seefahrer und stellen auch zahlreiche kaiserliche Admiräle und die Mehrzahl an Kapitänen und Seekriegern.
Ihr Wappen ist der goldene Krake auf schwarzem Feld. Ihre Worte sind "Wir Säen Nicht." Der Familiensitz ist der Siebenmaster Stolz des Kaisers.
Klischee: Gerissene Freibeuter und grausame Piraten, mit allen Wassern gewaschene Kapitäne

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Wappen der Shin


Auswahl Gefolge
- Shin Rokuro, Samurai und Kapitän

Haus Katsumi


Das Haus Katsumi hat seinen Ursprung ebenfalls in den südlichen Inseln. Unter dem Einfluss der Inselstämme nennen sie ihren Fürsten noch heute gerne Prinz statt Daimyo. Als die Inselstämme in den Ersten Reichskriegen das Festland zu erobern suchten und mit zehntausend Booten landeten, gelang es dem Tennó Amiru, sie mit Versprechen und Titeln auf seine Seite zu bringen. Damit war die Flotte des Reiches geboren. Heute jedoch herrschen die Katsumi über die südlichen Inseln und einen großen Teil Hei Sekus.
Das Banner der Katsumi zeigt eine rote Sonne, die von einem Speer durchbohrt ist. Ihr Sinnspruch ist "Ungebeugt, Ungezähmt, Ungebrochen."
Klischee: Diese seltsamen Exoten aus dem Süden, heißblütige Duellanten oder Genussmenschen

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Wappen der Katsumi

Die Geschlechter der Zwerge (Kóbito) des Reiches der Blüten


Generelles und Aussehen: Prinzipiell ist das Volk der Kóbito eine Mischung aus Herr-der-Ringe- und Märchen-Zwergen mit asiatischem Aussehen und einer Mischung aus der Kultur aus nordischen Mythen und asiatischer Kulter. Leider gibt es kein wirklich passendes Bildmaterial (siehe unten). Zwerge des Reichs der Blüten sind von der Statur her - im Gegensatz zu anderen Fantasy-Darstellungen - nicht äußerlich muskulös/kräftig gebaut, sondern entweder schlank, also proportional ähnlich eines Menschen, oder aber zwergwüchsig (kurze Beine, großer Kopf). Sie sind durschnittlich (nur) einen halben bis einen Kopf kleiner (1,40-1,50 Schritt) als die durchschnittlich 1,62 Schritt großen Reich-der-Blüten-Bewohner. Ein großer Zwerg ist damit so groß wie ein kleiner Mensch. Zwerge dieses Landes haben oft geschlitzte Augen wie die hiesigen Menschen und ebenso eine gelbliche bis dunkelbrozene Hautfarbe: Sie sehen vom Gesicht her asiatisch aus, männliche Zwerge tragen allerdings oft einen großen, ausladenden Bart – bei ca. 20% der Zwergenmänner ist der Bart allerdings dünn oder sie rasieren ihn. Bei den Kóbito-Männern ist das Barttragen Tradition, aber wenn der Bart nicht so gut natürlich wächst gilt dies nicht als schlimm. Zwergenfrauen flechten sehr häufig ihre langen Haare. Sie sind noch kontaktscheuer als männliche Zwerge gegenüber anderen Rassen, zudem ist das Geschlechterverhältnis etwa 4:1. Ehen halten sehr lange, deshalb sind viele männliche Zwerge partnerlos. In vielen Fällen ist auch die Kinderzahl pro Familie - wenn man die lange Zeit einer Zwergenehe bedenkt - vergleichsweise gering.
Zwerge werden hunderte von Jahren alt, erreichen ein sehr hohes Alter aufgrund von Unfällen, Krankheiten, gefährlichen Wesen oder Konflikten aber bei weitem nicht immer. Bei etwa 2/3 setzt das Ergrauen und Erweißen der Haare wie bei Menschen zwischen 30 und 60 ein, also in für Zwerge "jungem"Alter. Daher sind kräftige Bart- und Haarfarben, wenngleich nicht völlig ungewöhnlich, in der Minderzahl.
Von der Tätigkeit her sind Zwerge häufig Mineure, Edelsteinschleifer, Schmiede, Mechaniker, bringen es aber auch in Hobbit-Künsten wie als Köche oder Hauseinrichter/Schreiner, oder den Schneider-Künsten zu etwas. Relativ viele Zwerge sind magisch begabt. Zwergenflüche und -Zaubereien sind Bestandteil verbreiteter Legenden. Die großen Zwergenreiche liegen im Verborgenen und Zwerge halten sich aus dem Geschehen der 'Oberweltler' eher heraus, wobei es gelegentliche Ausnahmen gibt.

Kleidung: Zwerge tragen Kleidung im Stil des Reichs der Blüten - z.B. mit glänzenden Verzierungen, nur dass sie statt Blüten oder Kranichen Runensymbole als Verzierung bevorzugen -, allerdings wählen sie eher robuste und praktische Kleidungsstücke, also nur zu besonderen Anlässen oder im eigenen Heim Kimonos. Lederkappen und nach oben gekrümmte Spitzschuhe, der Art wie sie auch menschliche Bonzen (höhere Beamte) tragen, sind beliebt. Hierarchisch hochstehende Zwerge tragen auch Pagodenhüte mit angehängten Glöckchen oder Quasten, wie menschliche Ober-Bonzen und Adlige.
Im Krieg: Kóbito sind im Allgemeinen nicht so kampflustig wie typische Fantasy-Zwerge. Zuallererst versuchen sie mithilfe ihrer Zauberer Konflikte zu lösen, oder mit überlegener Technik.
Eine Ausnahme bilden ihre Erzfeinde, die Oniba. Das sind Rote, oft gehörnte Oger, die wie Zwergen vornehmlich in den Bergen leben. Drachen sind im Reich der Blüten keine Erzfeinde der Zwerge. Wenn die Kóbito kämpfen müssen, bevorzugen sie nicht unbedingt schwere und langsame Waffen. Am liebsten nutzen sie Speere, Bisen-tos, Naginatas und andere Infanteriewaffen, die den Nachteil ihrer etwas geringeren Größe wieder ausgleichen - sowie die reichen Zwerge wenn einsetzbar auch Armbrüste und Feuerrohre. Schwerter sind ebenfalls beliebt, aufgrund so mancher Legende um alte Zwergenschwerter. Allerdings wurden unter ihnen schon Hämmer und Äxte gesehen, die im restlichen Reich-der-Blüten seltener als Waffe genutzt werden. Schwere Panzerungen sind eher unbeliebt unter Zwergen (einige Zwergenhelden oder Zwergensamurai der Geschichte als Ausnahme), allerdings lieben sie Kettenhemden, vor allem geschmeidige die die Bewegung wenig einschränken. So manche Zauberkettenhemden wurden von Zwergen-Runenmeistern gefertigt. Allerdings auch typisch zwergische Artefakte sind Tarnkappen und Tarnmäntel. Dies zeigt dass sie durchaus auch Konflikten aus dem Weg gehen. Nur Wachmänner und das Zwergenvolk zu besonderen Zeiten rüsten sich - auch dann beileibe nicht immer, denn einer groben Tendenz nach (mit einigen Ausnahmen) sind Zwerge eher von trickreichem Gemüt als geborene Kämpfer - mit Helmen und Panzern, wobei letzteres lange her ist – bei der letzten Krise, dem Vampir-Überfall gab es keine Vorbereitungszeit.

Namen: Japanische oder Chinesische Namen, bei Erzählungen über alte Zwergenhelden addiert man das Heiligkeits-Suffix "-wo". Der Vater wird als Familienname vorangestellt. Beispiel: Vater heißt Zato, Sohn heißt Honda. Dann ist Hondas voller Name (Hausname) Zato-Wo Honda. Formulierungen wie "Sohn des ..." werden also nur implizit verwendet. Die Zwergenreiche gehören seit dreihundert Jahren nominell den Großen (Menschen-)Häusern an – de facto sind sie weitgehend unabhängig.

Bild 1: Links zur Illustration eines typischen Zwergenbartes sowie -kappe (das Gesicht ist zu europäisch). Rechts eine Andeutung, wie der asiatische Einfluss der Kóbito aussehen könnte.
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Bild 2: Hier ein zwergwüchsiger Zwerg, im Gegensatz zu jenen mit menschenähnlichen Proportionen. Einen solchen Bart könnte auch ein Kóbito haben (ob gepflegt oder nicht, hängt vom Individuum ab), aber das Gesicht und Kleidung bis auf die Schuhe passen eher nicht und sollte eher z.B. in Richtung eines Mongolen oder Japaners gehen.
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Bild 3: Oberirdischer Teil einer Zwergenfestung
Kóbito 3.png

Zwergenreiche
Jedes halbwegs große Gebirge beinhaltet ein Zwergenreich, ja viele Einzelberge weisen zumindest eine Zwergenhöhle auf. Das heißt allerdings nicht, dass Zwerge insgesamt zahlreich wären, und noch weniger, dass man ihnen oft begegnet. Selbst die eigenen Volksgenossen finden die Behausungen ihrer Vettern nicht und wissen nur um die geheimen Eingänge und Zaubertore ihrer eigenen Heimat. Und diese würden sie nur in allerhöchster Not an Menschen verraten. Das bekannteste Zwergenreich ist das Reich "Kurao-Ko", das größte Zwergenreich, dessen Ort der Menschheit grob bekannt ist – gelegen tiefer in den Bergen von der Stadt der Tausend Tempel aus. Dort richtete vor nicht allzu langer Zeit eine Vampirplage, geführt von einem Erzvampir aus dem Westen, schlimme Verwüstungen an. Knapp wurde das Verderben in einem Bündnis mit Menschen und der Tempelstadt zurückgeschlagen. So besteht Kurao-Ko noch und ist nicht untergegangen.

Geschichte und Legenden:

Zwerge lieben die Geschichte ihres Volkes und seine Legenden. Wissensbewahrer sind angesehen und verwalten Runentafeln und Schriftrollen, und jungen Zwergen wird in größeren Gemeinschaften der Kóbito während der Ausbildung zum etwa Bergmann, Edelsteinschleifer oder Baumeister außerdem einiges gelehrt über die vieltausendjährige Geschichte ihrer Vorväter.
Ursprung: Die Entstehung der Zwerge ist der Legende nach, als die Alten Götter unsere Welt verließen. Sie ließen die Deastash als ihre Statthaler zurück. Doch die Energie der Welt geriet dennoch aus dem Gleichgewicht, und daraus entstanden die Kami, die Elwen und die Zwerge. Eine weniger bekannte Legende besagt allerdings, dass die Kóbito durch ein Aufeinandertreffen der Welt Nayug mit unserer Welt Eshéndar entstanden wären. Die Zwerge waren von Beginn an Schatzhüter. Einer ihrer Urväter, On-Wo Andaró-Wo (verehrter Ahnherr Andaró, Sohn des verehrten On), lebte vor etwa viertausend Jahren auf den Bergen, aber durchaus auch draußen nahe der Flüsse und Bäche am Tageslicht. Er konnte die Gestalt eines großen Berg-Karpfens annehmen und hütete bei einem Wasserfall und einem tiefen Teich einen Schatz, zu dem der magische Ring mit dem Namen Andaró-kan gehörte, welchem große heute vergessene Kräfte innewohnten. Bei dem Wasserfall lebte auch eine Kappafrau namens O-híme, die eine wunderschöne menschliche Form sowie die Form eines silbernen Lachses annehmen konnte. Eines Tages wurde sie in Lachs-Form von drei jagenden Himmelsgöttern (Kami der Himmelswelt) getötet. Ihr Vater, der Berggott Huró-sama, erzürnte so außerordentlich vor Gram, dass aus der Luft Feuer herabregnete und die Bergspitze schwarz wurde. Er setzte die Himmelsgötter gefangen und verlangte Sühne. Nach beinahe drei Jahren, als sie schließlich einen sehr hohen Preis zu erbringen akzeptiert hatten, ließ er sie frei. Einer der Himmelskami jedoch besaß die Gabe des Dritten Auges. Er fing Andaró-Wo in Karpfengestalt mit einer List und presste ihm den Schatz ab. Nur den Ring versuchte Andaró-Wo zu verbergen, doch vergebens: Auch er wurde ihm abgenommen. Doch Andaró-Wo wusste die Zauberkraft des jungen Geschlechtes Kóbito stark in sich, und seine Geduld war geschwunden. Also sprach er:
"Shirokane mo

"Dies was der kalte
Kugane mo tama mo

Windstoß besaß, wird Glück bringen
Nanisemu ni

Niemandem.
Masareru takara

Tod wird den Brüdern,
Koni shikame yamo"

Streit die Himmel entzweihen."
Danach verwandelte sich Andaró-Wo in einen Stein, der hinab in den Teich rollte, und selbst der Himmelskami konnte ihn von da an nicht mehr aufspüren. Andaró-Wos Fluch aber erfüllte sich später.
Dies erklärt das Misstrauen mancher Kinder des Geschlechtes Kóbito gegenüber den Himmeln; den Hohen Kami der Himmel. Die meisten verehren jedoch jene Kami die auf unserer Welt leben, am meisten die Kami der Berge und der Tiefe. Und die Zwerge sind stolz darauf, dass ihre Ahnen sich in Zauberkraft selbst mit den Göttern maßen.

Der Norden Rieslands


Das Oldenreich


Im Nordwesten des Kontinents liegt an der Küste das Oldenreich, ein (verhältnismäßig) kleines ehemaliges Königreich,dessen Bewohner teils von dem waldbewohnenden Geschlecht der Erder abstammen (die Arwani), teils von den Westleuten (ungefähr Wikinger) und den Wüstennomadenvölkern gleichermaßen (die Ostolder). Die Kultur ist dementsprechend eine bunte Mischung aus abendländischem Mittelalter und arabischen Elementen aus früherer Zeit. Obwohl das Oldenreich, früher Königreich Oldenthal genannt, eher dem friedlichen Handel zugeneigt ist, finden immer wieder kriegerische Auseinandersetzungen mit den Westleuten und den Wüstennomaden statt. Ein wichtiger Machtfaktor sind die sogenannten Metropolen an der weiter südlich gelegenen Westküste, von denen die nächste Yommre genannt wird. Diese gewaltige Stadt beansprucht (in der jüngsten Periode der Expansion) Oldenreich als Kolonie, weswegen König Goldstein Oldenthal, um einer gewaltsamen Unterwerfung zu entgehen, in Herzogtum Oldenreich und sich selbst zum Herzog umbenannte und sich den Magnaten der Metropole formell unterwarf.

Oldenstadt, die Hauptstadt des Reiches, liegt nahe der Küste am Fluss Old (auch Older), in dem hier gefährliche Kaimane vorkommen. Sie wird vom kuppelturmreichen Herzogspalast im Stil der alten Wüstenkulturen überragt und teilt sich in Hafenviertel (Flusshafen), die umfriedete Altstadt, Neustadt, Villenviertel und Armenviertel. Auf der gegenüberliegenden Flussseite, nur mit der Fähre zu erreichen, erhebt sich am Rande des großen Wans, eines sagenumwobenen Waldes, der Tempelkomplex der Alten Mutter, der einer der beiden Hauptgottheiten, die hier verehrt werden, gewidmet ist. Auf dem Tempelgelände kann keine Zauberei, nur das Wirken der Göttin selbst, bestehen.
Eine Wegstunde flussabwärts liegt Alt-Oldenstadt, das in früher Zeit schon wegen der häufigen Überfälle aufgegeben wurde. Jetzt liegt dort der Seehafen mitsamt einiger Kontore, Lagerhäuser, Werften und Hafengeschützen.
Im Süden von der Hauptstadt hingegen erstreckt sich die Salzwüste, wo trotz ausreichenden Regens kein Leben gedeihen kann und weiter im Osten dann trockene Ödnis. Allein entlang und diesseits des Olds schließt sich fruchtbares Ackerland an, doch auch der Wan selbst bietet eine wichtige Ernährungsgrundlage für die Oldenstädter.
Reist man gen Nordosten, besucht man mit Rotwald und Seenland zwei weitere Gegenden des Reiches, bevor man in die Stadt Kamahan kommt, die je nach Sichtweise als unabhängig oder Freistadt des Herzogtums zählt. Wissen und Weisheit sind die angesehensten Tugenden dort und viele neuartige Erfindungen entstanden in den weitläufigen Schulen und Bibliotheken der „Stadt des Wissens“.
Westlich liegt das Siebenburgental, dessen Befestigungen als letzte Bastionen vor den Landen der namenlosen Barbaren im Norden angesehen werden. Westlich des Reiches jenseits bekannter Sümpfe, Steppen und ähnlicher Wildnis sollen die Vergessenen Lande liegen, die kaum ein Mensch erreichte und noch weniger lebend wieder verließen. Von Schiffsreisen weiß man, dass dort an der Küste die Westleute siedeln, doch auch sie ersteigen die monströsen Hinterlandklippen zu den Vergessen Landen (teils aus Aberglauben) nicht. Dahinter sorgt das Große Weltgebirge zu Lande (durch seine wohl zehntausend Schritt hohen Gipfel) und zur See (durch Unanlandbarkeit) für ein unbezweifelbares Ende des Kontinents.

Die Große Wüste


Wüstenvölker


Querendar („Die, die Umherwandern“/„Die Nomaden“), überall in der östlichen Wüste (nicht Salzwüste) zu finden,
Ej’Esnato[r] (ej steht für eine Zuordnung, die je nach Sinnzusammenhang stark differiert: z.B. ej-Effendi für:„Freund, pass (doch mal) auf!“, wobei Effendi sinngemäßer mit Fremder zu übersetzen wäre; Esnato[r] ([r] für ein rollendes r) heißt Sonne, Sonnengott (der Nomaden), also etwa: „Kinder der Sonne“)
Ehmatadt (h stimmlos, „Die Mannen“, „Das eine Volk (matach=Mann, Vater; eh=Silbe der Betonung, Bekräftigung;
matachat wäre die Mehrzahl und steht auch für Volk, in Ehmatadt abgekürzt))
Beys sind die Oberhäupter einer Sippe bzw. die „Dorfvorsteher“ in Oasen. Zusätzlich gibt es noch diverse Zwischentitel wie Groß-Bey (Omar-Bey) oder Kaftan-Bey. Eine gebräuchliche Redewendung unter den Nomadenvölkern ist übrigens: „So sagt der Bey!“ am Ende einer moralischen Ausführung/ Vorhaltung. Kaftane („Gewandeter“, vgl. das Kleidungsstück) nennen sich die Anführer der kleineren Wüstenvölker; je 3 von ihnen unterstehen einem Sultan („Der-in-Schuld-steht“ d.h., er schuldet seinen Völkern für seine Anführerschaft, für Wohl und Gedeihen und Einhaltung der Gebote der Wüstengötter zu sorgen). Die Oberhäupter der drei großen Völker haben den Titel Annann („Anführer“). Sie unterstehen dem Kalifen, zur Zeit Naftan al’madar-kaftan
(Kaftan von Madar) ai’immareth-kaftan ai’immadareth’sultan ai’Annannal (Anführer von allen) ben Halam etc. pp. ben Matamach-Marech etc. pp. ai’Ej’Esnator[r] (über seinen Vater) ai’Ehmatadt (über seine Mutter, diese Erwähnung ist ungewöhnlich)
Kaftane, Beys und Annanns werden auf Lebenszeit gewählt. Sie können aber von Untertanen zum Zweikampf bis zum Tod herausgefordert werden (meist muss man aber noch vorher beliebig viele treue Untertanen, die für den Anführer kämpfen wollen, bezwingen); sterben sie, gibt es Neuwahlen. Die Sultane werden von den Kaftanen gewählt, der Kalif von Annans und Sultanen, wobei erstere mehr Stimmgewichtung haben. Der Kaftan des Salzvolkes wird überall Saleth-Kaftan genannt: „ Der Salz-Kaftan“. Er hört diese Bezeichnung aber sehr ungern und lässt sich stattdessen offiziell Matamach nennen, „Großvater“. Die Kenntnis seines Namens ist wenig verbreitet.