Die Geschichte des Reichs der Blüten


Altertum

In früher Zeit war das südwestliche Gebiet des Kontinents Eshendar bewaldet und die Welt wurde von den Alten Göttern im Gleichgewicht gehalten. Aus heute unbekannten, mystischen Gründen mussten die Alten Götter diesen Teil der Welt verlassen, wobei die Legende sagt dass Amaterasu - die Große Mutter - sowie Yamá, der Dunkle Gott blieben. Die Alten Götter beauftragten allerdings einige Auserwählte des Menschengeschlechts, an ihrer Statt die Erde zu bewachen und die natürliche Harmonie der Alten Welt zu bewahren und gaben ihnen halbgöttliche Macht. Bald wurde die Menschheit von diesen De-As(u)tash(i) beherrscht, wie die Diener der Alten Götter in der Sprache jener Zeit benannt wurden.
Vor etwa 3400 Jahren kamen die Ersten Menschen aus dem Osten über den Pass des Gebirges "Ende der Welt", der eine Bergformation namens "Faust der Ersten Menschen" durchquert. Wenige Jahrhunderte später begannen apokalyptische Konflikte zwischen verschiedenen Deastash, die mit ihrem menschlichem Geist wohl mit ihrer Macht nicht langfristig verantwortungsvoll umgehen konnten. Manche Mönche behaupten auch, der Dunkle Gott habe sie korrumpiert. In den Jahren 2300-2200 vG (vor Gegenwart, gemeint ist vor dem Inthronisationsjahr des Kaisers Shoji) war die Welt schließlich verheert und kaum mehr als Ruinen und verfluchte Landschaften waren übrig. Die Deastash hatten sich gegenseitig vernichtet, manche hatten sich schwer verwundet verkrochen oder gerüchteweise ins Exil begeben um nie wieder solches Leid über die Welt zu bringen. Jedenfalls verschwanden sie gänzlich von der Bildfläche.
In den Jahrzehnten um 2000 vG gelang es dem Amiru-Tennó, die zerstreuten Völker der Menschen in diesem Teil der Welt mit kompromissloser militärischer und magischer Gewalt zu vereinen und damit das Reich der Blüten zu gründen, wobei der Name Amirus Versprechen einer besseren und friedlichen Zukunft für die Menschheit untermalen sollte. Amiru soll ein Schüler des Deastash Chantaman gewesen sein, ihm wird eine Lebenszeit von 2230 vG-1940 vG zugeschrieben. Bis zum Jahr des Großen RItuals wurde Amiru-Tennó vielerorts glorifiziert und nicht selten sogar als heiliger Gründer des Reiches vergöttert. Leider waren die folgenden zwei Jahrtausende entgegen der Vision Amirus auch von zahlreichen Konflikten geprägt. Die politische Einheit des Kaiserreiches blieb jedoch mehr oder weniger erhalten und befindet sich in der Gegenwart nahe der größten je erreichten Ausdehnung, wenn man von kleineren Zeitabschnitte u.a. im Rahmen der vergangenen Kriege mit dem Maharadscha-Reich absieht. Allerdings gelingt die Führung des Reiches durch interne Machtkämpfe nur zeit- und teilweise zentralistisch. Die großen Häuser Shigeru, Daichi, Naoki, Katsumi, Shin, Takeo und Tsuyoshi ringen um die Macht. Daneben bestehen eine Handvoll unbedeutender unabhängiger Familienclans.

Prophezeiungen, das Große Ritual und die Geburt des Toten Königs


Im Abstand von ungefähr hundert Jahren finden auf dem südlichen Teil des Kontinents 10-25 Jahre dauernde Klima- und Gestirnsänderungen statt, die den Osten abkühlen und dem Norden mehr Regen bringen. Diese Zeiträume werden 'Große Winter' genannt. Alle fünfhundert Jahre sind die Großen Winter besonders hart und lang, und so ein Zeitraum wurde in der Gegenwart für das 35. Jahr Ójin (9. Shoji) vorhergesagt. Gleichzeitig kündigten die Sterndeuter, gelehrten Bonzen und Zauberer Unheil für die kommende Zeit an, was am Hofe des Tennó sogar eine sich mehr und mehr verbreitende Weltuntergangsstimmung auslöste. Schließlich fasste Tennó Ójin den Beschluss, den legendären Gründer des Reiches Tennó Amiru aus den Kaisergrüften wiedererwecken zu lassen, damit der edle Amiru das Reich durch die schwierigen Zeiten führen möge. Das Große Ritual, dass beträchtliche Ressourcen verschlang und mit siebzehn Monaten intensiver Vorbereitung von den kaiserlichen Beschwörern durchgeführt wurde, misslang da der Amiru-Tennó für einen solchen Fall bei seiner Grablegung eine Fall gestellt hatte: Er entzog sich der Kontrolle der Beschwörer und setzte mächtige Oni frei die eine Evakuierung nicht nur des gigantischen Kaiserpalastes, sondern der gesamten kaiserlichen Metropole nötig machte. Der Kaisersitz und die Hauptstadt wurde in Folge auf Chúó auf dem Festland verlegt, während man der selbst erschaffenen Bedrohung aufgrund des Verlustes hochrangiger magischer und geistlicher Meister, die sich in den ersten Minuten und Stunden dem beschworenen Schrecken entgegengestellt hatten, nicht mehr Herr wurde. Die alte Kaiserstadt wurde zur 'Verbotenen Stadt' erklärt, der sich mitsamt ihrer Umgebung per kaiserlichem Dekret kein Mensch nähern darf. Tennó Ójin wurde aufgrund dieser Krise vielseitig angefeindet und man legte ihm unter der Hand den Rücktritt nahe, den er jedoch nicht freiwillig durchführte. Schließlich verschworen sich sein zweiter Sohn Shoji, Daimyo Yoshio des Hauses Tsuyoshi, und Daimyo Taro des Hauses Shigeru gegen den Kaiser und stürzten ihn in einem blutigen Umschwung, den sie zum Glück auf das Gebiet des neuen Kaiserpalastes beschränken konnten. Dabei tötete Taros Sohn Gang den ihm sich verbal entgegenstellenden Daimyo des Hauses Katsumi, was Gang Ehrverlust und den Spitznahmen 'Daimyomörder' einbrachte. Ójin selbst blieb am Leben und wurde verbannt. Shoji krönte man zum Tennó, wobei der Putsch vertuscht und im Reich offiziell verkündet wurde, der weise Òjin habe sein Amt freiwillig an seinen zweiten Sohn übertragen und sich zur geistlichen Einkehr zurückgezogen. Tennó Amiru wurde nun abwertend "Toter König" genannt und man versuchte, seinen aus den Legenden der Vorzeit stammenden guten Ruf im ganzen Reich zu untergraben. Dennoch schlossen sich nicht wenige Rebellen der Untoten- und Oni-Armee Amirus an. Amiru ließ wohin sein Einfluss reichte verlautbaren, die prophezeite Dunkelheit müsse mit den Mitteln Oschto-Thors bekämpft werden, das Reich sei ohne seine Führung zu schwach und nach alt überliefertem Recht muss der jeweils älteste lebende Abkömmling der Kaiserfamilie Tennó sein - außer er verzichtet auf den Thron -, und dies sei Amiru selbst.

Die Hinrichtung des Daimyo Tsuyoshi


Da Daimyo Takeo Tsu als Oberster Bonze des Reiches durch "verdorbene Speise" im 7. Jahr Shoji umkam, beschloss der Tennó mit seinem Hofstaat in die östliche Provinz der Tsuyoshi zu ziehen um seinen alten Freund Yoshio zum Obersten Beamten zu ernennen. Dieser sträubt sich zwar sein durch den Großen Winter am meisten bedrohtes Land zurückzulassen, kann aber ohne Gesichtsverlust nicht ablehnen. Yoshios Sohn Shou beobachtet beim Klettern an den Gemäuern seiner Heimatburg den Beischlaf der Kaiserin mit ihrem Bruder Shigeru Gang, woraufhin Letzterer Shou hinabstößt. Das Kind überlebt schwer verletzt, gelähmt und ohne Erinnerung, der Vorfall erscheint zunächst wie ein Unfall.
Diese Beziehung deckt Yoshio neben seinen Amtsgeschäften in Chúó auf den Spuren seines Amtsvorgängers ebenfalls auf, dazu ahnt er dass die vorgeblichen Kinder Shojis in Wirklichkeit Gangs Nachkommen sind. Was Takeo Tsu das Leben kostete, bekommt Yoshio ebenfalls wenig: Nachdem der Kaiser von seiner Ehefrau mittels Droge per "Jagdunfall" ermordet wurde, wird Yoshio eines Komplotts gegen den Kaiserthron angeklagt und hingerichtet. Eine seiner beiden Töchter, die Yoshio nach Chúó hin mitnahm, wird gefasst, die zweite entkommt. Ein weiteres Attentat auf Shou in der Heimatburg des Hauses Tsuyoshi schlägt knapp fehl, wobei die Witwe Yoshios Yuma verletzt wird.
Haus Tsuyoshi erklärt auf diese Geschehnisse hin Haus Shigeru den Krieg, den Oberbefehl übernimmt der mit sechzehn älteste Sohn Yoshios und Yumas, Tsuyoshi Taiki. Etwa zur gleichen Zeit mehren sich Hinweise auf Probleme mit Barbaren und angeblich Riesen und Wiedergängern jenseits der Mauer, wo die einst legendäre, in der Gegenwart jedoch heruntergekommene Grenzwache die sich über tausende Meilen erstreckenden Bollwerke des Reichs nach Osten hin bewacht. Der Krieg, bei dem sich Haus Megumi als Tsuyoshi solidarisch erklärt und Haus Takeo strikte Neutralität verlautbart, lässt die Warnungen der Grenzwache völlig ungehört. Shogun Taro, der außerdem Daimyo des Hauses Shigeru ist, hat gerade einen Krieg gegen den Toten König für gewonnen erklärt und widmet sich nun den verfeindeten Häusern. In Wirklichkeit verbleibt nach einer militärischen Pattsituation dem Toten König etwa ein Viertel der Provinz Hei Seku.


Die Geschichte des Nordens

Die Schatten


Schon seit die Astash, die Alten Götter, vor vielen tausend Jahren diesen Teil der Welt verließen (viele sagen, Die Große Mutter sei ein Astash und wäre als einzige hier geblieben), streckt der Dunkle Gott seine verderbten Klauen aus, um Eshendar zu unterwerfen. In der zum Gegenstand düsterer Legenden gewordenen Finsterbinge weit im Norden des Kontinents soll ein Teil des Dunklen Gottes selbst in diese Welt gebracht worden sein, der sich als der Mann in schwarzen Kleidern manifestiert hat.
Seitdem zieht das Böse von dort seine Fäden. Es schart die Riesen und Schwarzen Drachen des Weltgebirges und noch viele andere finstere Wesen aus den Alten Zeiten und fernen Ländern um sich, dazu böse Menschen, angeführt von den Schwertzauberern der barbarischen Nordlande. Und - was noch gefährlicher ist - es benutzt das Dunkle in den Herzen der Menschen selbst, um wo es geht, Krieg und Unglück zu säen.
So wurden sechs der weisesten Herrscher, die Goldenen, vor Zeiten verdorben, so dass sie zu den gefürchtetsten Geschöpfen des Mannes in Schwarz, mächtigen bösen Zauberern verkamen. Sie trachten danach, die Pforten in den Elfenlanden zu öffnen, die den Weg in die Hölle selbst verschließen und den Dunklen Gott in seinem Kerker festhalten.

Mitte: Der Mann in Schwarz
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Doch es soll eine Prophezeiung existieren, die das Ende all diesen Unheils durch einen Helden, den Saethfion und dessen Begleiter voraussagt. Einstweilen sind zwölf der dreizehn Helden des Herzogs aufgebrochen, um in den Nordlanden nach dem Kelch der Alten Götter zu suchen, einem Relikt, das der Legende nach die Pforten gegen das Böse sichern kann und Frieden und Wohlstand beschwört. Von manchen wird es jenseits des Bruchs des Großen Weltgebirges auf einem anderen nördlichen Kontinent vermutet, wo, so erzählen die ältesten Bücher, Iandar liegt, eine Zauberschule, die von den Deastash erbaut wurde.


Unser all’ Geschichte -trefflichst zusammengefaszt, 8. Auflage, in modernem Riesländisch


Die ältere Geschichte


Vieles beginnt mit dem Deastash des Waldes Wan, der Aswan genannt wurde. Dieser gründete das allererste Reich in unserer schönen Region (Das Aswanische Reich im Wan) vor ca. 2500 Jahren (er herrschte bis genau 2130 v.G. und verschwand dann - die meisten der wenigen Quellen aus dieser Zeit behaupten, er wäre im Kampfe mit den Erdern gestorben - einem dagdatreuen Menschenvolk, dass wohl ursprünglich dem Deastash dienen sollte, aber sich schließlich gegen die Unterdrückung auflehnte)
2129 v.G. begann das Helle Zeitalter, in dem die weisen Priesterinnen der Erder einen Zirkel einrichteten, der es lange Zeit vollbrachte, nahezu jeden Krieg im Keim zu unterbinden. In die Zeit um 2050 fällt das Einrichten des Amtes des Merlin als höchsten Druiden - den Ursprung des Matriarchen kann man noch bis lange davor zurückverfolgen. Im Jahr 1703 wurden die schönen naturnahen Siedlungen und die (Deastash)Tempel der Erder völlig verwüstet - von den sieben „Menschenfraßen“, gewaltigen und boshaften Riesen. Der Anlaß: Der Merlin hatte davor die jährlichen Menschenopfer verboten, die Bewohner am Rande des Wans an jene Riesen
entrichteten, wofür diese sie in Ruhe ließen. Der Merlin an der Spitze einer Truppe von weitgereisten Erdern stellte sich den - alten Liedern zufolge zehn Schritt großen - Eindringlingen, doch aus vergessenen Gründen versagte seine Magie und die Erder wurden von der Rache der Riesen in alle Winde zerstreut und ihre Kultur zerstört. Aus dieser Zeit stammt das noch heute geltende Gebot, dass der Merlin nur unter Billigung des Matriarchen in einen Kampf ziehen darf.
Das Nordreich der Westleute hörte von der Zerstörung des Erderreiches und so bauten sie 7 Burgen gegen die Menschenfraße - in jenem Tal, das heute als Siebenburgental bekannt ist und auf deren Ruinen in den Jahrhunderten 7 bis 4 die heutigen 7 Burgen des Tales erbaut wurden. Es folgten drei Dekaden der Anarchie, in der Orken, Trolle und andere Rassen bis ans Meer vordrangen und die Menschen nur in geheimen Verstecken überleben konnten - bis aus dem Norden die Westleute, die in ihren Burgen erfolgreich den marodierenden Horden getrotzt hatten, kamen und den Wan und vor allem die östliche fruchtbare Ebene befreiten und mit deren Oberherrschaft die Erderstämmigen Menschen großteils zufrieden waren (ca. 1670-1619).
Die Stämme der Wüste, die die östliche Ebene ebenfalls als Trockenzeitaufenthalt für ihre Herden beanspruchten, begannen ob der immer stärkeren Befestigungen der Westleute (die heute übrigens keine steinernen Wehrbauten verrichten) die Staubkriege (1619-1613, 1608-1599, 1597-1590, 1589-1588), die ein stetes Hin- und
Herwechseln der Gebiete um den Unterlauf des Old zwischen den kriegerischen Wüstenvölkern und nicht minder kampfgewillten Westleuten mit sich brachten - eine schlimme Zeit für die Erder und jene, die hier sesshaft waren. Bis im verfluchten Sommer 1588 der Deastash von Yong-Mhur in den Krieg eingriff, weil die Wüstenvölker Yong-Mhur, das heute Yommre-Metropole genannt wird, als Bündnispartner für ihren Krieg gewonnen hatten.In einem einzigen Sommer öffnete der Deastash von Yong-Mhur, dessen Namen verschollen ist, die Pforten und ließ Salz auf die fruchtbare Ebene regnen, auf der ihn das Heer der Westleute erwartete- dort, wo heute die Salzwüste sich erstreckt. Die Pflanzen verdorrten im Laufe weniger Wochen und nichts blieb - alle Brunnen waren ungenießbar und wer nicht in der Nähe vom Seenland oder Wan wohnte, verdurstete. Tausende starben qualvoll. Doch um seinen Feind gänzlich in die Knie zu zwingen, schleifte der Deastash fast zur selben Zeit die Sieben Burgen, so dass mit einem Mal das Reich der Westleute nur mehr aus Schutt und Salz bestand. Daher kommt es auch, dass die Westleute sich noch heute nach einer Tilgung dieser Schmach sehnen und sie wieder ein neues Reich gründen wollen. Und auch der Hass mancher ihrer Familien gegen Oldenstadt, in dem jene die Nachkommen der Wüstenvölker sehen, die nach jenem grausigen Ereignis ihrerseits entlang des Olds zu siedeln begannen - allerdings unter der Herrschaft des Deastashs, der in der Folgezeit sehr viel mehr für seine Hilfe einforderte, als ihnen Recht sein konnte. . .

Jüngere Geschichte


232 v. G.: Geburt Leonhards von der äußeren Quelle
177 v. G. Winter: Drache beschwört dunkle Wolken, die aus dem Norden kommend, das gesamte Königreich Oldental überziehen. Durch die dichte schwarze Masse dringt kaum ein Sonnenstrahl
176 v. G. Winter/Frühling: Dem Matriarchen gelingt es, mit Unterstüzung vom Merlin und vielen Druiden und Priesterinnen, mächtige Wesen des Waldes zu übezeugen, den Pflanzen Kraft für die kommende Zeit zu geben.
So treiben die Pflanzen trotz Dunkelheit im Frühling. Beginn des Baus von Leonhards Turm
176 v. G. Spätsommer: Durch Einsatz von Zauberei ist Leonhards Turm bereits erbaut. Leonhard gelingt es am Erntefest, die Wolken zu vertreiben.
167 v. G. Wintersonnenwende: Leonhard stirbt bei dem Versuch, die Nordlande zu verheeren. Die Spitze seines Turms wird zerstört.
56 v. G. Die Elfen sorgen durch die Beschwörung der Jahreszeiten für den Wechsel derselben. So kam es durch die Verhinderung der Beschwörung des Frühlings zum „Langen Winter von Tel-Draikh“ oder auch „Langes Tel- Draikh-Jahr“ nach einem Herrscher des Dunklen Gottes Tel-Draikh, dessen Pläne im gleichen Jahr von einer Gruppe von heldenhaften Abenteurern zerschlagen wurden. Tel-Draikh ging dabei in die Finsternis ein.